Dieser Moment,
wenn man sich die Fotos anschaut und den Umstand verflucht,
kein Stativ dabei gehabt zu haben...


Am Wochenende war ich mit meiner Schwester in Boxberg bei der transNATURALE. Die kostenfreie Veranstaltung wurde groß in Zeitungen angekündigt. Die Lasershow erfüllte allerdings so garnicht die Erwartungen. Das musikuntermalte Höhenfeuerwerk machte aber einiges wieder gut.



Auch wenn die Lasershow live für's Auge eher wenig spektakulär war, musste ich im Nachhinein am PC doch staunen was für interessante Effekte man einfangen konnte. Umso ärgerlicher war es, dass ich kein Stativ dabei hatte. Ich experimentierte viel mit den Belichtungszeiten und ISO-Einstellungen herum um halbwegs scharfe Fotos aus der Hand zu machen. Glücklich war ich, mein neues lichtstarkes Objektiv dabei gehabt zu haben - das Panasonic Lumix G 20 mm 1.7 Asph. Pancake.

Da meine Systemkamera mit Micro-Four-Thirds-Standard arbeitet, entsprechen 20mm Brennweite 40mm im Kleinbild; also ein leichter Weitwinkel. Viel habe ich noch nicht mit dem Pancake fotografiert, aber fürs Erste bin ich sehr angetan.

20mm  F1.7  1/2s  ISO 800
20mm  F1.7  0.769s  ISO 800
20mm  F1.7  1/2s  ISO1600
20mm  F1.7  1/2s  ISO1600
20mm  F1.7  2s  ISO1600
20mm  F1.7  1/6s  ISO1600

 
...und plötzlich war unsere Reiseplanung wieder bei Null...
 

Hallo ihr Lieben,
seit Dezember 2013 ist der Mietvertrag für das Wohnmobil unterschrieben und R. hat sich Norwegen gewünscht. Ich machte nicht Gebrauch von meinem inoffiziellen Vetorecht und freute mich über seinen Wunsch. Schließlich ist es ein schönes Land und steht auch auf meiner "Places to visit-Liste" Die Planung der Reiseroute überlässt R. zum größten Teil mir, da es mir auch einfach Spaß macht. Heißt, dass ich mich ein halbes Jahr nebenbei immer mal wieder mit Norwegen beschäftigt habe.

Und auf einmal heißt es: Ööööck, Kommando zurück. Norwegen ganz ungünstig!

Mein Bester erfuhr vor einer Woche vom Wohnmobilvermieter, dass die Kriminalität in Norwegen was Wohnmobile angeht, wieder gestiegen ist und einem anderen Kunden das Mobil gestohlen wurde. Wenn wir flexibel sind, würde er uns empfehlen in ein anderes Land zu fahren.
So standen wir vor unserer Europakarte und überlegten. Nach einer Weile konnten wir uns mit mit dem Gedanken anfreunden, Südfrankreich als Hauptziel zu bereisen. Am Wochenende bastelte ich an einer möglichen Reiseroute und bin recht zufrieden.



Größere Kartenansicht

Hauptziel soll die Côte d’Azur (Saint Tropez, Monaco, vllt. Antibes und Nizza) und das Hinterland mit der Verdonschlucht und der Schucht von Daluis werden. Inwieweit wir Halt in Lyon, Turin und Mailand machen wird die Zeit bringen, die uns bleibt. Wir sind 2 Wochen unterwegs

Und jetzt meine Frage an euch: Wart ihr schonmal in der Gegend? Könnt ihr eine Stadt oder vor allem einen idyllischen Ort in der Natur auf unserer Route empfehlen?

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt wie das wird. Die Frage ist auch, ob wir uns da für zwei Wochen zu viel vornehmen. Wir möchten schon viel unterwegs sein und viele Eindrücke mitnehmen, aber die Erholung sollte auch nicht zu kurz kommen...

Auf jeden Fall bin ich inzwischen froh, nicht nach Norwegen zu fahren, denn für Anfang September hatte ich für dieses Land schon etwas Bauchschmerzen. Richtung Süden ist da schon schöner:)
Ich wurde erneut mit einem "Liebsten Award" ausgezeichnet. Diesmal von Myriam, welche auf Namida-Magazin über Reisen und Leipzig bloggt.



Wie auch letztens, nehme ich mir die Freiheit raus, nur die Fragen zu beantworten. Also los gehts...


1. Schlagwort der letzten Tage auf diversen Blogs: Digitale Nomaden. Wäre das was für dich  oder bist du es schon?

Ein Höhepunkt unserer Azoren-Reise war die Schlauchbootüberfahrt von Flores auf die kleine Insel Corvo.
Bevor es raus auf das offene Meer ging, fuhr uns Carlos an der Küste von Flores entlang...






Die pfeifenartige Felsstruktur ist auf vulkanische Aktivität in der Vergangenheit zurückzuführen. Hier zeigen sich die Basaltsäulen recht zart. Wesentlich deutlicher kann man diese zum Beispiel auf Island oder in Irland am Giant´s Causeway bewundern.
Die Bilder sind bearbeitet hinsichtlich Kontrast und Belichtung. An den Farben habe ich nicht gebastelt.



eingefangen auf Corvo
Morgens kurz nach 6 Uhr.
Der Hotelbetrieb hat noch nicht begonnen. Stille im Eingangsbereich.
So langsam finden sich alle sportlich motivierten zur Besteigung des Picos ein. Fernanda hat ein vorgezogenes Minibuffet für uns paar Hanseln organisiert.
Der Blick aus dem Hotel zum Pico verheißt nichts Gutes - dicke Wolken hingen an seinem Bauch, es nieselte, die Stimmung etwas gedrückt.

Noch etwas verschlafen stiegen wir in den Transporter, der uns über die Hochebene bis zum Startpunkt auf etwa 1200m Höhe fuhr. Dort befindet sich ein Gebäude in dem auch die Bergwacht sitzt. Wir holten die Regenjacken raus und schützten unsere Rucksäcke. Unser Bergführer war optimistisch, dass wir auf dem Gipfel trotzdem eine tolle Sicht haben werden. Wir hofften, er behält Recht und gingen los...


Als wir die Wolkendecke durchstiegen haben, hörte es auf zu nieseln und es wurde mit jedem Höhenmeter schöner.

Ich am Pflock der die 2000m-Marke kennzeichnet.

Nach reichlich 3 Stunden haben wir den Kraterrand erreicht. Nun ging es wieder ein Stück in den Krater hinunter, bevor es den kleinen Hügel, der dem Krater aufgesetzt ist, hoch ging. Das dauerte ca. eine halbe Stunde. Das letzte Stück war schon recht anspruchsvoll - die Hände mussten mit zur Hilfe genommen werden.

Blick zum Kraterrand vom Gipfel (2351m)

Spätestens oben wurde auch deutlich, dass es sich um einen Vulkan handelt. Aus einer Felsspalte strömte heiße, schwefelige Luft - der typische Odem eines Vulkans. Wir genossen die tolle Aussicht. Viel von den Azoreninseln sahen wir zwar nicht, aber das Gefühl über den Wolken zu sein ist einfach grandios! Unser Führer machte noch Gruppengipfelfotos und wir stiegen den Hügel wieder hinab, um Mittagspause im Krater zu machen.

An den Abstieg denke ich nicht gern zurück. Noch nie empfand ich einen Abstieg um so vieles schwerer als den Aufstieg. Meine Oberschenkelmuskeln waren komplett im Eimer und zitterten regelrecht. Der Muskelkater am nächsten Morgen war demnach auch jenseits von gut und böse... Ich habe es aber in keinster Weise bereut, den Pico zu besteigen. Es war die Strapaze wert;)

Noch ein paar Infos:
  • *Der Weg ist schmal und zum Teil nur zu erahnen. Man läuft quasi quer über den Fels- und Geröllhang hinauf. Die Pflöcke dienen der Orientierung. Wenn Nebel sie verschwinden lässt, ist es fast unmöglich, auf dem richtigen Weg zu bleiben.
  • *Demnach ist die Besteigung mit einem Führer zu empfehlen. Er kennt den Berg in und auswendig, gibt interessante Infos und mit ihm ist es auch möglich bei etwas widrigeren Bedingungen (leichter Nebel und Nieselregen) die Wanderung zu starten (wenn er/sie es denn für sicher hält)
  • *Trittsicherheit ist wichtig, sowie gute Wanderschuhe (am besten knöchelhoch). Gerade beim Abstieg rutscht man leicht über losem Geröll aus. Ein Teilabschnitt wird unter den Führern "path of the fallen people" genannt, weil sich da viele auf den Hintern setzen.
  • *Genug Wasser, Proviant, Regenjacke und Sonnencreme (!) mitnehmen (sollte man auf den Azoren sowieso immer). Wanderstöcke können das Wegrutschen etwas mindern und sind beim Abstieg eine gute Hilfe.
  • *Es wird die Besteigung auch am Abend angeboten, mit Übernachtung im Krater und Miterleben des Sonnenaufganges, was wunderschön sein soll. Allerdings muss man Zelt/Isomatte selbst hochtragen und es kann oben ungemütlich kalt werden...
  • *Als Mutmacher: konditionstechnisch ist der Berg gut machbar. Man muss ja nicht hochrasen. Es gibt keine steilen Abhänge. Einzig auf dem Gipfel geht es etwas "enger" zu. Den Abstieg empfinden einige sicher nicht ganz so fürchterlich wie ich. Auf den Muskelkater kann man sich trotzdem schonmal einstellen:P

Wäre das was für den ein oder anderen von euch oder seit ihr eher der Wandermuffel?
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