Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich zum ersten Mal am MakroMontag teilnehmen. Makrofotografie finde ich sehr spannend und ich besitze auch ein entsprechendes Objektiv. Allerdings verhält es sich mit diesem eher wie mit einem Oldtimer, der nur zu besonderen Anlässen mal aus der Garage geholt wird.
Umso erfreuter bin ich, dieses Projekt entdeckt zu haben und mich dadurch zusätzlich motiviert mit Makrofotografie zu beschäftigen.



Anfangen möchte ich mit einem Bild, welches mit meinem 20mm Pancake-Objektiv entstanden ist. Mein Makroobjektiv hatte ich nicht dabei, denn ich habe es auf Reisen gemacht.
Die Frage, die sich mir stellt: sind das die Spuren einer Häutung oder einfach nur sterbliche Überreste? Häuten sich manche Insekten mit Flügeln? Wer sich auskennt, kann mich gern aufklären:)

Roadtrip Südfrankreich


StepMap Roadtrip Südfrankreich


Eins vorweg: Ich war positiv überrascht von Frankreich. Wie ich hier schon schrieb, änderten wir unser Zielland kurzfristig und es musste recht schnell eine neue Reiseroute gebastelt werden.
Der Gedanke Frankreich zu bereisen, gefiel mir Anfangs nicht sonderlich. Was waren meine Assoziationen? Weite Weinfelder, Baguette, Käse, Paris und eine Sprache, die ich einfach nicht mag - es hatte wohl einen Grund warum ich mich in der Schule für Russisch entschieden hatte...

Aber schon beim Recherchieren möglicher Stationen unseres Roadtrips wurde mir klar, dass dieses Land wirklich viel zu bieten hat! Jedem wird das passende geboten: dem Outdoorer wie dem Strandlieger, dem Kulturinterressierten wie dem Feinschmecker.

So wollte ich auf unserer Reise einen Mix aus Urlaubsfeeling am Meer, Ruhe in den Bergen und  kurzen Städtetouren. Mit dem Meer wollte es nicht so recht klappen, aber das war auch einfach ein bisschen Pech (erzähle ich ein andermal)


Aber nun zur Route.
Kurz zur Erleuterung der Karte: Die blauen Kreuze sind nicht von touristischer Bedeutung. Es waren lediglich Orte, wo wir hielten um zu schlafen.

Einmal quer durch Deutschland
Erstmal hieß es, bei grauen Wetter und schlechten Verkehrsbedingungen auf der Autobahn, halb Deutschland zu durchqueren, um in die Nähe Frankreichs zu kommen. Die erste Nacht schliefen wir auf einem REWE- Parkplatz - yeah, das wollte ich schon immer mal machen...xD
Tipp: Wer auf Freizeitparks steht und nicht mal eben in den Schwarzwald kommt, kann den Europapark Rust besuchen.

Grenzüberfahrt Frankreich und an der Rhone entlang
Am nächsten Tag überquerten wir die Grenze und fuhren durch die Region "Alsace" als Elsass bekannt. Rechts neben uns erhoben sich leichte Bergketten und ich fühlte, dass jetzt die Reise beginnen kann. Die Sonne schien, was nach dem vorherigen Tag unbedingt nötig war, um in Urlaubsstimmung zu kommen. Wir machten Halt im schönen mittelalterlichen Örtchen Riquewihr. Danach hieß es fahren, fahren, fahren um weiter gen Süden zu kommen.
Tipp: Von unserem Wohnmobilvermieter bekamen wir den Rat, über Landtraße zu fahren. Zum einen spart man Mautgebühr, zum andern sieht man mehr von der Umgebung. Wir wollten schneller vorankommen und fuhren zumindest bis Lyon auf der Autobahn. Mit Wohnmobil mussten wir ca. 45€ löhnen. Mit einem Mautrechner kann man sich den zu erwartenden Preis berechnen lassen. Das Navi sollte man so einstellen, dass man Lyon möglichst umfährt, will man sich die Stadt nicht anschauen. Auf der A39 war es sehr ruhig; auf der Autobahn in Lyon sehr voll.

Nachdem wir Lyon hinter uns ließen, kündigten die Schilder "péage" die nächste mautpflichtige Autobahn an. Wir entschieden uns für die Alternativroute an der Rhône entlang, was eine gute Entscheidung war. Die goldene Stunde hüllte die Häuser in wunderbares Licht, daneben glitzerte die Rhône - wunderschön. Leider habe ich vom Auto aus die Kamera nicht gezückt... An einem ruhigen Plätzchen direkt am Fluss blieben wir stehen und schliefen.

Am nächsten Tag ging es weiter an der Rhône entlang. Zum Teil verlief die Straße fast parallel zur mautpflichtigen Autobahn. Irgendwann navigierte uns das Gerät Richtung Westen. Es wurde kurviger und bergiger bis wir unser Ziel für diesen Tag erricht haben: die Schlucht der Ardèche.



Gorges de l’Ardèche und Pont du Gard 
An der Ardèche verbrachten wir einen Tag auf dem Campingplatz - eine wunderschöne Region, von der ich euch noch mehr zeigen werde. Am nächsten Tag fuhren wir die Schlucht entlang, besuchten eine beeindruckende Höhle und fuhren auch schon weiter gen Süden zum römischen Aquädukt Pont du Gard.
Dort stellten wir das Navi auch schon auf Saint Tropez ein, denn unser Hauptziel war die Region "Provence-Alpes-Côtes-d’Azur" Wir fuhren in die Nacht hinein vorbei an großen Häfen, die man nur durch die Vielzahl an Lichtern erahnen konnte. In einem kleinen Ort fanden wir ein nettes Plätzchen und schliefen.



Saint Tropez und Verdonschlucht
Am nächsten Tag ging es wieder durch landschaftlich recht reizvolle Gebiete ganz in Roadtrip-Manier und wir erreichten schließlich Saint Tropez. Nach einem "Spaziergang" brachen wir auch schon wieder auf Richtung Verdonschlucht. Wie ihr wahrscheinlich merkt, waren wir ziemlich rastlos, aber es war einfach toll so viele verschiedene Dinge zu sehen, völlig flexibel zu sein und für Erholung war trotzdem noch Zeit. Wie zum Beispiel in der Verdonschlucht. Da hielt es uns etwas länger. Am Lac de Sainte-Croix, einem See quasi am Eingang der Verdonschlucht verbrachten wir zwei Tage auf einem Campingplatz und nachdem wir die Schlucht etwas erkundeten nochmal eine Nacht auf einem anderen Campinglatz. Über Gorges de Daluis und Gorges du Cians (Gorges heißt soviel wie Schlucht) fuhren wir wieder ans Meer nach Nizza.



Nizza & Monaco - ein frustrierendes Kapitel unserer Reise
Nachdem es in Saint Tropez nicht nach unseren Vorstellungen lief, lagen unsere Hoffnungen auf Nizza und Monaco. Ich hatte mir einen Campingplatz in Peillon rausgesucht. Dummerweise haben wir die Adresse zu spät ins Navi eingegeben. Die eigentliche Straße lag schon weit hinter uns, wenden war mit Wohnmobil schlecht möglich auf den vollen Straßen in Nizza und so sollten wir laut Navi durch furchtbar enge Straßen über die Berge - grauenvoll. Als wir wieder auf breiteren Straßen waren, hatten wir die Schnauze voll, keine Lust mehr auf den Campingplatz und fuhren frustriert in den Bergen hinter Monaco rum. Es dämmerte und wir wussten nicht so recht wohin. In einer Haarnadelkurve in der Nähe von Sospel blieben wir stehen und schliefen. Wir bekamen noch "Besuch" von einem polnischen Bikerpärchen, welches auch gefrustet war vom Haarnadelkurvengefahre: "We hate the Mountains" und ein Schlafplatz suchte. Etwas versteckt hinter unserem Gefährt bauten sie ihr Zelt auf.



Italien - Schweiz - Deutschland
Auf der italienischen Autobahn legten wir am nächsten Tag eine längere Strecke zurück bis zum wunderschönen Lago Maggiore. Dort bot sich nochmal die letzte Gelegenheit ins kühle Nass zu gehen. Wir wollten eigentlich zwei Tage auf dem Campingplatz verbringen, doch am nächsten Morgen war das Wetter leider etwas unschön und uns hielt dort nichts mehr. Wir machten einen Abstecher ins Verzascatal und fuhren schließlich gen Norden durch die Schweiz. An unserem Wohnmobil klebte noch eine schweizer Vignette. Das nutzten wir auch. Wir schlenderten durch Liechtenstein, liefen etwas am Bodensee entlang - es war fürchterlich grau an diesem Tag - und machten unsere letzte Station in Rothenburg ob der Tauber.


Ich hoffe das war jetzt nicht allzu langatmig. Die Route fand ich wirklich schön (ein bisschen Eigenlob muss auch sein:) Vielleicht kann der ein oder andere ein paar Anregungen daraus mitnehmen. In der nächsten Zeit werde ich über die einzelnen "Sehenswürdigkeiten" schreiben um euch weitere Eindrücke zu geben. Da Südfrankreich reich an sehenswerten Gegenden ist, lässt sich die Route auch gut abwandeln oder erweitern. Wer mehr ans Meer möchte, dem kann ich die schönen Reiseberichte von Esther, die auf Annosarusrex bloggt, ans Herz legen.

Das soll's für heute gewesen sein.
Bis bald,
Melly




Hallo ihr Lieben,

da ich im Moment nicht so viel Zeit habe, mich meinen Urlaubsfotos zu widmen und eigenen Content zu produzieren, möchte ich euch quasi als Überbrückung zwei Videos zeigen, die mich vor kurzem sehr zum Schmunzeln brachten.


Wer von euch gern bei YouTube unterwegs ist und sich für Fotografie interessiert, ist bestimmt schonmal auf dem Kanal von Benjamin Jaworskyj hängen geblieben. So erging es mir vor ein paar Tagen wieder einmal. Seine Videos sind haupsächlich an Anfänger gerichtet, aber er gibt auch viele Tipps, die schon wesentlich mehr in die Tiefe gehen. Und ich mag seine Reiseberichte aus Schottland, Sri Lanka und Ägypten;) Seine lockere Art macht die Videos unterhaltsam wie ich finde, denn Fotografiewissen kann ja auch furchtbar trocken vermittelt werden. Hier kommt ihr zu seiner Website.




People-Fotografie finde ich sehr spannend, aber wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, ist das hier nicht Thema. Das hat zwei Gründe: Zum einen habe ich keine Freunde oder Verwandte die gern länger vor einer Kamera posen. Auch ich stehe lieber hinter der Linse als davor. Und wenn ich dann doch mal das ein oder andere schöne Foto machen konnte, möchte ich die Person nicht fragen, ob ich es auf meinen Blog zeigen darf. Meine Lieben sind eher zurückhaltend, wenn es um Webpräsenz geht und ich finde das auch völlig in Ordnung und sympathisch.
Auch ich hätte vor 2 Jahren nicht gedacht, dass ich je einen Blog führen werde und einiges von mir preis gebe...

Bald geht es weiter mit Eindrücken unseres Roadtrips durch Südfrankreich. Bis dahin wünsche ich euch ein schönes Wochenende.
Melly
Im Elsass am Fuße der Vogesen liegt eingebettet in weite Weinfelder die kleine Stadt Riquewihr.
Nachdem wir uns am Vortag bei schauderlichem Wetter einmal quer durch Deutschland gekämpft haben, war der Besuch dieses idyllischen Örtchens eine Wohltat und unser Roadtrip durch Frankreich konnte beginnen.



Das mittelalterliche Ortsbild ist sehr gut erhalten und auch die Stadtmauer ist fast komplett.
Fachwerkhäuser in den verschiedensten Farben reihen sich aneinander. Außderdem gibt es reichlich kleine Restaurants, Weinläden und Pensionen.
Die schönsten Bilder konnte ich in den kleineren Gassen machen. Die "Hauptstraße" ist leider sehr voll mit Touristen.




Ich war besonders von den kleineren Details angetan.
Vor einem kleinen Souvenier-Laden stand ein Kasten mit Miniatur-Drehorgeln, oder besser gesagt nur die Spulen mit Drehknüppelchen dran. Also auf's Minimum reduziert. Meine Lieblingsorgel hieß "La Valse d'Amélie". Da stand ich also, erzeugte die etwas kläglich klingende Melodie und freute mich ein Loch in den Bauch. Bonjour France!
Wir machten ersten Gebrauch von unserem spärlichen Reisewortschatz - Merci und so - und gewöhnten uns wieder langsam an wärmer werdende Temperaturen.




Ich mag diese römischen Zahlen. Na, wisst ihr die Jahreszahl? Hier die Auflösung. Ich musste auch spicken;)




Postkutsche mit 3 Abteilen. Dies ist eine originalgroße Reproduktion der größten Kutsche, die auf französischen Straßen fuhr. Sie wurde von 5 Pferden gezogen und wiegt leer etwa 3 Tonnen.

Nachdem wir eine Kleinigkeit gegessen hatten, verschlug es uns noch außerhalb der Stadtmauern. Über den Westausgang - dem sogenannten Dolder (Wehr- und Wachturm) - gingen wir raus, an einem Bach entlang und schließlich auf eine kleine Anhöhe, von wo aus man auf das Städtchen blicken konnte. Dort ist das obere Bild entstanden.


...und dann ging es weiter Richtung Süden...
Bevor ich den ersten richtigen Post über unsere Wohnmobilreise durch Frankreich schreibe, dauert es wohl noch etwas - Gedanken und Fotos ordnen - aber ich möchte mich hier schonmal kurz melden. Seit Donnerstag Abend schon sind wir zu Hause. Das WoMo haben wir zwar noch zwei Tage länger gemietet, aber das Wetter wurde ab Anfang zweiter Woche einfach sehr ungemütlich und es hielt uns nichts mehr auf irgendwelchen Campingplätzen. Also zu Hause den Resturlaub noch etwas genießen und Zeit lassen beim Wäsche waschen, Mobil reinigen und so weiter.

Beim Durchschauen der Fotos dachte ich mir, es wäre vielleicht ganz interessant ein Bild rauszupicken, welches die Reise in gewisser Weise zusammenfast...


Ihr denkt euch jetzt sicher: "Hm, mit Südfrankreich verbinde ich was ganz anderes", aber diese FengShui-Steinbauten zogen sich wie ein roter Faden durch unseren Roadtrip.
Ich muss aber auch sagen, dass wir die naheliegenden Touristenziele wie Côte d’Azur außer St. Tropez weitgehend außen vor ließen, was auch an den ungünstigen Umständen lag, mit denen wir mit Wohnmobil etwas zu kämpfen hatten. Wir flohen förmlich ins felsige und mit prächtigen Schluchten durchsetzte Hinterland und die Anzahl an Campingplätzen zeigte uns, dass wir hier auch richtig waren.
Die Luft dort scheint die Urlauber wie blöde zum Steine stapeln zu motivieren. Mich hat es letztendlich auch gepackt, wobei das nicht mein Werk ist...

Achso; insgeheim hoffte ich natürlich typisch für die Provence auf weite Lavendel-Felder, doch das haben wir wohl knapp verpasst, denn Erntezeit ist von Ende Juli bis Anfang September.

Schönes Restwochenende euch und bis bald
Melly

Bevor ich auf Reisen gehe und es hier mindestens zwei Wochen nichts neues zu sehen und lesen geben wird, möchte ich euch eine Pianistin vorstellen die ich seit einiger Zeit sehr schätze - Vika Yermolyeva.
Ich bin durch YouTube auf sie aufmerksam geworden und vor reichlich einer Woche sah ich sie live in Berlin. Sie beherrscht ihr Instrument nicht nur virtuos, sondern hat ihren ganz eigenen Stil gefunden, indem sie vorwiegend Metal-u. Rocksongs covert.




Auf ihrem Channel finden sich aber auch andere Perlen, wie zum Beispiel Filmmusik von "Last Samurai". Ein Stück habe ich als Untermalung für meinen Pompeji-Post verwendet. Oder auch andere ruhigere Songs *gänsehaut*
Wenn euch ihre Interpretationen gefallen, könnt ihr sie auf ihrer HomePage als MP3 runterladen. Wer des Klavier spielens mächtig ist, kann auch SheetMusic gegen einen angemessenen Obolus von ihr bekommen.

Auf dem Konzert gab es wie üblich auch eine Vorband. Nach den ersten Tönen war ich geschockt, verstört und was sonst noch. Aber mit der Zeit bin ich "reingekommen" und irgendwie konnte ich mich dem harten Temperament nicht entziehen. Den Gesang assoziierte ich stellenweise mit Nina Hagen der früheren Jahre. Harte Gitarrenriffs und zwischendurch ruhigere Passagen in denen mit einer Loopstation tolle Sounds erzeugt wurden, prägten den 45minütigen Angriff auf meine Gehörwindungen.
R. ließ das Wort Poetry Rock fallen. Ihre Musik in ein Genre zu pressen wird schwer, auf jeden Fall sehr speziell. Die Band heißt übrigens Safi.
Im Internet findet man nicht viel von der Band. Ein paar Livemitschnitte gibt es auf YouTube; allerdings in schlechter Qualität. Und so landete ich bei den Hamburger Küchensessions bei einer Akustikversion:



Wem Safi jetzt nicht so zusagt, der aber auf gute handgemachte Musik steht, kann sich durch die Videos der Hamburger Küchensessions klicken. Ein gut gemachtes Projekt, um unbekannten Musikern eine Plattform zu bieten.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
Bis bald
Melly
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