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Bevor es wirklich winterlich wird, konnten wir nochmal wunderschöne Herbsttage genießen. Einen davon nutzen wir für einen Spaziergang im Elbsandsteingebirge. Zum ersten Mal war Emma dabei - die Australian Shepherd-Hündin meiner Freundin.
Ich witterte tierische Portraits und schraubte mein Makro-Objektiv auf meine Kamera.
Da Emma noch ein Welpe ist, entschieden wir uns für eine etwas kürzere Wanderung um das Massiv der Bärensteine.
Es sei noch gesagt, dass ich Hunde besonders gern fotografiere. Es ist durchaus eine Herrausforderung, da man Tiere nicht wie ein Model instruieren kann. Aber das ist gerade das Reizvolle - sich auf den Hund einstellen und gute Situationen abpassen. Über's Hundeshooten habe ich hier ja schonmal ausführlich geschrieben.









Auf meiner Löffelliste gibt es den Punkt "Das Klettern am Fels erlernen". Ende Frühling hatte ich meinen DAV- Kletterschein in den Händen, der mich dazu berechtigt, in der Halle mit meiner Kletterpartnerin zu klettern und zu sichern (hier habe ich darüber berichtet). Joar, nun waren wir seitdem ein mal in der Halle klettern... Dazu muss ich aber sagen, dass es im Sommer wenig reizvoll ist, in so einer Halle zu sein. Wir haben den Traum nicht aufgegeben; er schlug nur eine etwas andere Richtung ein.

So waren wir ein paar mal in der Sächsischen Schweiz und gingen Klettersteige.
Neben unserem Klettergurt kauften wir ein Klettersteigset und los ging es. Während die Sächsische Schweiz ein Eldorado für Sportkletterer ist, gibt es leider nur wenige Steige, was sicherlich der Beschaffenheit des Elbsandsteins geschuldet ist und der Tatsache, dass es ein Naturschutzgebiet ist (für Sportkletterer gibt es beispielsweise strenge Regeln, wie das Verbot Magnesia zu nutzen).
Aber es macht auf jeden Fall Lust auf mehr.



Das schöne an Klettersteigen ist, dass man ohne viel Ausrüstung los machen kann. Natürlich muss man wissen, wie so ein Klettersteigset richtig gehandhabt wird. Man sollte sich nicht überschätzen und sich im Vorfeld erkundigen welches Schwierigkeitsprofil der jeweilige Klettersteig hat. Trekking-Schuhe und ein Helm gegen Steinschlag sollten auch mit am Start sein. Auf den Helm haben wir fürs Erste ganz blauäugig verzichtet...*hüst*
Ansonsten kann man sagen, dass so ein Klettersteig Outdoorbegeisterten die Senkrechte eröffnet, ohne sich im Extremsportbereich zu bewegen und vorher lange die verschiedensten Sicherungstechniken erlernen zu müssen. Für Adrenalin wird dennoch gesorgt und die Aussicht ist wie immer der Lohn der Anstrengung;)



Diese Bilder stammen von der Kombi Zwillingsstiege/obere Häntzschelstiege im Sommer.
Im Herbst wanderten wir von Schmilka auf raschelndem Laub zur Rübezahlstiege. Am Einstieg zwang uns eine Warteschlange zur Geduld - es war wirklich ein grandioser Herbsttag, das nutzten wohl viele. Diese Stiege ist sehr kurz und kann ohne Sicherung erklettert werden. Ganz leicht ist sie nicht, aber ein sinnvoller Einsatz von Klettersteigset ist kaum möglich. Highlight war das dunkle Loch, durch das die Rucksäcke aller Wanderer durchgereicht wurden, um nicht darin stecken zu bleiben. Ich habe fast nichts mehr gesehen, ging auf Tuchfühlung mit dem trockenen Fels, robbte auf dem Bauch nach oben und drehte mich wenig elegant nach draußen. Egal, hat wohl keiner gesehen bei dem miesen Lichteinfall.

In den Alpen gibt es sehr viele Klettersteige die wesentlich länger und spektakulärer sind als im Elbsandsteingebirge. Mal sehen, wann Zeit ist, dorthin zu fahren. Von Dresden ist es ja doch ein ganzes Stück und urlaubstechnisch stehen nächstes Jahr schon die Azoren und Südskandinavien auf dem Plan:)

Wenn ihr mehr über die Thematik erfahren möchtet, kann ich euch diese beiden Videos empfehlen:

Impressionen
Kaufberatung & Sicherungstechnik

Für unsere Wanderungen in der Sächsischen Schweiz nutzten wir bisher diese Seite. Die Beschreibungen sind sehr ausführlich. Auch wenn wir lange suchen mussten, bis wir die Rübezahlstiege fanden, kann ich diese Seite weiterempfehlen.


 
"Lieblingsplätze"
Das heutige Thema auf Nics Blog hat mich zum Nachdenken angeregt. Ich wohne nun schon fast ein Jahr hier in Sachsen, fühle mich wohl, aber mir fällt kein Lieblingsplatz in dem Sinne ein. Wenn ich einen Garten hätte, wäre es wohl dieser. 
Und jetzt kommt`s: In Berlin - der Stadt, der ein gewisses hässliches Image anlastet (ihr wisst was ich meine: laut, schmutzig...) - wüsste ich gleich mehrere solcher Plätze...
Was läuft da falsch?
Wahrscheinlich ist es einfach die Tatsache, dass man Dinge, die einen ständig umgeben, anders wahrnimmt; sie als selbstverständlich hinnimmt und manchmal die Schönheit im Alltäglichen übersieht.

Es gibt aber ein Ort, den ich sogar schon als Kind liebte: die Felsen im Elbsandsteingebirge:)


In diesem Sinne wünsche ich euch noch viele erholsame Stunden an euren Lieblingsplätzen.

Melly

Nein, heute bekommt ihr keinen ultimativen Küchentip mit auf den Weg, sondern ich berichte über mein, sagen wir mal thematisch einschlägiges Wochenende.


Am Samstag hatte ich die ersten 2,5 h Grundkurs im XXL Dresden. Das ist die größte Kletterhalle Sachsens. Peggy, eine "Exkollegin", schrieb mich im Facebook an ob ich nicht Lust auf Klettern hätte. Sie suche eine Kletterpartnerin.
Im ersten Moment war ich wieder erstaunt, was das Leben für Wege geht, da wir nie darüber geredet haben und es ja schon ein Zufall ist, dass wir beide Bock darauf haben und sie mich fragt.
Seit Kindheit träume ich davon zu Klettern. Ich war mit meiner Family oft in der Sächsischen Schweiz wandern und freute mich wie Bolle wenn Bergsteiger neben uns einen Felsen erklommen und ich zuschauen konnte. Vor reichlich einem Jahr war ich zwei mal an der Wand im Vital Senftenberg klettern. Gesichert wurde ich von den Mitgliedern des "Sedlitzer Bergfreunde e.V." und war auch kurz davor dem Verein beizutreten. Doch deren Trainingszeiten, die Kurse, die ich im Vital besuchte und meine Ausbildung passten schlecht überein und dann hatte ich ja eh vor nach der Ausbildung nach Sachsen zu ziehen... also Traum fallen gelassen und in die Abschlussprüfungen gestürzt. Als ich nach Gauernitz zog, wusste ich zwar von der Halle; hätte mir aber nen Kletterpartner suchen müssen, zudem ist die Halle weit entfernt. Also hab ich mir mit innerer Gelassenheit gesagt: wenn es sein soll, dann komm ich irgendwann im Leben zum Klettern. Und siehe da:)
Vielleicht ist es manchmal wirklich am "Wirksamsten" wenn man Wünschen und Zielen nicht zu verkrampft hinterher rennt. Ich bin zwar noch weit entfernt Felsen zu bezwingen, aber der Anfang ist getan.

Wir begaben uns also in die Welt von Halbmastwurf-Sicherung, Achterknoten und Sackstich, lernten die Grundausrüstung kennen, kletterten und sicherten einander. Erstmal alles im Toprope (das heißt,  das Seil hängt schon von oben und man bindet sich nur ein). Unser Lehrer ist sehr nett und erklärt gut.

Mit Maggi meinen Klettersportler übrigens Magnesia für besseren Halt, um Fragen über den Posttitel gleich vorzubeugen;)

Und dann Sonntag schönes Wetter (nicht zu warm, nicht zu kalt), Gedanken noch beim Vortag; was bietet sich an? Wandern in der Sächsischen Schweiz. Außerdem warte ich schon lange darauf, meinen Freund den Pfaffenstein hochzujagen:-P
Er wollte natürlich den bequemen Aufstieg, aber ich trieb ihn das Nadelöhr hoch.
Hier die Bilder von unserem Tag.

Ca. 160° Panorama. Vor uns das Pfaffendorf, dahinter geradezu der Lilienstein und links die Festung Königstein.


Wenn man die Berge liebt, akzeptiert man auch, dass sie die Bedingungen stellen.
(Jean-Christophe Lafaille)


Die Barbarine
Der Sage nach ist die Barbarine eine versteinerte Jungfrau, das immerwährende Mahnmal eines Strafgerichts, nach welchem es geschehen seyn soll, daß eine Mutter ihre Tochter Sonntags habe heißen in die Kirche gehen, die Tochter aber sey währender Kirche auf den Pfaffstein in die Heydelbeere gegangen, und als sie die Mutter daselbst angetroffen, habe sie die Tochter im Zorn verwünschet, daß sie müsse auf der Stelle zum Stein werden; worauf solches augenblicklich also geschehen, und daher diese zum Stein gewordene Jungfer auf immer allhier stehe, und mit ihrem Steinbilde alle ungehorsame Kinder warne. Der Name Barbarine wurde vom Vornamen des Mädchens abgeleitet. (aus Wikipedia)



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