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Letztes Wochenende war ich in Wünsdorf auf einem riesigen Lost-Place-Gelände. Passend zum Thema Türen auf Nic`s Blog seht ihr heute einen winzigen Vorgeschmack dessen, was es hier in den nächsten Tagen, Wochen und vermutlich Monaten zu sehen geben wird - Verlassenes, Geheimnissvolles, Architektonisches, Angestaubtes, Russisches...

Monaten desshalb, weil mir momentan der Kopf platzt vor Ideen, kleineren Vorhaben und Möglichkeiten, die ich überall sehe. Am Ende fällt aber eher wenig Produktives für diesen Blog ab, weil das hier nur ein kleiner Teil meines Lebens ist und meine Freizeit leider begrenzt. Ich muss wohl wirklich an meinem Fokus arbeiten, sonst setzte ich am Ende garnichts davon um...

Man könnte sagen, dass ich mich momentan vor vielen Türen stehend sehe und mich entscheiden muss, durch welche ich gehe, anstatt die Vielzahl der Türen zu bewundern...


Also auf einen schönen Sommer und dass in meinem Kopf wieder mehr Ordnung einkehrt.

Macht`s euch schön,
eure Melly

Hallo ihr Lieben,
schön, dass ihr hier seid. Ich will garnicht viele Worte verlieren, sondern euch gleich die Fotos zeigen, die auf dem verlassenen Gelände des alten Postbahnhofs Leipzig entstanden sind. Da wir den zeitigen Sonnenuntergang völlig unterschätzt hatten, kamen wir schon bei tiefstehender Sonne dort an - goldene Stunde, yeah! - was den Nachteil hatte, dass wir nur einen kleinen Teil des Geländes gesehen haben. Im Halbdunkel die Räumlichkeiten zu erkunden, war uns nicht geheuer und macht fototechnisch auch wenig Sinn. Während meine Freundin ein zweites Mal dort war, kann ich nur ein paar wenige Fotos vom ersten kurzen Besuch zeigen, aber vielleicht komme ich auch noch ein zweites Mal dorthin...



Hinterlassenschaften


Letztes Wochenende war ich mit R. in Berlin. Unter anderem verschlug es uns in den Grunewald, wo ich uns für die historische Führung auf dem Teufelsberg anmeldete.
Von der S-Bahn Station Grunewald ging es erstmal durch den kleinen Tunnel, um dann direkt in den herbstlichen Grunewald einzutauchen. Gerade noch pünklich zum Führungsbeginn standen wir am Eingang der Abhörstation.



Kurz zur Geschichte: 
Nach dem 2. Weltkrieg begann man den Trümmerschutt im Grundewald abzulagern - Erde drauf - der 115m hohe Teufelsberg ward geboren. Zunächst war er eine Wintersportstätte mit Rodelbahn, Skipiste und sogar einer Skisprungschanze.
Die West-Alliierten hatten jedoch andere Pläne und erbauten eine streng geheime militärische Anlage. Von dieser "Field Station Berlin" wurde im Kalten Krieg die feindliche Kommunikation abgehört.
Wer mehr zur Geschichte erfahren möchte kann hier schauen oder sich bei Gelegenheit selbst einer Führung anschließen.

Ich fand es sehr informativ. Es war aber etwas schwierig zuzuhören und gleichzeitig zu fotografieren. Als Alternative werden auch stille Rundgänge angeboten.



So "lost" war dieser Ort an diesem Tag nicht: es lief Musik und vor unseren Augen wurde balanciert.
Überall Kunst in Form von Grafitti und auffällig Verkleidete kreuzten unseren Weg.





  

Am spannendsten fand ich die Radome. Radom ist ein Kofferwort aus Radar und Dom und schützte die Antennen vor äußeren Einflüssen. Zusätzlich diente es als Sichtschutz. Im Turm-Radom ist die Akustik durch die Bauform beeindruckend. Wir durften hochgehen und testen.








Eigentlich hat man von dort auch einen schönen Blick über Berlin. Durch das graue Wetter ging die Aussicht aber nur bis zur Gartensparte im Grunewald.




Ich bin immer wieder überrascht was Berlin abseits der Touristen-Magneten zu bieten hat. Und trotzdem musste ich an Seeed denken, die mit ihrer Textzeile "Dickes B, Home an der Spree, im Sommer tust du gut und im Winter tut's weh" recht behalten. Es war wirklich zum Teil sehr ungemütlich.

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen…
und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert…
(Albert Einstein)

auf dem Teufelsberg in Berlin
Heute nehme ich euch mit auf eine kleine Erkundungstour durch das ehemalige Glaswerk Haidemühl. Der ganze Ort ist im Prinzip ein Lost Place. Die Bewohner der Ortschaft Haidemühl wurden vor einigen Jahren umgesiedelt, damit der Braunkohletagebau Welzow-Süd erweitert werden kann. Es muss schlimm sein, sein Haus zu verlassen und dem Abriss zu überlassen...
In absehbarer Zeit wird also an Stelle dieses Lost Place nur noch ein dreckiges Loch existieren in dem das Schwarze Gold abgebaut wird. Weitere Ortschaften wie Proschim sollen folgen und das in Zeiten der Energiewende...
Auch meine Heimatstadt hat solch eine Umsiedlung hinter sich. Das geschah allerdings noch vor meiner Geburt. Großräschen-Süd/Bückgen wurde abgebaggert. Für die Bewohner wurde im Norden eine Plattenbausiedlung errichtet, die inzwischen zum Teil wieder rückgebaut wird. Die Kohlelager sind leer und an der Stelle entsteht nun ein See.

Aber nun zum Glaswerk...








"Fundstücke"... 



Auf dem Gelände befindet sich unter anderem eine offene Halle, deren "Wände" aus lockerem Blech, Glas, Plaste (was auch immer) besteht, was durch den Wind schauderliche Klappergeräusche erzeugte. Von der Decke hingen einige Stricke. Ich fühlte mich versetzt in einen Fernsehkrimi und vermutete hinter der nächsten Ecke eine Leiche baumeln. Normalerweise hege ich nicht solche makaberen Gedanken, aber es war wirklich beklemmend dort...


...also schnell wieder raus und ein paar lütte Blümchen zum Beruhigen fotografiert^^



Mehr Infos und Bilder zu Haidemühl und etwas Lausitzer Geschichte gibt es hier.
Ich bin mal gespannt, an welche verlassenen Orte es mich in der nächsten Zeit noch führt.
...dass der Februar den - für mich fürchterlichen - Januar abgelöst hat, dass ich mich wieder motivierter fühle. Das Wetter hat einen Teil dazu beigetragen. Wie schön war es, die ersten warmen Sonnenstrahlen zu genießen. Ich konnte die ersten Biker sehen - ein Zeichen, dass die "Outdoor-Saison" eröffnet ist... im Februar - wie geil:D Ich hoffe auf einen schönen Frühling!
Ich habe die Gunst eines Abends genutzt und bin an der Elbe dem Sonnenuntergang entgegen geskatet.
Einen anderen Nachmittag ging ich mit der Kamera in den völlig verwilderten Garten, für den wir uns letztes Jahr um diese Zeit sehr interessiert haben.


Wir wollten ihn herrichten, doch die Besitzverhältnisse sind ungeklärt. Offiziell gehört er einer Verstorbenen und die Angehörigen sind nicht ausfindig zu machen. Nachdem das Hochwasser ihn völlig bedeckte, waren wir froh, weder Mühe, noch Geld reingesteckt zu haben. Doch wie ich wieder da war, wurde ich traurig: Dieses Fleckchen Erde verwildert immer weiter, bis niemand mehr Lust hat, was draus zu machen...
Mal sehen, ob ich mir irgendwann den Traum vom eigenen Brombeerbusch erfüllen kann. Das klingt jetzt vielleicht witzig, aber wenn ich mal einen Garten haben sollte, muss da als erstes ein Brombeerbusch rein oder zwei oder drei.... ich liebe diese Beeren:)




Mehr Februar- Dankbarkeiten gibt es auf Nics Blog.
Da die Blogger-Welt nun reichlich mit vorweihnachtlichen Posts versorgt wird, mache ich hier unbeirrt mit meinen etwas düster daher kommenden Fotos weiter. Hier nun Teil zwei, der etwas farbiger als der erste ausfällt.

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