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Ja, wie fange ich an... so ein Husky-Abenteuer steht ja schon lange auf meiner Löffelliste. Ich hätte aber nicht gedacht, dass ich gerade diesen Punkt nun doch so schnell mit einem "Häkchen" versehen kann. Meine Freundin hatte auch schon lange Bock darauf und so haben wir Anfang Dezember ziemlich spontan gebucht. Zuerst wollten wir 4 Tage. Dann planten wir die Anreise und stellten fest, dass sich 4 Tage nicht groß lohnen. Wenn dann richtig. Und so buchten wir 7 Tage.

Vorab: wenn ihr auch so ein Abendteuer erleben möchtet, kann ich euch "Voice of Nature" wärmstens empfehlen. Wenn ihr euch ein paar Überraschungsmomente bewahren wollt, lest das nicht - Spoileralarm!

Im Bus vom Flughafen Oslo nach Trysil fällt die Gradzahl der Temperaturanzeige stetig und im Transferwagen zur Wildnislodge sind die Fenster die ganzen 2 Stunden von innen gefroren. Es sind -28°C als wir ankommen; sternenklar. So viele Sterne habe ich noch nie gesehen!
Was wird uns in den nächsten Tagen erwarten? Wie werde ich diese Temperaturen mehrere Tage aushalten? Wie wird es sein ohne Strom und fließend Wasser?
Hendrik begrüßt uns, zeigt uns alles, erklärt grob den Tagesablauf, wir betreten einen Käfig und gehen auf erste Tuchfühlung mit den Malamuts. Was für tolle Tiere! :-)
Unten am zugeschneiten See, nicht weit vom Eisloch zum Wasser schöpfen, fängt er an zu heulen wie ein Wolf - 72 Malamuts antworten ihm - unglaublich!
Geschockt bin ich von der "Dusche": Neben der Sauna Eimer im Freien :-D

In unserer Hütte hatte sich schon ein Pärchen aus Wien einquartiert und dafür gesorgt, dass es wunderbar warm ist. Eine wohlig warme Kerzenatmosphäre umgibt uns. Kurzes Kennenlernen und dann ist auch schon Abendessen-Zeit in der Kota. Wir sitzen im Kreis und über offenem Feuer wird Lachs für uns zubereitet. Insgesamt sind wir 13 Gäste für die ersten Tage. Kennenlernen, gemütliches Beisammensein mit leckerem Essen.
Bei bollerndem Ofen schlafen wir in unserer herrlich durchwärmten Hütte ein.

Nächster Morgen, erste Aufgabe: Ofen heizen. Über die Nacht ging er aus und so ist es am nächsten Morgen ordentlich kalt. Über zwei Stunden kämpfen wir, hacken immer wieder neues Holz, aber es ist einfach zu nass. Um zehn Uhr müssen wir raus die Schlitten vorbereiten und frühstücken wollen wir ja auch noch was. Thermoskannen mit heißem Wasser für unterwegs füllen ist nicht möglich ohne ordentliches Feuer im Ofen. Unseren Hüttennachbarn ergeht es noch schlechter. Ihr Ofen wollte schon am Abend nicht mehr richtig. Draußen -30°C. Oh je...

Je kleiner das Holz, desto besser fängt es an zu brennen. Holzsplitter schnitzen - die pure Verzweiflung. An diesem Morgen will aber nichts so recht funktionieren.


Dick eingepackt verlassen wir die Hütte. Schon nach ein paar Minuten draußen, frieren uns die Füße in den dicken Boots. Kurze Einweisung in die Führung eines Gespanns. Dann beim Vorbereiten der Schlitten und Einspannen der Hunde wird uns ordentlich warm - toll für die Füße; die dicken Overalls wollen wir uns am liebsten wieder vom Körper reißen vor Hitze. Die Hunde sind richtige Kraftmaschinen und die Größeren reißen mich einfach um. Sie am Halsband von den Käfigen runter zu den Schlitten zu bringen ist körperlich das Anstrengenste was es dort zu bewältigen gibt.

Die Aufstellung der Gespanne. Jeder Hund hat eine Holzscheibe. Meins ist die Nummer 2 vom Team auf der rechten Seite.

Wir sind zum Starten bereit. Ich bekomme letzte Tipps, die beruhigenden Worte, dass ich ein ganz tolles und liebes Gespann habe und Hilfe beim Anker lösen. Es geht los und klappt insgesamt ganz gut. Es ist ein stetiger Wechsel zwischen Landschaft genießen und auf meine Hunde und das Gespann vor mir achten, damit ich nicht zu dicht auffahre. Die Füße kühlen schnell wieder aus und beim Atmen fühlt es sich an, als hätte ich hauchdünne Folie in der Nase. Mein Rotz gefriert leicht. Es entstehen Augenblicke für die Ewigkeit von märchenhaft einfallendem Sonnenlicht durch kleinere Waldstücke und dann wieder endlose Weiten von komplett unberührten Schnee.

Erste Pause - Hunde loben und streicheln.
Vor dem Kinn frieren mir Haarstränen von den Seiten zusammen.
Keine Zeit für Eitelkeit :'-D


Zum Ende der ca. 20km langen Tour kommt eine super Teilstrecke auf der ich gut Geschwindigkeit machen konnte - was für ein tolles Gefühl. Ich bin sehr stolz auf mein Gespann - es läuft!
Es dämmert und wir erreichen das Wildniscamp für diese Nacht. Hunde Abspannen und an die Seile bringen, Helfen beim Zurechthacken des gefrorenen Fleisches für die Hunde, Schlafsack, Isomatte und Rucksack in die Hütte bringen, realisieren, dass diese Nacht nicht so gemütlich wird wie die letzte bei immer noch -33°C und einer Hütte, die von innen gefroren ist.
P. und ich schauen uns ernst in die Augen, müssen zugeben, dass wir das Ganze unterschätzt haben. Hätten vier Tage nicht doch gereicht?
An Händen und Füßen ohne Ende frierend, streife ich müde durch das Waldstück. Rechts die Schlitten, links eine brennende Kerze im Schnee, vor mir ein Hund der sich wie ein Hörnchen eingerollt hat. Wie er wohl diese Temperaturen fühlt?
Mein viel zu großer Overall fühlt sich in diesen Minuten besonders schwer an. Meine Mütze bekomme ich nicht ab, weil mir vor dem Kinn die Haare zusammengefroren sind. Mental war das mein Tiefpunkt der Reise, obwohl der Ort was ganz besonderes hatte - irgendwo im Wald, die Hütte, die Kota, ein Tipi-Zelt, dazwischen die Alaskan Malamuts und Grönlandhunde an den Stahlseilen...es als romantisch zu bezeichnen wäre nicht übertrieben.


Aufwärmen in der Kota bei Chilie con Carne -yummi. Meine Mütze konnte ich wieder abnehmen :-)
Irgendwann drängt sich die Frage auf, vor der sich so mancher insgeheim wohl ein wenig fürchtet: wer schläft wo? Draußen steht noch ein Tipi und die Plätze waren knapp. Doch niemand muss im Tipi schlafen. Wir rücken alle eng zusammen. Meine Stimmung bessert sich und wir machen Scherze über die Situation. Was soll auch werden? Wir sitzen ja alle im gleichen Boot.

Startaufstellung für die Tour zurück zur Lodge
Nach der letzten Nacht kommt uns die Lodge luxuriös vor. Die Mitarbeiter kümmerten sich um unsere Öfen. So ist es wohlig warm in unserer Hütte - schön!

Zwischendurch wagten wir einen Blick in die Eisbar - was für ein cooles Iglu!
Am nächsten Tag Tauwetter. Ein Temperaturunterschied von über 30°C innerhalb 48 Stunden.


Ich und mein Holz, ich und mein Holz, Holzi, Holzi, Holz....


Ich am Holz hacken. Je kleiner die Scheite, desto besser brennt's. Trefferquote 60%, Durchschlagkraft ausbaufähig^^

Am dritten Tag bekommen wir einen einen älteren Alaskan Malamute und machen einen Spaziergang. Nachmittags Holz hacken für Hütte und Sauna. In zwei Stunden ist die Sauna auf Bio Temperatur. Ich bin anderes gewohnt, aber wohltuend ist es trotzdem. Davor machen wir eine Art Katzenwäsche indem wir uns mit Eiswasser aus dem Eimer abspritzen - kaaaaalllt. Aufgewärmt nach der Sauna fällt das schon einfacher. Wir hätten das Wasser auch mischen können mit dem heißen Wasser aus der Sauna. Das war uns aber irgendwie zu umständlich. A. traut sich sogar ins Eisloch!
Unsere Stimmung ist super. Wir leben uns ein und sind mega froh uns für die 7 Tage entschieden zu haben.

Dusche :-D
Am Abend in der Kota begrüßen wir beim Essen die zweite 4-Tages-Gruppe. Sie haben einige Fragen, die wir sechs ziemlich stolz beantworten können. Für uns sechs steht die zweite, anspruchsvollere Tour an. "Es geht bis über die Baumgrenze, dann wieder etwas runter bis in die Überlebenshütte, die ihr vielleicht erreicht", so die Worte von Hendrik. Ähm, was heißt hier vielleicht? "Ihr seid autark, habt ein Zelt dabei" - Na dann sind wir ja beruhigt xD

Der Start bis zum ersten Kilometer etwa will so gar nicht klappen. Ich habe mal wieder Probleme mit dem Anker. Entweder er ist nicht richtig im Schnee verankert, dass meine Drei den Schlitten trotzdem ziehen, oder ich bekomme ihn beim Losfahren nicht aus dem Schnee. Bei einem kurzen Halt - ich stehe mit meinem ganzen Körpergewicht auf der Bremse (nicht nur auf der Matte) - ziehen die Drei mich am Gespann von A. vorbei. Auf mein energisches "Steh" hören sie nicht. Sowas sollte nicht passieren, da sich die Rüden der verschiedenen Gespanne nicht leiden können. Bei einem "Überholmanöver" kommen sie ja quasie in Kontakt. Mein Vertrauen in meine Fähigkeiten und mein Gespann bröckelt etwas, aber wie sie eine Position weiter vorn sind, läuft es.



Die letzten Kilometer sind unglaublich anstrengend. Wir kommen nur schleppend voran, weil es keinen Trail gibt. Das erste Gespann muss sich den Weg durch den Tiefschnee erkämpfen. Teilweise sehe ich die Hunde hochspringen und im Schnee versinken. Und ein bepackter Schlitten muss auch noch gezogen werden.



Tiefschnee bis zu den Knien. Es geht nicht weiter.

Hunde kuscheln und bespaßen während David - unser Guide - die Stahlseile für's Nachtlager auslegt.


P. ist selig mit ihrem Kalak :-)


Ich habe 'nen ganz schönen Kuschelmoment mit Pino <3


Hunde angeseilt, Tipi steht.

Dampfende Hosenbeine o_O

Am nächsten Morgen...

....werden wir mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt *-*


Auf dem Rückweg versperrt ein brennendes Schneemobil den Weg. Hier sind die Flammen schon kleiner, da die Männer mit den Schaufeln Schnee draufgegeben haben. Fakt ist, wir müssen dran vorbei, denn die eingespannte Hunde wollen laufen und nicht ewig warten. Kurz bevor wir los wollten, gibt es eine Explosion. Die Hunde vom ersten Gespann erschrecken vom Knall. Was dann geschieht, erspare ich euch hier. Nur so viel: Blut spritzt, unser Guide verletzt sich die Hand, Schrecken in den Gesichtern. Zurück in der Lodge verabschiedet sich David von uns mit den Worten "This was a real adventure", aber es war eines auf das wir wohl alle gern verzichtet hätten.


Am Abreisetag gingen die Flieger so ungünstig von Oslo, dass wir einen Tag im Hotel verbrachten. Das Stadttreiben in Oslo war anstrengend für uns. Wir vermissten den knisternden Ofen, die Ruhe und die tollen Menschen und Tiere. Aber über die Dusche waren wir sehr glücklich!

Ein großer Dank geht an unseren Mitabenteurer, der fleißig Bilder gemacht hat und für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat!


Wer noch mehr möchte, kann sich diesen tollen Imagefilm ansehen. Ich habe ihn im Nachhinein bei YouTube gefunden und mit einem breiten Lächeln im Gesicht angesehen.




Am Feuer erzählte uns Hendrik einiges vom Schlittenhunderennsport, was ich sehr interessant fand. Hier ein Interview von 2011 nach dem Finnmarksløpet.




Hallo ihr Lieben,

seit ein paar Wochen sammelt Michael von Erkunde die Welt wieder die schönsten Fotos anderer Blogger in 7 Kategorien und die Geschichten hinter den Bildern. Da mir die letzte Parade schon viel Spaß gemacht hat, nehme ich das als Anlass, mal wieder was von mir hören zu lassen.

Ja, hier kam schon recht lange nichts und inzwischen haben sich Fotos und Berichte zweier Reisen angesammelt. So wie das Bloggen, habe ich auch das Fotografieren sehr vernachlässigt. Andere Dinge waren mir in den letzten Monaten einfach wichtiger.


Aber sieht so jemand aus, der keinen Bock mehr auf's Fotografieren hat? ;)
Dieses Foto hat R. von mir in Bischofshofen gemacht. Das Stativ lag weit weg im Transporter, ein Taschentuchpäckchen machte eine Langzeitbelichtung möglich. Auf Reisen reizt mich das Bilder machen nach wie vor und so sind diesmal alle Fotos auf unserem Roadtrip durch die Alpen und Venedig entstanden.

Also los geht's:

Bunt

 

In den Alpen und Slowenien waren wir verwöhnt von Ruhe und viel Grün. Dann kam Venedig - es wurde bunt und wuselig. Auf den Hauptwegen schoben sich die Touristen vorwärts. Da schaute ich gern mal nach oben --- da war's auch bunt!

Schwarz-Weiß


 In der zweiten Woche waren ein paar entspannte Tage am Gardasee geplant. Die Wettervorhersage sah aber schauderlich aus. Von den Bergen bei Tenno aus konnten wir einen kurzen Blick auf den nördlichen Teil des Gardasees werfen. Er lag komplett in tiefen Regenwolken. Einen Tag wollten wir dem Wetter geben und schliefen bei Tenno. Am nächsten Tag das gleiche Bild. Wir entschieden uns reichlich und fast schon fürstlich in einem Restaurant in Tenno zu speisen. Die Kellnerin war so lieb und lieh uns einen Regenschirm. So konnten wir einen Verdauungsspaziergang um den schönen Tennosee machen, bei dem dieses Bild von einem Angler entstanden ist.

Tierisch


Auf dem Vintgar-Klamm in Slowenien hatte ich es auf diesen Käfer abgesehen. Bei einer Blende von 1,7 war es sehr schwierig dieses krabbelnde Tierchen in dem geringen Schärfenbereich zu fokussieren. Die Zeit habe ich völlig vergessen. Zahlreiche Menschen gingen an mir vorbei und R. hat sich sicherlich schon gelangweilt. Ich habe es aber geschafft und bin so froh, dass mit meinem Pancake Immerdrauf auch solche Bilder möglich sind.

Licht


Auf dem Großglockner- Hochalpenpass lag Ende Mai noch reichlich Schnee. Am Vortag tobte laut Restaurantbesitzer noch ein Schneesturm, Schneeketten waren nötig. Kaum vorstellbar, denn nun schien erbarmungslos die Sonne.
In Echt war dieser Anblick noch spektakulärer.

Fahrzeug


Hier könnte ich euch eine pinke Limousine oder die Fahrzeuge Venedigs zeigen, aber der Held unseres Roadtrips war R.'s Transporter. Es war die erste Reise mit ihm und er ist auch noch nicht fertig ausgebaut, aber er hat sich gut gemacht.
Ich bin da noch am Schlafen....

Natur


Auf unserem Roadtrip haben wir einige Wasserfälle gesehen. Der Jungfernsprung bei Heiligenblut war einer davon. Die kurze Wanderung war nicht geplant. Ich sah den Wasserfall von der Straße aus - klar, dass wir hielten.
Von den zahlreichen Fotos hat mir dieses düstere aus einer etwas anderen Perspektive am besten gefallen.

 

Zusatz: Panorama


Wer meine Reiseberichte verfolgt oder meine Art zu fotografieren kennt, weiß, dass ich sehr gern Panoramas mache, wenn es das Motiv hergibt. Meine Kamera hat keine Panoramafunktion, sondern ich mache einzelne Fotos und stitche sie im Nachhinein, was mir unglaublich Spaß macht.
Auf unserem Roadtrip habe ich allerdings fast keine Panoramen geschossen...warum? Keine Ahnung. Am Tennosee hat sich das aber regelrecht aufgedrängt. 

Erfreuliche Begegnung


Dieses Kerlchen darf nicht fehlen. Bevor wir unsere Reise antraten, hatte uns ein Kollege von R. von Murmeltieren am Großglockner erzählt und dass mir das wohl gefallen wird. Mit großen Augen und einem Lächeln dachte ich "Klar, aber das Glück werde ich doch bestimmt nicht haben"
Aber ich hatte das Glück. Einige Minuten kauerte ich vor einem Bau und immer wieder kam das Murmeltier raus. Etwas weiter weg, war noch ein zweites. Dieses Bild ist mit einem leichten Weitwinkel entstanden. Also nix Tele, es war direkt vor mir in freier Wildbahn:D

 

Und zu guter Letzt: mein absolutes Lieblingsbild


Mit diesem Foto möchte ich den Bogen zum ersten Bild mit mir auf dem Stein schlagen. Diese Langzeitbelichtung ist ohne Stativ, nur mit Hilfe eines Taschentuchpäckchens entstanden. Stolz bin ich darauf, weil es erst der zweite Versuch mit meinem Graufilter war. Das erste Mal habe ich ihn letztes Jahr auf den Lofoten genutzt.



Zu guter Letzt möchte ich mich bei Michael für diese Fotoparade bedanken. Es hat wieder viel Spaß gemacht! :)
Schaut vorbei. Es sind schon viele tolle Beiträge dabei!





Vor einigen Jahren war ich als Zuschauer bei einem Schlittenhundewettkampf im Spreewald. Vor dem Rennen konnte man durch das "Lager" schlendern und die lieben Huskys kennenlernen. Schon damals war ich sehr angetan von diesen Tieren. Sie waren zumeist sehr ruhig und ausgeglichen, doch wurden sie vor den Wagen gespannt - es war Herbst und es lag kein Schnee - wurden sie zu "Bestien" und wollten endlich losrennen. Hier mal ein Bild von damals:



Ende letzten Jahres habe ich mit R. überlegt, Urlaub in Lappland auf einer Huskyfarm zu machen und das Schlittenhundeführen zu lernen. Aus Kostengründen und auch ein Stück weit der Befürchtung, dass ich zu frostbeulig für solch ein Abenteuer bin, haben wir es vorerst sein lassen. (...) Und dann habe ich von R. zu Weihnachten eine Dogtrekking- Tour im Erzgebirge geschenkt bekommen! Das hat mich natürlich sehr gefreut:)

Heute war es soweit. Während in Dresden und Umgebung der Schnee schon fast komplett wieder geschmolzen ist, liegen Wälder und Wiesen in Zinnwald auf ca.800 Meter noch tief im Schnee.
9 Uhr trafen wir uns mit Sonja und warteten noch auf ein weiteres Paar. So waren wir ein angenehm kleines Grüppchen von fünf, oder genauer 5 1/2 weil ihr Kleiner in der Kinderpulka (keine Ahnung, wie man das sonst nennt) mitkam.

Zuerst haben wir das Rudel kennengelernt und haben etwas über die Hunde erfahren. Die jüngeren sind in Schlittengespannen ausgelastet, die älteren freuen sich über die ruhigeren Trekking-Touren. Wir schnallten uns die Schneeschuhe an und jeder bekam einen Husky mittels Bauchgurt und zugdämpfender Leine vorgespannt. Es ging los.


Das Laufen mit Schneeschuhen empfand ich als recht anstrengend. Der Zug von Niky machte es aber tatsächlich leichter. Wir mussten uns erst aneinander gewöhnen. So fiel ich anfangs fast vorn über, weil sie mich so stark gezogen hat. Ich musste da ordentlich gegenhalten. Aber im Gegensatz zum Gassigehen mit einem stark ziehenden Hund, fand ich dieses Gegenhalten mit dem ganzen Körper von der Taille aus, wo der Gurt saß, als wesentlich angenehmer. So wurde es immer besser.


Es ging durch wunderbar weiße Wälder. Die Wege waren mal breiter, mal schmaler und recht wild. Auf den breiten Wegen mussten wir darauf achten, keine Loipen mit unseren Schneeschuhen zu zertreten. Bis auf der Magistrale, auf der wir sehr auf andere Skilangläufer achten mussten, konnten wir das Mensch-Husky-Naturerlebnis genießen. Während der kürzeren Pausen, wälzte sich "meine" Niky sehr gern im Schnee und ich konnte sie auch ein paar mal kraulen, aber ich merkte sofort, dass Huskys keine Kuschelhunde, sondern sanftmütige und intelligente Begleiter und Arbeitshunde sind.



Mit der Zeit wurden die Beine immer schwerer und die Vorfreude auf das warme Mittag im Restaurant immer größer. Die knapp 3 Stunden vergingen sehr schnell und das Interesse, auch mal an einer Huskyfahrt mit Schlitten teilzunehmen und die Arbeit eines Mushers zu erlernen, ist nun umso größer.

Wer ebenfalls Interesse an einem Husky-Erlebnis im Erzgebirge hat, kann sich auf der Seite von Sonja und ihrer Hundebande informieren.

Danke Schatz für das schöne Geschenk und danke an die sympathische Sonja für diese tierische Erfahrung!



Bevor es wirklich winterlich wird, konnten wir nochmal wunderschöne Herbsttage genießen. Einen davon nutzen wir für einen Spaziergang im Elbsandsteingebirge. Zum ersten Mal war Emma dabei - die Australian Shepherd-Hündin meiner Freundin.
Ich witterte tierische Portraits und schraubte mein Makro-Objektiv auf meine Kamera.
Da Emma noch ein Welpe ist, entschieden wir uns für eine etwas kürzere Wanderung um das Massiv der Bärensteine.
Es sei noch gesagt, dass ich Hunde besonders gern fotografiere. Es ist durchaus eine Herrausforderung, da man Tiere nicht wie ein Model instruieren kann. Aber das ist gerade das Reizvolle - sich auf den Hund einstellen und gute Situationen abpassen. Über's Hundeshooten habe ich hier ja schonmal ausführlich geschrieben.









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