Nein, heute bekommt ihr keinen ultimativen Küchentip mit auf den Weg, sondern ich berichte über mein, sagen wir mal thematisch einschlägiges Wochenende.


Am Samstag hatte ich die ersten 2,5 h Grundkurs im XXL Dresden. Das ist die größte Kletterhalle Sachsens. Peggy, eine "Exkollegin", schrieb mich im Facebook an ob ich nicht Lust auf Klettern hätte. Sie suche eine Kletterpartnerin.
Im ersten Moment war ich wieder erstaunt, was das Leben für Wege geht, da wir nie darüber geredet haben und es ja schon ein Zufall ist, dass wir beide Bock darauf haben und sie mich fragt.
Seit Kindheit träume ich davon zu Klettern. Ich war mit meiner Family oft in der Sächsischen Schweiz wandern und freute mich wie Bolle wenn Bergsteiger neben uns einen Felsen erklommen und ich zuschauen konnte. Vor reichlich einem Jahr war ich zwei mal an der Wand im Vital Senftenberg klettern. Gesichert wurde ich von den Mitgliedern des "Sedlitzer Bergfreunde e.V." und war auch kurz davor dem Verein beizutreten. Doch deren Trainingszeiten, die Kurse, die ich im Vital besuchte und meine Ausbildung passten schlecht überein und dann hatte ich ja eh vor nach der Ausbildung nach Sachsen zu ziehen... also Traum fallen gelassen und in die Abschlussprüfungen gestürzt. Als ich nach Gauernitz zog, wusste ich zwar von der Halle; hätte mir aber nen Kletterpartner suchen müssen, zudem ist die Halle weit entfernt. Also hab ich mir mit innerer Gelassenheit gesagt: wenn es sein soll, dann komm ich irgendwann im Leben zum Klettern. Und siehe da:)
Vielleicht ist es manchmal wirklich am "Wirksamsten" wenn man Wünschen und Zielen nicht zu verkrampft hinterher rennt. Ich bin zwar noch weit entfernt Felsen zu bezwingen, aber der Anfang ist getan.

Wir begaben uns also in die Welt von Halbmastwurf-Sicherung, Achterknoten und Sackstich, lernten die Grundausrüstung kennen, kletterten und sicherten einander. Erstmal alles im Toprope (das heißt,  das Seil hängt schon von oben und man bindet sich nur ein). Unser Lehrer ist sehr nett und erklärt gut. Trotzdem gab es Situationen in denen ich echt an mir zweifelte. Jemanden zu Sichern sieht soo einfach aus  - ist es laut Jens Worten auch - aber so zu Sichern, dass weder Peggy noch ich beim Fall zu Schaden kommen, verlangt schon Übung, da es mitunter auf Kleinigkeiten ankommt.

Mit Maggi meinen Klettersportler übrigens Magnesia für besseren Halt, um Fragen über den Posttitel gleich vorzubeugen;)

Und dann Sonntag schönes Wetter (nicht zu warm, nicht zu kalt), Gedanken noch beim Vortag; was bietet sich an? Wandern in der sächsischen Schweiz. Außerdem warte ich schon lange darauf, meinen Freund den Pfaffenstein hochzujagen:-P
Er wollte natürlich den bequemen Aufstieg, aber ich trieb ihn das Nadelöhr hoch.
Hier die Bilder von unserem Tag.

Ca. 160° Panorama. Vor uns das Pfaffendorf, dahinter geradezu der Lilienstein und links die Festung Königstein.


Wenn man die Berge liebt, akzeptiert man auch, dass sie die Bedingungen stellen.
(Jean-Christophe Lafaille)


Die Barbarine
Der Sage nach ist die Barbarine eine versteinerte Jungfrau, das immerwährende Mahnmal eines Strafgerichts, nach welchem es geschehen seyn soll, daß eine Mutter ihre Tochter Sonntags habe heißen in die Kirche gehen, die Tochter aber sey währender Kirche auf den Pfaffstein in die Heydelbeere gegangen, und als sie die Mutter daselbst angetroffen, habe sie die Tochter im Zorn verwünschet, daß sie müsse auf der Stelle zum Stein werden; worauf solches augenblicklich also geschehen, und daher diese zum Stein gewordene Jungfer auf immer allhier stehe, und mit ihrem Steinbilde alle ungehorsame Kinder warne. Der Name Barbarine wurde vom Vornamen des Mädchens abgeleitet. (aus Wikipedia)


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