Eigentlich wollte ich hier bildertechnisch dem Winter Einzug gewähren, doch der Schnee war schneller weg, als ich meine Kamera zücken konnte. Also kommt heute der (fast) letzte Post zu unserem Roadtrip durch Südfrankreich.


Von der Verdonschlucht ging es schnurstracks zu den nächsten beiden Schluchten - wir hatten ja noch nicht genug^^. Das französische Departement Alpes-de-Haute-Provence ließen wir hinter uns und waren nun in den südlichen Seealpen (Alpes-Maritimes).

Vom Örtchen Daluis ging es durch die gleichnamige Schlucht bis Guillaumes oder wie R. zu sagen pflegte: Gullivers Reisen. Dort machten wir eine Pause, aßen eine Kleinigkeit und ich stieg noch hoch zu einer Burgruine. Derweil vertrieb sich der Beste die Zeit unten mit Ansichtskarte schreiben und warten.



Als ich wieder unten war, schaute ich mir ein paar Tafeln mit Bildern von früher an. Da die Straßen damals noch nicht so gut ausgebaut waren, war es schwer diese kleinen Orte durch die engen Schluchten zu erreichen.
Und während wir uns die Tafeln so ansahen, schwirrte plötzlich ein flinkes Tierchen vor unseren Augen umher. So schnell, dass wir nicht wussten, was es ist. R. sagte freudig, dass es ein Kolibri sei. Ich war verwundert, aber der enorme Flügelschlag und das Summen ließen mich das auch vermuten. So schnell wie es da war, war es auch schon wieder weg und wir ließen das so stehen: Kolibri. Jetzt beim Schreiben wollte ich der Sache nochmal nachgehen, denn Kolibris in Europa??? Ich will euch ja keinen Scheiß erzählen. Und tatsächlich: Kolibris gibt es nur in Amerika. Wir haben ein Taubenschwänzchen gesehen - ein Schmetterling, der in der Luft stehend mit seinem Rüssel Nektar aus Blüten saugt und daher bisweilen für einen Kolibri gehalten wird:D


Weiter ging es auf der D28 Richtung Beuil. Vor uns türmten sich die Seealpen auf - wunderschön!
Außerdem durchfährt man den Skiort Valberg. Im Internet habe ich an mehrern Stellen von einem der hässlichsten Wintersportorte der Alpen gelesen. Nun kann ich das als Nichtwintersportler schlecht beurteilen, aber hübsch fand ich ihn auch nicht.

Blick auf die Alpen. Rechts der Skiort Valberg.

Von Beuil ging es dann wieder abwärts durch die Ciansschlucht.
Auch wenn es von der Reihenfolge unpassend ist, möchte ich jetzt ein paar Worte zu beiden Schluchten verlieren.

Gorges de Daluis

Erstmal soviel: Wenn man von der Verdonschlucht Richtung Nizza möchte, sollte man in Betracht ziehen, diesen etwa 80km langen Rundkurs zu fahren. Er ist wirklich spektakulär. Allerdings lohnt ein längerer Aufenthalt wie in der Verdon oder Ardècheschlucht nicht. Es ist reiner Fahrspaß - oder eben auch nicht. Rückblickend muss ich sagen, dass ich froh war, diese Tour gemacht zu haben, auch wenn es mit Wohnmobil eher Stress als Vergnügen ist. Die Höhen und Breitenangaben für passierbare Gefährte sind recht eng gehalten. Mit unserem kleinen Wohnmobil sind wir durch gekommen, aber es war an manchen Stellen schon grenzwertig. Genaue Maßangaben möchte ich hier nicht machen, da ich leider nicht mehr sicher bin. Für Biker und Capriofahrer sollte es aber ein reines Vergnügen sein;)

Auffallend ist der abrupte Gesteinswechsel. Auf einmal rötlich wie an manchen Stellen an der Westküste Amerikas. Ich war noch nicht da, aber das war meine erste Assoziation.


Eine weitere Besonderheit ist der wilde Straßenverlauf. Immer wieder trennen sich die Fahrspuren um sich nach einem Tunnel in der einen Fahrtrichtung und einer Kurve außen an der Schlucht entlang auf der anderen Fahrspur, wieder zu vereinen.




Die Marienbrücke markiert das nördliche Ende der Daluisschlucht. Am Straßenrand sind kleine Nischen, an denen man das Gefährt abstellen kann. Wir gingen auf die Brücke und konnten einen Bungeespringer fallen sehen. Von dort hatten wir nochmal einen schönen Blick in die Schlucht.




Gorges du Cians

Auch die Ciansschlucht ist durch rötliches Gestein geprägt. Die Straße war an manchen Stellen noch enger als die Daluisschlucht.

Wenn ihr über die Google Bildersuche geht, werden ein paar extrem tolle Bilder angezeigt. Ganz oben auf dem rechten Bild der Tafel könnt ihr es auch erahnen. Sie zeigen die ursprüngliche Strecke, durch die kein Wohnmobil gepasst hätte. Um die Zufahrt in den Wintersportort zu gewährleisten, hat man die Straße ausgebaut. Man fährt also zum Teil durch hässlich unnatürliche Tunnel, an denen außen lang noch die alte Strecke führt. Es gibt wohl einen kleinen Parkplatz, von dem aus man die alte Strecke fußläufig bestaunen kann. An diesem sind wir leider vorbeigefahren und Wenden war furchtbar schlecht in der trotzdem noch engen Schlucht. An einer Stelle konnten wir allerdings Halten und uns ein Bild von der einstigen Strecke machen, die schon am Zerfallen ist. Leider ist nur ein liebloses Foto entstanden. Also auch hier ist man mit einem kleineren Fahrzeug sicherlich gelassener und verpasst nicht besagten Parkplatz.


In welche Richtung der Rundkurs schöner zu fahren ist, kann ich nicht beurteilen, da wir logischerweise nur wie oben beschrieben unsere Route gefahren sind. Von der Verdonschlucht kommend hat es sich für uns einfach so angeboten.

Damit bin ich mit meinen Eindrücken aus Südfrankreich am Ende. In ein paar Tagen möchte ich abschließend noch berichten, wie wir es insgesamt fanden, mit Wohnmobil auf Reisen zu sein.

Bis dahin macht's gut
Melly
Hallo ihr Lieben,

wenn ich in meinem Blogreader schaue, sehe ich Rückblicke 2014 und Ausblicke 2015. Nun sitze ich hier und frage mich was ich auf "Itchy Feet" zum Jahreswechsel schreibe. Meine Retrospektive 2014 ist mir zu persönlich um sie hier auszubreiten. Ein Blogrückblick 2014 erscheint mir zu langweilig und für einen halbwegs handfesten Ausblick für 2015 fehlen mir die Pläne. Es sind bis jetzt nur Richtungen und Ideen vorhanden.

Zum Jahreswechsel machen viele Vorsätze fürs nächste Jahr. Auch davon halte ich nicht viel. Aber positiv in das nächste Jahr zu blicken und einen gewissen Aufwind zu spüren finde ich wichtig.

Während sich in einigen Gegenden unserer Erde die Menschen um ein festes Dach über dem Kopf und einen gefüllten Magen sorgen müssen, haben wir hier die Möglichkeit uns selbst zu verwirklichen. Wie geil ist das denn bitte?

Da manche den eigenen Blog oder allgemein ihre Internetpräsens nutzen, um ihr eigenes Tun zu präsentieren oder zu reflektieren finde ich es spannend verschiedene Lebenswege zu verfolgen. 3 Persönlichkeiten haben mich in der letzten Zeit besonders inspiriert. Inspiriert dazu mein eigenes Ding zu machen; die Freizeit für Dinge zu nutzen, die mich begeistern. Immer wieder habe ich das Gefühl festzustecken, weil mir eine Lebensvision, ein konkretes Ziel fehlt, aber das Leben solcher Menschen zu verfolgen motiviert mich dazu, meine Richtung weiter zu verfolgen und dran zu bleiben. Ich vertraue darauf, dass das Leben es gut mit mir meint und wer weiß welche Wege sich in Zukunft für mich eröffnen...

Hier also ein Einblick in das Leben dieser Menschen. Vielleicht findet ihr es interessant und ihr könnt etwas für 2015 daraus mitnehmen.

Ich gehe Wege, die sich andere nicht trauen.
Ich mache es einfach - weil ich will.
(Benjamin Jaworskyj)




Seine Videos auf YouTube verfolge ich schon etwas länger und sie halfen mir die Möglichkeiten meiner Kamera besser zu nutzen. Seit November ist mit "Jaworskyj around the world" ein Projekt ins Leben gerufen worden, weches mich als geneigte Reisefotografin besonders interessiert.
Ich bewundere seinen Mut, das zu tun was ihn erfüllt. Dass er tolle Möglichkeiten verstreichen lässt, weil es nicht 100% das ist, was er sich vorstellt. Ich habe großen Respekt vor seiner Lebenseinstellung.


Ich bin davon überzeugt, dass all das Lesen, Diskutieren, Ausprobieren und Üben erheblich dazu beigetragen haben, dass ich mich heute wohler in meiner Haut fühle.
Geistiges Wachstum ist ein starker Glückstreiber!
(Patrick Hundt)


Der zweite im Bunde ist der Autor von "101places". Seine Retrospektive 2014 *Klick auf den Banner* zu lesen war mir ein inneres Blumenpflücken. Meine Mentalität ist seiner ähnlich. Ich finde mich beim Lesen seiner ehrlichen und authentischen Beiträge irgendwie wieder und gleichzeitig sehe ich, wo in meinem Leben gerade Baustellen herrschen.
Gestern habe ich mir sein Buch "Kopfsache" bestellt. In den letzten Jahren bin ich mit meinem ruhigen Wesen immer mehr ins Reine gekommen. Doch vor ein paar Tagen fühlte ich mich mal wieder in meinem Sein angegriffen. Unsere Gesellschaft ist auf Extroversion ausgerichtet. Da ist es manchmal schwer, sich auch als Introvertierter vollends wohlzufühlen, zumal man sich gern mal unverstanden fühlt.


Ein Projekt bei dem ich besonders viel lerne, ist im Endeffekt ein Projekt, was mich immer wieder aus meiner Komfortzone rausbringt.
(Ben von Anti-Uni)



Seinen Blog habe ich erst vor ein paar Tagen entdeckt. Thematisch trifft er bei mir nicht ins Schwarze, denn ich habe mich nach dem Abitur bewusst gegen ein Studium entschieden und arbeite nun Vollzeit in einem Beruf, der mir bis auf ein paar einzelne Aspekte gut gefällt.
Letztendlich bin ich damit aber auch einen sehr gesellschaftskonformen Weg gegangen.
Sein Blog befasst sich damit, seine Potenziale zu erkennen, besser auszuleben und sich von den Erwartungen der Gesellschaft und denen der Eltern loszulösen. Ich finde seine Entscheidung mutig und finde es spannend welche Möglichkeiten der Bildung man heute auch dank des Internets hat.
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