Es ist wieder BIWYFI-Zeit und zur Farbpalette Grün kann ich als geneigte Landschafts- und Natur Fotografin natürlich einen Beitrag leisten:)




Nichts besonderes, aber mir gefällt`s.
Kennt ihr das auch? Ihr entdeckt ein Objekt, das ihr ins rechte Licht rücken wollt: man nimmt die eigenartigsten Positionen ein, fokussiert, versucht es nochmal mit einer anderen Perspektive.... man vergisst alles um sich herum - ALLES... Besonders wenn ich im Nahbereich Bilder mache, geht es mir so und ich liebe das.
Lange habe ich überlegt, einen Travelguide für Irland zu schreiben.
Was sprach dagegen: Unser Roadtrip ist schon einige Jahre her und an der Organisation war ich weniger beteiligt als meine lieben Reisegefährtinnen. Ich denke aber immer wieder gern an diese Reise zurück und es ist eine schöne Möglichkeit für mich, die Erlebnisse auf der Reise aus den Tiefen meines Gedächtnisses zu holen und vielleicht kann ich damit dem ein oder anderen Anregungen und Reise-Tips geben.


Hier kommt ihr zu unserer Reiseroute und was wir die zwei Wochen so getrieben haben.

Planung

Am Anfang einer Reise steht immer die Frage, was es für eine Reise werden soll. Irland "eignet" sich besonders für Naturliebhaber, Familien, Landschaftsfotografen, Wanderfreudige, Ruhesuchende. Eine Rundreise bietet sich an; am besten mit Auto, um möglichst flexibel zu sein und die verschiedenen Facetten der Insel zu sehen. Ich war erstaunt, welch unterschiedliche Landschaften diese Insel zu bieten hat. Sie ist weit mehr als nur grün.
Oder soll es doch was besonderes sein? Für Pferdeliebhaber bietet sich ein Reiturlaub an. Die weitläufigen Strände bieten eine tolle Kulisse. Oder in einem Hausboot wohnen? In Irland braucht man dafür keinen Bootsführerschein.
Wie will man wohnen? Individueller Aktivurlaub auf Campingplätzen oder doch etwas mehr Komfort in B&Bs und Ferienhäusern? Entscheidet ihr euch fürs Campen, braucht ihr im Vorfeld nicht viel organisieren. Wir buchten nirgens vor (außer die Fähre natürlich) und es waren immer noch Stellplätze frei; auf dem einen Platz mehr, auf dem anderen weniger (wir waren Ende August dort). Ferienhäuser sind auch ne schöne Möglichkeit, vor allem, wenn man länger an einem Ort bleiben möchte. Plant man beispielsweise 3 Wochen in Irland, kann man sich 2-4 Regionen aussuchen und dort Ferienhäuser mieten. Es gibt zahlreiche Cottages in toller Lage.

Anreise

Natürlich kann man ganz klassisch einen Flug buchen und auf der Insel mit dem Mietwagen fahren. Durch den Umstand, dass wir zu jung für einen Mietwagen waren, mussten wir eine Alternative finden - Fähre. Und ich würde mich immer wieder dafür entscheiden. Warum?


  • Das eigene Auto, das gewohnte Fahrgefühl. Gerade wenn man etwas Sorge wegen des Linksverkehrs hat, kann es etwas Sicherheit geben in seinem eigenen Wagen zu sitzen.
  • Der Preis! Besonders wenn man als Familie oder in einer kleinen Gruppe unterwegs ist, kommt man meist um einiges preiswerter. Das Geld für einen Mietwagen fällt weg. Einzig der Sprit kommt zum Preis der Fähre dazu.
  • Entspannter Reisen. Seit letzten Jahres habe ich den Vergleich zum Fliegen und muss sagen, dass ich fliegen relativ stressig finde. Fahrt zum Flughafen, die Wartezeit bis es in den Flieger geht, warten am Gepäckband, Mietwagen abholen... Wir fuhren früh morgens los, besuchten Verwandte im Ruhrgebiet, brachen den nächsten Morgen nach Frankreich auf (durch Belgien im Dunkeln, beleuchtete Autobahnen - ein Erlebnis für sich^^), bis wir nachmittags den Hafen erreichten und die Nacht auf dem Meer in einer Kabine verbrachten. Am nächsten Morgen entließ uns die Fähre aus ihrem Bauch und wir konnten direkt losfahren.
  • Umweltfreundlicher
  • Unbegrenzt Gepäck, oder eben soviel, wie der eigene Kofferraum her gibt;)
  • Flexibilität: Wer sagt denn, dass man sich nur Irland anschaut? Wie wäre es mit einem Abstecher in die Bretagne oder eine Schleife drehen durch Schottland, Stadtbesichtigung Amsterdam oder London? Je nach Fährverbindung bieten sich Möglichkeiten, die Reise auszuweiten. Außerdem soll es möglich sein, Fähren umzubuchen, will man bespielsweise länger bleiben. Mit etwas Glück und Kulanz der Fährgesellschaft kann das sogar kostenlos sein. Damit hatten wir aber keine Erfahrung, habe es nur gelesen.
  • Kreuzfahrt-Feeling, zumindest ein bisschen. Die größeren Fähren sind gut ausgebaut. Auf der Oscar Wilde (Irish Ferries) gibt es beispielsweise Restautants, Cafe's, eine Piano Bar, Spielautomaten, Einkaufsmöglichkeiten... An die Kabinen darf man natürlich nicht so große Erwartungen haben.

Nachteile: Die längere Anreisezeit, aber für mich ist es eine schöne Art zu reisen und man kommt besser und "sanfter" in Urlaubsstimmung. Wer allerdings hauptsächlich in Dublin und Umgebung sein möchte und keinen Mietwagen braucht, für den eignet sich Flug natürlich besser.

Welche Verbindung soll es sein? Direktfähre von Frankreich oder doch über die Landbrücke Großbrittanien? Wer Probleme mit Seekrankheit hat, sollte nicht die Nachtfähre von Frankreich oder nach Schottland nehmen. Je nach Seegang kann es schon schaukeln. Ich konnte gut schlafen, aber es war doch sehr ungewohnt. Von wo aus man die Reise startet, ist auch von Bedeutung. Wer im Norden Deutschlands startet, wird wohl eher die Landbrücke vorziehen.
Hier mal eine Ansicht verschiedener Fährverbindungen:


Irland Fährverbindungen
StepMap Irland Fährverbindungen

Wer sich für die rote Strecke über Großbrittanien entscheidet und hauptsächlich in den schönen Südwesten Irlands möchte, sollte trotzdem die Verbindung nach Dublin in Erwägung ziehen. Wir haben uns für die dunkelblaue Fahrt nach Rosslare entschieden und muss sagen, das der Südosten vergleichsweise weniger sehenswert ist (mal abgesehen von den Wicklow Mountains). Von Dublin aus kommt man per Autobahn relativ fix in den Südwesten und fährt noch direkt an der "Rock of Cashel" vorbei, die auf unserer Rundreise leider keinen Platz gefunden hat.

Sehenswertes

Ok, jetzt wirds schwierig, denn ich fand fast alle Regionen sehenswert und vieles haben wir nicht gesehen, da man für zwei Wochen Prioriäten setzen muss. Ich habe mir im Vorfeld einen Katalog aus dem Reisebüro besorgt und geschaut, was mir da gefällt. Da dort auch Busrundreisen angeboten werden, kann man dort auch Anregungen für den eigenen Verlauf eines Roadtrips finden. Internet und Reiseführer sind natürlich auch hilfreich.
Wir drei haben zusammengetragen, was jeder gern sehen mag und haben dann grob unsere Reiseroute erstellt.

Killarney National Park kann ich nur wärmstens empfehlen. Am Campingplatz kann man sich Räder ausleihen und ihn auf eigene Faust erkunden - ein tagfüllendes Programm - mindestens. Der Muckross Lake lädt zum Baden ein. Ich als Berggämse habe es vorgezogen, den Felsen zu besteigen. Muckross House, Muckross Abbey und Torc Wasserfall sind weitere sehenswerte Ziele. Die Vegetation ist der Wahnsinn. So üppig hätte ich das von Irland nicht erwartet.




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Anschließend bietet sich die Rundfahrt auf dem "Ring of Kerry" an.

Burren  (irisch An Bhoireann „steiniger Ort“) Von der grünen Explosion in die karge Mondlandschaft. Hier habe ich mich nicht wirklich wie in Irland gefühlt. Überall Steine und doch soll es hier die größte Vielfalt an Flora geben, die sich hauptsächlich als Kräuter und Flechten zeigt.
Oliver Cromwell charakterisierte den Burren nach einem Kriegszug in das Gebiet so: „Kein Baum, an dem man einen Mann aufhängen, kein Tümpel, worin man ihn ersäufen, keine Erde, in der man ihn verscharren könnte.“ (Quelle: Wikipedia)
An der Küste liegen die viel besuchten Cliffs of Moher.

Connemara verbinde ich mit der schönen Bergbesteigung des Diamond Hill mit lohnender Aussicht auf die zerklüftete Küste auf der einen und der Kylemore Abbey auf der anderen Seite. Auch sonst ist die Region einen Halt wert!




Copyright Ele S.


Dublin, die Hauptstadt am Fluss Liffey, gehört einfach zu einer Irland- Reise dazu. Durch den Stadtteil Temple Bar sollte man unbedingt schlendern. Schon Nachmittags tönt Live-Musik aus dem ein oder anderen Pub. Der Besuch des Guinness Storehouse (ein modernes Museum über DAS irische Bier schlechthin) hat mir ebenfalls gut gefallen. Zum Ende hin bekommt man ein Pint Guinness über den Dächern Dublins kredenzt, so richtig mit Kleeblatt in der Schaumkrone. Da das im Eintrittspreis inklusive ist, nahm ich das gern mit, aber ein Pint auf fast leerem Magen ist schon grenzwertig...
Außerdem waren wir im National Museum of Ireland. Der Eintritt dort ist frei.

Was wir nicht gesehen haben, aber auch sehr schön sein soll, ist der Norden, wo man unter anderem den Giants Causeway bewundern kann. Manche, besonders Wanderer schwärmen von der Halbinsel Dingle und dem Dingle Way. Außerdem kann man mit etwas Glück den Delfin Fungi sehen.


Camping in Irland

Es reizt euch in Irland zu campen, ihr zögert aber wegen des Wetters und dem fehlenden Komfort? Hier möchte ich euch ein paar Hinweise und mutmachende Worte geben. Wir drei hatten alle noch nicht wirklich viel Campingerfahrung, was aber kein Problem war.

Zelt: Fragt einfach mal in der Verwandschaft oder Freundeskreis rum, falls ihr kein Zelt habt. Wenn ihr das erste Mal Campen wollt und nicht sicher seid, ob das auch für die Zukunft was ist, wär es schade, viel Geld für ein Zelt auszugeben. Wenn ihr viele Nächte drin schlafen wollt, sollte es nicht zu eng sein. Rucksäcke/ Reisetasche mit Klamotten und anderen Dingen müssen auch noch Platz drin finden. Baut es probehalber mal irgendwo auf, wenn ihr nicht genau wisst, in welchem Zustand es ist. Sicher ist sicher. Lieber ein paar Heringe mehr als zu wenig, denn manche Campingplätze liegen direkt an der Küste, wo es windig werden kann und Regen muss es auch stand halten. Wir hatten wahnsinnig Glück mit dem Wetter und hatten nur eine unruhige Nacht wegen Regen, aber das kann auch anders laufen.
Seid nicht zu knauserig, was die Isomatte angeht. Ich war stolz, so eine ultradünne, platzsparende dabei zu haben, schlief aber oft schlecht. Dafür sollte im Auto einfach Platz geschaffen werden. Ihr wollt ja nicht geräderter heim kommen, als ihr losgefahren seid;)


Ausstattung/ Versorgung: Alle Plätze waren mehr oder weniger gut ausgestattet. Es gab keinen, wo ich sagen würde: "Nee, da nie wieder hin" Wenn die Duschen mal nicht so toll waren, war die Lage dafür besonders schön. Apropos Duschen: auf den meisten Plätzen muss man dafür so genannte Tokens an der Rezeption kaufen, also Münzen, die man einwirft. Umso mehr genießt man die Dusche, wenn man nicht extra dafür bezahlen muss.
Auf den Campingplätzen gibt es einen Aufenthaltsraum, in dem es auch eine Küche gibt, um sich was warm zu machen. Praktisch für alle, die keinen extra Stromzugang am Zelt haben. Die Problematik mit dem Strom hat uns die ganze Reise über begleitet. Wir wussten, dass man einen Adapter braucht, um deutsche Stecker in irische Steckdosen zu bekommen. Was wir nicht bedacht haben ist, dass man einen speziellen "Stecker" braucht, um draußen Saft aus den Starkstrombuchsen zu bekommen. Dafür braucht man CEE-Stecker. Da, wo wir Strom am Zelt hatten, fragten wir beim Anmelden, ob sie solche Stecker verleihen. Manchmal hatten wir Glück und konnten so gegen Leihgebür und Pfand bequem im Zelt Handy und Kamera-Akku aufladen und mal was am Zelt warm machen.
Essen kauften wir in Supermärkten. Meist waren wir im TESCO. Die Preise waren unseren ähnlich, vielleicht etwas teurer.

Ausschilderung: Die Campingplätze waren meist gut ausgeschildert, was gut für uns war, da wir immer nur ungefähr wussten, wo der nächste Campingplatz ist. Allerdings mussten wir an der ein oder anderen Kreuzung etwas länger stehen und uns in dem Schilderwald zurechtfinden. Eine Karte oder Navi für einen Roadtrip durch Irland würde ich empfehlen.


Wenn ihr noch nicht sicher seid, die ganze Zeit zu campen und auf manche Dinge zu verzichten, bleibt immer noch die Möglichkeit, zwischendurch mal in einem gemütlichen B&B unterzukommen.
Mal 2 Wochen hintereinander im Zelt geschlafen zu haben, ist eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Die Begegnugen mit anderen Reisenden, das "mitten in der Natur zu sein" oder  sich einfach mal bewust machen, mit wie wenig man auskommen kann...

Allen, die nun Lust bekommen haben die Grüne Insel zu bereisen, möchte ich noch ein paar Links mit auf den Weg geben:

Übernachten wie wir, auf Campingplätzen? Hier eine empfehlenswerte Seite mit zahlreichen Infos über jeden Campingplatz.
Oder doch etwas mehr Komfort? Dann schaut mal hier rein.
Und Informationen rund um Irlandreisen allgemein findet ihr auf dieser Seite oder hier.
...dass der Februar den - für mich fürchterlichen - Januar abgelöst hat, dass ich mich wieder motivierter fühle. Das Wetter hat einen Teil dazu beigetragen. Wie schön war es, die ersten warmen Sonnenstrahlen zu genießen. Ich konnte die ersten Biker sehen - ein Zeichen, dass die "Outdoor-Saison" eröffnet ist... im Februar - wie geil:D Ich hoffe auf einen schönen Frühling!
Ich habe die Gunst eines Abends genutzt und bin an der Elbe dem Sonnenuntergang entgegen geskatet.
Einen anderen Nachmittag ging ich mit der Kamera in den völlig verwilderten Garten, für den wir uns letztes Jahr um diese Zeit sehr interessiert haben.


Wir wollten ihn herrichten, doch die Besitzverhältnisse sind ungeklärt. Offiziell gehört er einer Verstorbenen und die Angehörigen sind nicht ausfindig zu machen. Nachdem das Hochwasser ihn völlig bedeckte, waren wir froh, weder Mühe, noch Geld reingesteckt zu haben. Doch wie ich wieder da war, wurde ich traurig: Dieses Fleckchen Erde verwildert immer weiter, bis niemand mehr Lust hat, was draus zu machen...
Mal sehen, ob ich mir irgendwann den Traum vom eigenen Brombeerbusch erfüllen kann. Das klingt jetzt vielleicht witzig, aber wenn ich mal einen Garten haben sollte, muss da als erstes ein Brombeerbusch rein oder zwei oder drei.... ich liebe diese Beeren:)




Mehr Februar- Dankbarkeiten gibt es auf Nics Blog.
Ariane von Heldenwetter hat 11 Fragen über das Reisen in die Bloggerwelt geschmissen. Für mich die perfekte Gelegenheit die Zeit zu meinem nächsten größeren Post zu überbrücken. Mir fehlt momentan einfach die Zeit für aufwendigere Blogposts. Oder besser gesagt, möchte ich meine Freizeit anders nutzen...

Aus diesem Grund habe ich mir auch keine neuen 11 Fragen ausgedach.



1. Was war das beste, was du bisher auf einer Reise gegessen hast?
Eis, Pizza und Pasta auf der sorrentinischen Halbinsel (Italien). Ich bin schon wahnsinnig gespannt, was die Azoren zu bieten haben. Die Vorfreude auf reichlich fangfrischen Fisch steigt, je näher die Reise rückt:)

2. Die beste Reiselektüre? Und der beste Soundtrack?
Auf Reisen möchte ich so viele Eindrücke vom Land aufsaugen wie möglich. Da bleibt mir einfach keine Zeit zum Lesen. Beim Soundtrack muss ich an unseren Irland-Roadtrip denken. Zum großen Teil hörten wir irische Musik - was ist naheliegender^^ - als Kontrastprogramm Rammstein, womit wir auf einem Campingplatz die Aufmerksamkeit eines walisischen Bikerpärchens auf uns zogen und über die Musik ins Gespräch kamen. Das heißt aber nicht, dass ich Rammstein für den perfekten Soundtrack halte. Das kann von Land, Laune und Mitreisenden ganz unterschiedlich sein.

3. Hast du Lust, eine besonders lustige oder absurde Reiseanekdote zu teilen?
Ui, also so richtig hängengeblieben ist diese Geschichte: Wir waren auf Kursfahrt in Italien. Den letzten Tag, bevor wir abends die Heimreise per Bus antraten, verbrachten wir auf der schönen Insel Capri. Wir fuhren mit der Fähre zurück nach Sorrent, wo der Busfahrer uns schon erwartete. Die Fähre war reichlich gefüllt und so war es ein ziemliches Gedränge als wir ausstiegen. Während ich mit der Menge gen Ausgang geschoben wurde, sah ich B. kurz im Augenwinkel - schlafend. Ich dachte noch: Seine Kumpeline wird ihn schon wecken. Sie warten bestimmt bis das Gedränge vorbei ist". Und dann einige Minuten später beim Durchzählen - einer fehlt... Viele Minuten später des Bangens, Problemen mit dem Handyempfang wussten wir, dass er mit der Fähre weiter nach Neapel gefahren ist. Mit dem Bus holten wir ihn dort vom Hafen ab.
Ich habe mir solche Vorwürfe gemacht, mich nicht vergewissert zu haben, ob neben ihm jemand von uns sitzt. Es muss ein schreckliches Gefühl sein, in einer Fähre aufzuwachen, in der keiner der Gruppe sitzt.




4. Hast du deine Reiseziele für dieses Jahr schon geplant?
Jup, Azoren als Wandereise Ende Mai, Südskandinavien als Wohnmobil-Roadtrip Anfang September.

5. Entdeckst du am liebsten immer wieder Neues, oder gibt es Orte, zu denen du immer wieder hin möchtest?
Beides. Ich entdecke immer wieder gern Neues in einer Region, die ich schon kenne. Nach fast allen Reisen war mir vor der Abreise klar: Hier war ich nicht das letzte Mal.

6. Hat dich eine bestimmte Reise, ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Stadt besonders geprägt?
Die Kursfahrt an den Golf von Neapel, weil es meine erste richtige Auslandsreise war. Das erste Mal am Meer, die warme, mediterrane Luft, die andere Sprache... 

 

7. Wie bereitest du dich auf eine Reise vor? Informierst du dich gut oder fliegst du einfach los?
Wer sagt denn, dass ich fliege...:-P
Wenn ich mir die Reise individuell gestalte, möchte ich schon recht gut vorbereitet sein. Ich denke, man sollte es aber auch nicht übertreiben. In Irland hat es auch super funktioniert, einfach drauf loszufahren, ohne zu wissen, wo wir abends unsere Zelt aufschlagen - abendteuerlich!
Ich muss aber auch gestehen, dass ich entgegen meiner Erwartungen, Pauschalreisen in Form von durchorganisierten Gruppenausflügen was abgewinnen kann. In Irland haben mir diese Art Touris ein müdes Lächeln entlockt, aber es kann wirklich entspannend sein, nichts organisieren zu müssen und viele interessante Infos vom örtlichen Reiseleiter zu bekommen. In dem Fall fliege ich einfach los, lasse mich von vorn bis hinten bedienen und liege trotzdem nicht die ganze Zeit am Pool, sondern sehe viel von Land und Leute.

8. Hast du Tipps dafür, auch beim Reisen nachhaltig zu leben?
Ich habe es in Punkt 7 schon angedeutet: Flugzeuge sind CO2- Schleudern (hier mal der Vergleich). Bei Europareisen überlege ich, ob eine alternative Anreise sinnvoll ist. Klar dauert es länger, als zu fliegen, aber langsameres Reisen eröffnet auch neue Möglichkeiten. Seit Wochen schwirrt mit ein Blogpost im Kopf herum, in dem ich diesen Punkt auch ansprechen will.
Wenn ich eine Fernreise machen möchte, dann mache ich das aber auch, ohne mir vorher den Kopf zu zermartern. Es gibt sicherlich noch andere Punkte zum nachhaltigen Reisen, aber der fiel mir spontan ein.

9. Wohin würdest du mich schicken, und warum?
Schwierig, da ich noch nicht groß rumgekommen bin, aber vielleicht wäre der Golf von Neapel was für dich: warmes Klima, Kultur, Natur (Steilküsten, 2 Vulkane..) gutes Essen, Urlaubsfeeling an der Amalfiküste, Sorrent oder Capri...

10. Was ist deine liebste Sehenswürdigkeit in deiner Heimatstadt oder -region?
Naja, Sehenswürdigkeiten gibt es in meiner Heimat nicht wirklich, aber ich mag den Senftenberger See, das gut ausgebaute und flache Fahrradwegenetz und die ganze Entwicklung der Tagebaufolgelandschaft.

11. Die größte Reise ist die zu sich selbst. Was hast du im Ausland und unterwegs über dich selbst herausgefunden, wie hast du dich verändert?
Wie auch im Leben steht man auch beim Reisen immer wieder vor dem Unbekannten. Und am Ende steht immer wieder die Erkenntnis: irgendwie geht es immer.



Für die Menschlichkeit. Für meine Arbeitskollegen, die Überstunden machen um zu helfen, wenn mal wieder Chaos herrscht; den neuen Laborarzt, der sehr aufmerksam ist und unsere Arbeit schätzt , sowie die Hausärztin, die sich auch nach Ende der Öffnungszeit ausgiebig Zeit nimmt.

Trotzdem lief der Januar insgesamt schlecht. Grund genug, das ein oder andere im Februar besser zu machen; überlegen, beruflich einen etwas anderen Weg einzuschlagen und lernen Dinge, die ich nicht ändern kann, hinzunehmen.


Zumindest kann ich den Januar als suboptimalen Jahreseinstieg nun abhaken. Zum Thema Dinge hinnehmen habe ich übrigens hier einen interessanten Beitrag gefunden.
Mehr Januar - Dankbarkeiten gibt es auf Nics Blog.

Music is the poetry of the air.
(Jean Paul Richter)  

Eine CD aus der Sammlung greifen, sich auf dem Sofa gemütlich machen, entspannen, im Booklet blättern, den ein oder anderen Songtext mitlesen, die Musik als Kunst ansehen...
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