Heute möchte ich nur kurz ein ausdruckstarkes Video mit euch teilen. Tänzerisch und technisch mega umgesetzt und es nimmt mich emotional voll mit...
Ich möchte nicht viele Worte verlieren, seht es euch an und lasst es auf euch wirken.



Hier habe ich schonmal über Tanz geschrieben.
Schöne Restwoche euch!
Hallo ihr Lieben,

Biggi und Florian von Phototravellers haben eine neue Blogparade zum Thema Sehenswürdigkeiten in Deutschland gestartet.
Sehenswürdigkeiten im Sinne von einzelnen Gebäuden oder ähnlichem interessieren mich auf Reisen ja eher weniger. Mir sind Landschaftspanoramen, exotische Flora und Fauna, kulturelle und kulinarische Unterschiede wichtiger, als mich mitsamt vielen anderen, mit Kameras bewaffneten Touris vor ein Bauwerk zu stellen.
Der Begriff lässt aber viel Spielraum. Auch ein Stadtviertel, ein Park oder See kann sehenswert sein und da fallen mir ein paar schöne Orte in Deutschland ein.

Hier also meine persönlichen Top Sehenswürdigkeiten:


Über Berlin habe ich schön des öfteren geschrieben, in meiner "Ode an Berlin" zum Beispiel. Mein Lieblingsort ist der Treptower Park mit der Insel der Jugend, der Abteibrücke, die auf jene Insel führt, der Möglichkeit verschiedene Wasserfahrzeuge zu leihen und einen Teil der Spree unsicher zu machen und dem Sowjetischen Ehrenmal.
Das alte Riesenrad des Spreeparks Plänterwald schaut über den Baumwipfeln hervor und es bleibt abzuwarten, ob und was sich auf dem Gelände tut. Vor ein paar Jahren war ich mit meiner Schwester dort. Wir sind eine Runde mit der Parkbahn gefahren und konnten Einblicke in diesen verlorenen Ort erhaschen. Momentan ist das Gelände komplett geschlossen. Aber ich habe im Netz einen Artikel gefunden, der hoffen lässt, dass das Gelände ein Stück weit wieder belebt wird....



Eine ganze Stadt im mittelalterlichen Flair. Ich weiß nicht so recht, was ich jetzt schreiben soll. Wenn ihr in der Nähe seid, einen Abstecher machen und selbst anschauen.
Wir haben Rothenburg im Zuge unseres Frankreich Roadtrips spontan besucht. Außerhalb der Mauern gibt es einfache Stellplätze für Wohnmobile mit Münz-Stromsäulen. Wir lernten ein slowenisches Pärchen kennen und ließen den Abend nach einem Stadtbummel mit "etwas" Alkohol ausklingen. War auch mal schön, wieder etwas englisch zu sprechen, auch wenn ich ziemlich eingerostet in dieser Sprache bin...
Einen Touri-Tipp den ich euch noch geben kann, ist die Nachtwächterwanderung. Es war wirklich amüsant! Für die Eckdaten schaut auf der Homepage des Nachtwächters vorbei.



in alten Gemäuern



Mein Besuch dieses schönen Parks liegt schon einige Jahre zurück. Ich glaube es war mein erster Ausflug, den ich so ganz allein gemacht habe. Die Woche zuvor habe ich bei einer Freundin in Marburg verbracht. Auf dem Rückweg per Bahn habe ich in Kassel- Wilhelmshöhe Halt gemacht, mein Gepäck in ein Schließfach verstaut und bin einfach losgelaufen. Vom Bahnhof kommt man bequem zu Fuß in den Park und kann sich auch nicht verlaufen, da man vom Bahnhof direkt auf den Park blicken kann.
Ich habe gerade gesehen, dass dieser Park 2013 in die Liste der UNESCO-Welterbestätten in Deutschland aufgenommen wurde. Nur zu Recht meiner Meinung. Es ist der größte Bergpark in Europa und kann als Gesamtkunstwerk betrachtet werden. Ich habe etwa 5 Stunden in diesem Park verbracht und in dieser Zeit habe ich nicht etwa irgendwo rumgelegen, sondern bin den größten Teil abgelaufen und habe viele Höhenmeter überwunden.
Zu den Wasserspielen würde ich ihn auch noch ein zweites Mal besuchen wollen.

Die Löwenburg

Kekspause an einem kleinen See weiter oben im Park

eine märchenhaft schöne Brücke

So, nun fällt mir gerade auf, dass ich mal wieder gegen die Regeln verstoßen und mich nicht für eine Sehenswürdigkeit entschieden habe. Ich hoffe ich werde nicht disqualifiziert und ernenne "fürs Protokoll" den Treptower Park zu meinem Favorit.

Welches sind eure Lieblingsorte in Deutschland? Macht bei der Parade mit oder schreibt mir einen Kommentar.

Hallo ihr Lieben,

seit ein paar Wochen sammelt Michael von Erkunde die Welt wieder die schönsten Fotos anderer Blogger in 7 Kategorien und die Geschichten hinter den Bildern. Da mir die letzte Parade schon viel Spaß gemacht hat, nehme ich das als Anlass, mal wieder was von mir hören zu lassen.

Ja, hier kam schon recht lange nichts und inzwischen haben sich Fotos und Berichte zweier Reisen angesammelt, die in der nächsten Zeit so langsam hier zu sehen sein werden. So wie das Bloggen, habe ich auch das Fotografieren sehr vernachlässigt. Andere Dinge waren mir in den letzten Monaten einfach wichtiger.


Aber sieht so jemand aus, der keinen Bock mehr auf's Fotografieren hat? ;)
Dieses Foto hat R. von mir in Bischofshofen gemacht. Das Stativ lag weit weg im Transporter, ein Taschentuchpäckchen machte eine Langzeitbelichtung möglich. Auf Reisen reizt mich das Bilder machen nach wie vor und so sind diesmal alle Fotos auf unserem Roadtrip durch die Alpen und Venedig entstanden.

Also los geht's:

Bunt

 

In den Alpen und Slowenien waren wir verwöhnt von Ruhe und viel Grün. Dann kam Venedig - es wurde bunt und wuselig. Auf den Hauptwegen schoben sich die Touristen vorwärts. Da schaute ich gern mal nach oben --- da war's auch bunt!

Schwarz-Weiß


 In der zweiten Woche waren ein paar entspannte Tage am Gardasee geplant. Die Wettervorhersage sah aber schauderlich aus. Von den Bergen bei Tenno aus konnten wir einen kurzen Blick auf den nördlichen Teil des Gardasees werfen. Er lag komplett in tiefen Regenwolken. Einen Tag wollten wir dem Wetter geben und schliefen bei Tenno. Am nächsten Tag das gleiche Bild. Wir entschieden uns reichlich und fast schon fürstlich in einem Restaurant in Tenno zu speisen. Die Kellnerin war so lieb und lieh uns einen Regenschirm. So konnten wir einen Verdauungsspaziergang um den schönen Tennosee machen, bei dem dieses Bild von einem Angler entstanden ist.

Tierisch


Auf dem Vintgar-Klamm in Slowenien hatte ich es auf diesen Käfer abgesehen. Bei einer Blende von 1,7 war es sehr schwierig dieses krabbelnde Tierchen in dem geringen Schärfenbereich zu fokussieren. Die Zeit habe ich völlig vergessen. Zahlreiche Menschen gingen an mir vorbei und R. hat sich sicherlich schon gelangweilt. Ich habe es aber geschafft und bin so froh, dass mit meinem Pancake Immerdrauf auch solche Bilder möglich sind.

Licht


Auf dem Großglockner- Hochalpenpass lag Ende Mai noch reichlich Schnee. Am Vortag tobte laut Restaurantbesitzer noch ein Schneesturm, Schneeketten waren nötig. Kaum vorstellbar, denn nun schien erbarmungslos die Sonne.
In Echt war dieser Anblick noch spektakulärer.

Fahrzeug


Hier könnte ich euch eine pinke Limousine oder die Fahrzeuge Venedigs zeigen, aber der Held unseres Roadtrips war R.'s Transporter. Es war die erste Reise mit ihm und er ist auch noch nicht fertig ausgebaut, aber er hat sich gut gemacht.
Ich bin da noch am Schlafen....

Natur


Auf unserem Roadtrip haben wir einige Wasserfälle gesehen. Der Jungfernsprung bei Heiligenblut war einer davon. Die kurze Wanderung war nicht geplant. Ich sah den Wasserfall von der Straße aus - klar, dass wir hielten.
Von den zahlreichen Fotos hat mir dieses düstere aus einer etwas anderen Perspektive am besten gefallen.

 

Zusatz: Panorama


Wer meine Reiseberichte verfolgt oder meine Art zu fotografieren kennt, weiß, dass ich sehr gern Panoramas mache, wenn es das Motiv hergibt. Meine Kamera hat keine Panoramafunktion, sondern ich mache einzelne Fotos und stitche sie im Nachhinein, was mir unglaublich Spaß macht.
Auf unserem Roadtrip habe ich allerdings fast keine Panoramen geschossen...warum? Keine Ahnung. Am Tennosee hat sich das aber regelrecht aufgedrängt. 

Erfreuliche Begegnung


Dieses Kerlchen darf nicht fehlen. Bevor wir unsere Reise antraten, hatte uns ein Kollege von R. von Murmeltieren am Großglockner erzählt und dass mir das wohl gefallen wird. Mit großen Augen und einem Lächeln dachte ich "Klar, aber das Glück werde ich doch bestimmt nicht haben"
Aber ich hatte das Glück. Einige Minuten kauerte ich vor einem Bau und immer wieder kam das Murmeltier raus. Etwas weiter weg, war noch ein zweites. Dieses Bild ist mit einem leichten Weitwinkel entstanden. Also nix Tele, es war direkt vor mir in freier Wildbahn:D

 

Und zu guter Letzt: mein absolutes Lieblingsbild


Mit diesem Foto möchte ich den Bogen zum ersten Bild mit mir auf dem Stein schlagen. Diese Langzeitbelichtung ist ohne Stativ, nur mit Hilfe eines Taschentuchpäckchens entstanden. Stolz bin ich darauf, weil es erst der zweite Versuch mit meinem Graufilter war. Das erste Mal habe ich ihn letztes Jahr auf den Lofoten genutzt.



Zu guter Letzt möchte ich mich bei Michael für diese Fotoparade bedanken. Es hat wieder viel Spaß gemacht! :)
Schaut vorbei. Es sind schon viele tolle Beiträge dabei!


Heute möchte ich wieder einen Beitrag zur Blogger- Aktion A New Life leisten.

Gesunde Ernährung, spezielle Ernährungsformen oder Veganismus waren in meiner Welt nicht existent bis eine Freundin Vegetarierin wurde. Das hat mich nicht weiter angehoben. Doch einige Zeit später wurde sie vegan und ich dachte nur: "Oh, eine von den ganz Verrückten" (S. falls du das liest, nicht böse gemeint;-)
Gleichzeitig war ich über meine Gedanken etwas enttäuscht, denn ich bin sehr tolerant und offen für andere Sichtweisen und Gewohnheiten. Beim Thema Veganismus fielen mir auch nur die üblichen unqualifizierten Sprüche à la: "Wo bekommst du denn dein Eiweiß her" ein.

Etwas später habe ich entschieden, mich wieder in einem Fitnessstudio anzumelden. Meine Nachbarin, mit der ich gemeinsam gestartet habe, hat sich auch gleich bei einem Ernährungskurs angemeldet und hat mir ab und an von ihrer Ernährungsumstellung erzählt.

Das beides hat mich dazu veranlasst, mich mit Ernährung auseinander zu setzen, im Hinblick auf Veganismus auch etwas mit Massentierhaltung.
In dieser Zeit kam der Trend zu Grünen Smoothies auf, die aus der Rohkost-Ecke kommen. Dieser Hype hat mich neugierig gemacht und ich habe mir gleich einen preiswerten Hochleistungsmixer gekauft. Anfangs habe ich lange Kulturgrün wie Spinat, verschiedene Blattsalate, Möhren - und Kohlrabigrün genutzt, später habe ich das ganze auch mit Löwenzahnblättern gespickt. Da Löwenzahn allerdings sehr bitter schmeckt, bin ich neugierig geworden, was ich noch alles nutzen kann und habe mich bei einer Heilpraktikerin zur Kräuterwanderung angemeldet.

Die Kräuterwanderung

Ich war im März dabei. Da ist das Wildgrün noch recht klein und spärlich. Wir haben Taubnessel, Scharbockskraut, Giersch, Vogelmiere, Brennnessel, Sauerampfer, Gundelrebe, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Löwenzahn und Bärlauch bestimmen gelernt und im Wildgarten der Praxis gesammelt. Es war also keine Wanderung in dem Sinne, denn in der Stadt ist es schwierig geeignete Sammelstellen zu finden. Das besondere an diesem Abend war, dass wir nach der Kräuterkunde auch gleich alles Grün in zwei Gründonnerstagssuppen verkocht haben. Einen Salat und Brot mit veganer Kräuterbutter gab es auch noch dazu. In geselliger Runde wurde gespeist und ich fand es wirklich lecker, wenn auch ungewohnt. Vielleicht nehme ich dieses Jahr noch an einer weiteren Wanderung teil, denn die Kräutersammelzeiten ändern sich im Verlauf des Jahres.

Wie nutze ich das im Alltag

Da die Kräuterhexe in mir nicht so groß ist, verwende ich das Wildgrün bisher nur für meine Smoothies. Für Kräuter trocknen, Tees oder Tinkturen herstellen fehlt mir die Lust und das Wissen.


Hier seht ihr meine derzeitige Sammelwiese zwischen Elberadweg und Elbe keine 5 Gehminuten von unserer Wohnung entfernt.


Da vor 2 Wochen Kühe 2 Tage auf der Wiese geweidet haben, sind die Kräuter die ich sicher bestimmen kann, abgefressen oder zertrampelt worden - restlos^^
Ich finde es toll, dass sich die Bauern hier noch Mühe machen die Kühe auf die Wiese zu bringen, obwohl es viel kostengünstiger wäre, sie im engen Stall zu lassen. Die Vogelmiere, die hier teppichartig am Baum wächst, haben sie mir gelassen und der Löwenzahn wächst auch wieder gut.


Als Beispiel zeige ich euch zwei Merkmale der Vogelmiere. Zum einen hat sie einen feinen Härchensaum an einer Seite des Stiels. Also quasi einen Irokesen:) (oben)
Außerdem hat sie im Stiel einen sogenannten Hühner- oder Mäusedarm, der sichtbar wird, wenn man den Stiel auseinander zieht.


Das gesammelte Grün wasche ich gründlich in einer Salatschleuder. Diese Menge nutze ich für ein Getränk. Der Einfachheit halber mixe ich meist immer mit einer Banane und einem Apfel.




Warum das Ganze?

Mal davon abgesehen, dass Wildgrün im Gegensatz zu Kulturgrün das vielfache an Vitaminen und Mineralien enthält, ist es ein schönes Gefühl zu wissen wie man das, was in der Natur wild wächst, für sich nutzen kann. Wenn das Wetter früh morgens schön ist, zieht es mich nach draußen an die Elbwiese zum Sammeln und manchmal besteht dann mein erstes Frühstück aus einem reichlichen halben Liter Grünen Smoothie.

Tipps zum Nachmachen

  • Fangt nicht gleich mit Wildgrün an. Gewöhnt eure Geschmacksnerven erstmal an den grünen Geschmack mit Kulturgrün, wie z.B. Feldsalat, Blattspinat. Wechselt dabei das Grün alle paar Tage aus.
  • Sammelt nur Pflanzen, die ihr eindeutig bestimmen könnt! Ich empfehle euch bei einer Kräuterwanderung  mitzumachen. Bestimmungsbücher können euch zusätzlich helfen. Manches Wildgrün sollte nur zur bestimmten Zeit verzehrt werden z.B. das Scharbockskraut nur vor der Blüte. Auch so etwas solltet ihr beachten.
  • Sammelt nicht an vielbefahrenen Straßen, Feldrändern und Stadtparks in denen viele Hunde laufen.
  • Pflückt nicht ein ganzen Pflanzenfeld leer und reißt nicht die ganze Wurzel mit aus, damit die Pflanze wieder wachsen kann
  • weitere Tipps findet ihr z.B. hier.


Zu dem was ich anfangs geschrieben habe: Ich bin nun keine Veganerin und ernähre mich nicht nach einer bestimmten Form, wie high carb oder ähnliches. Ich möchte mir keine Lebensmittel verbieten oder eine "Wissenschaft" daraus machen, sondern meinen Körper möglichst gut mit den Nährstoffen versorgen, die er braucht. Meine Ernährung hat sich dadurch in ein paar Punkten verändert. Weniger tierische Produkte ist ein Teil davon. Hinterfragt eure Ernährung, informiert und belest euch und setzt das um, was sich für euch gut anfühlt.

Hallo ihr Lieben,

der April hat sich hier wettertechnisch freundlich verabschiedet und ich habe das genutzt und etwas Sonne getankt. Morgen ist 1. Mai und ich freue mich sehr! "Alles neu macht der Mai" heißt es ja so schön und ich hoffe auf mehr angenehm warme Tage. Der April war ja recht durchwachsen...

Mit ein paar bildlichen Impressionen, die ich letztes Jahr auf den Lofoten eingefangen habe, möchte ich mich vom April verabschieden. In der nächsten Zeit wird es hier noch einiges mehr von meiner Reise zu sehen und lesen geben. Alle Interessierten nördlicher Regionen dürfen gespannt bleiben:)


Nebelwände über uns, neben uns, um uns...



vom Meer über die Berge ziehende Wolken...


stille und düstere Abendstimmungen...



aber auch Sonne satt...





Hallo ihr Lieben,

da dies ein Ort ist, wo ich meine Erlebnisse und Erfahrungen mit euch teilen  möchte, spreche ich heute mal ein anderes Thema an. Eines über welches leider nicht oft offen geredet wird, obwohl es das Natürlichste für die Hälfte der Bevölkerung ist - die Monatsblutung. Im Entfernteren hat es auch mit dem Reisen zu tun, denn wer kennt das nicht: Irgendwie fallen die "kritischen" Tage immer auch in die Reisezeit...

Im Spezielleren möchte ich euch eine Tamponalternative vorstellen, die zwar in den letzten Jahren durch diverse Blogs und YouTuber schon an Bekanntheit zugenommen hat, aber noch zu viele haben noch nie etwas davon gehört. Da sich mit Wegwerfprodukten weit mehr Geld erzielen lässt, wird diese "Methode" wohl auch nicht in der Werbung zu sehen sein, aber ich denke, jede Frau sollte davon wissen, um dann selbst zu entscheiden, welche Produkte man weiterhin als Monatshygiene nutzen möchte. Ich spreche von Menstruationstassen.


Wie bin ich darauf aufmerksam geworden?

Auf dem Reiseblog von Carina "Pink Compass" habe ich das erste Mal davon erfahren. Ich muss auch immer schmunzeln, wenn ich die zahlreichen Kommentare unter einem Frauenhygienepost  sehe. Als wenn viele froh sind, dass der Bann gebrochen ist und sich auch öffnetlich darüber ausgetauscht wird.

Was ist das?

Ja, ich glaube diese Frage muss zum eindeutigen Verständnis auch geklärt werden. Menstruationstassen sind elastische, faltbare Becher, die während der Regelblutung in der Scheide getragen werden wie ein Tampon, das Blut aber nicht aufsaugen sondern sicher auffangen. Sie können problemlos gereinigt und ausgekocht werden und können mehrere Jahre verwendet werden.

Warum habe ich mich für einen Kauf entschieden?

Schon in meiner MTA Ausbildung bin ich verstärkter zum Thema Toxisches Schock Syndrom, welches bei Tampongebrauch auftreten kann, informiert worden. Für mich war das keine große Sache. Ich hatte zu der Zeit schon lange Tampons genutzt und soweit war alles paletti. Allerdings empfand ich den Gebrauch von Tampons immer ein bisschen unhygienisch - dieses vollgesogene Stück Zellstoff, was zusammen mit der Körpertemperatur einen guten Boden für Bakterienwachstum darstellt - naja.
Als ich von Menstruationstassen erfuhr, war natürlich meine Aufmerksamkeit geweckt. Bis zum Kauf verging bestimmt nochmal knapp ein halbes Jahr, weil ich diese "Dinger" und den Gedanken sie zu benutzen schon etwas merkwürdig fand.

Anwendung:

Falten - Einsetzen - Entfalten lassen, damit ein leichter Unterdruck entsteht -> dicht - Vergessen - Unterdruck entweichen lassen durch leichtes Drücken gegen die Becherwand - Blut ins Klo entleeren - säubern (erst kaltes Wasser, damit Blut nicht gerinnt und Becher verfärbt, dann warmes Wasser, optional eine leichte Reinigungslösung (nutze ich nicht) - wieder einsetzen.
Nach der Regel Cup auskochen und im mitgelieferten Beutelchen lagern.
Eventuell den Stil kürzen oder ganz abschneiden, da er mitunter beim Sitzen spürbar ist. Auch ohne lässt sich der Cup entfernen.

Die Vorteile: 

  • ökologisch, weil man den Cup mehrere Jahre benutzen kann, dadurch
  • preissparend
  • hygienischer, da der Becher aus medizinischen Silikon ist und somit kein Boden für Bakterienwachstum bietet. Außerdem trocknet es die Scheide auch bei leichter Blutung nicht aus. Das natürliche Milieu bleibt bestehen und das Risiko für Pilzinfektionen ist somit geringer.
  • längere Tragezeit aufgrund des höheren Fassungsvermögens (bis 12h)
  • kein lästiges Bändchen auf das man pinkelt
  • somit sind auch Saunabesuche "unbemerkt" möglich
  • weniger Gepäck auf Reisen, kein Herumtragen von Ersatztampons 

eventuelle Probleme:

  • Handhabung: das ist Übungssache. Manche Frauen haben das Glück, sich für die perfekte Tasse (dazu unten mehr) entschieden zu haben und kommen auf Anhieb gut klar. Bei mir hat es ein paar Zyklen gedauert. Mein DivaCup lag auch erstmal ein paar Monate im Schrank, weil ich warten wollte, bis die stärksten Tage auf ein Wochenende fallen, damit ich mich zu Hause in Ruhe damit auseinandersetzen konnte.
  • Leeren auf öffentlichen Toiletten: das ist tatsächlich das einzige "Problem", welches ich in der Benutzung sehe. Viele Frauen nehmen zum Säubern des Cups eine Wasserflasche oder feuchte Tücher mit in die Toilettenkabine. In zwei Jahren Nutzung bin ich allerdings noch nicht in diese Situation gekommen, da ich a) auf Arbeit das Glück habe, dass das Waschbecken mit im abschließbaren Bereich ist und ich b) nur am stärksten Tag meiner Regel am Tag ein zusätzliches Mal leeren muss. Bei schwacher bis normaler Blutung reicht es, morgens und abends zu Leeren, also ca. alle 12h.

 Den Richtigen finden

Es gibt zahlreiche Hersteller dieser Cups. Unterschiede sind in Festigkeit, Größen, Material und Farben auszumachen. Ich habe schon mehrfach von Frauen gelesen, die einen Cup gekauft haben, mit dem sie nicht klar kommen. Aus Frust Geld umsonst investiert zu haben, geben sie die Sache mitunter auf, was eigentlich schade ist. Es kann also sinnvoll sein, sich im Vorfeld auf den Herstellerseiten zu informieren und Rezensionen, z.B. auf Amazon zu lesen.

Warum DivaCup? Ich wollte einen Cup aus medizinischen Silikon und die Erfahrungsberichte haben mich damals überzeugt. Ich habe leider keinen Vergleich zu anderen Tassen, aber ich empfinde sie als angenehm fest, somit entfaltet sie sich sehr gut.

Ebenfalls aus medizinischen Silikon ist die Lunette. Ich habe sehr viel Gutes über diese Tasse gehört und in zwei drei Jahren, wenn mein DivaCup durch Verfärbung nicht mehr so ansehnlich aussieht, werde ich wohl die Lunette ausprobieren. Ich war auch so mutig, Lunette zwecks einer Kooperationsanfrage anzuschreiben, damit ich hier einen Vergleich machen kann, aber leider ist meine Reichweite zu gering. Trotzdem möchte ich euch auf ein informatives Video aufmerksam machen, in dem so ziemlich alle Fragen rund um die Tasse beantwortet werden.

Ein weiterer Hersteller ist MeLuna. Diese Tassen bestehen aus TPE-Plastik. Während es die oben genannten in zwei Größen gibt, gibt es die MeLuna in 8 Größen, auch extra kurze für kurze Vaginas. Zudem ist die MeLuna mit ca. 16 € sehr preisgünstig. Allerdings habe ich schon oft gelesen, dass sie recht weich ist und vergleichsweise nicht so sicher sitzt und auch nicht so zuverlässig aufploppt.

Mir fällt noch der MoonCup ein, über den ich mich aber nicht weiter informiert habe.


Abschließend kann ich sagen, dass ich sehr glücklich bin, diese Alternative entdeckt zu haben. Meine restlichen Tampons werde ich nun wirklich mal verschenken, weil ich sie nicht mehr brauche. Mit dem DivaCup fühle ich mich einfach wohler.
Mit diesem Post möchte ich an der Aktion von Rostrose "A New Life" teilnehmen.


Hast du schonmal von dieser Tamponalternative gehört?
Oder nutzt du vielleicht selbst einen?


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