Neben mir ein dampfender Tee, ich eingemummelt mit Schal. Mir geht es gesundheitlich gut, aber nun ist es doch ungemütlich kalt geworden. Bevor ich heute die Heizung das erste Mal nach der warmen Jahreszeit aufdrehte, hielt ich kurz inne, um nun richtig zu realisieren, dass es straff auf den Winter zu geht. Eine Maisonette-Wohnung warm zu bekommen, ist ein frustrierendes Unterfangen, aber irgendwie bekommen wirs schon gemütlich...

...und manchmal hilft es, sich an die warmen Tage im Sommer zu erinnern. So habe ich mich heute den Fotos aus Saint-Tropez gewidmet.
Da wir vor unserem Stadtrundgang eine unschöne Berührung mit einem Porsche hatten, war die Laune ziemlich am Boden. Für Euphorie war ich nicht empfänglich und die Lust, mein tolles Sommerkleid zu tragen war auch verschwunden.


Das ehemalige Fischerdorf ist nun fest in den Händen der Touristen. Manche würden es vielleicht als Touristenfalle bezeichnen. So schlimm sehe ich es nicht, aber ich denke doch, dass der Hafenort im allgemeinen etwas überbewertet ist. Im Hafen sieht man einige Yachten, Künstler verkaufen ihre Gemälde, in den kleinen Gassen gibt es zahlreiche Läden und Restaurants. Mir ist zu Ohren gekommen, dass man im Internet die Adresse der Geissens findet und wohl ganz paparazzimäßig ein Bild schießen kann. Das habe ich erst im Nachhinein von einer Kollegin erfahren, aber da habe ich wohl nix verpasst^^
Schön fand ich die Häuser in den pastelligen Farben. Ja, Saint-Tropez hatte schon was, aber leider viel zu viele Touris dort. Sowas mag ich überhaupt nicht.




Saint-Tropez an sich besitzt kaum Strände. Neben dem Hafen gibt es ein paar kleine Stellen an denen man ins Meer gehen kann. Das war es aber auch schon. Der größte Strand Plage de Pampelonne liegt etwa 2km außerhalb.

Hinweise für Wohnmobil-Urlauber: In Saint-Tropez sind Parkmöglichkeiten für Gefährte über 2m rar gesät. Manche Parkplätze sind mit einer Höhenschranke versehen. Wir fanden glücklicherweise eine Parknische am Straßenrand (2h 6€). Die bessere Alternative bietet ein Campingplatz am Plage de Pampelonne um von dort fußläufig in die Stadt zu kommen. Dort solltet ihr allerdings Vorreservieren. Auch Anfang September ist es dort sehr voll. Der Platz La Vigneraie 1860 machte einen angenehmen Eindruck, einfach gehalten, liegt nicht weit vom Meer, war aber leider voll besetzt. Am Anfang des schmalen Feldweges liegt der Platz Les Eucalyptus und laut Google Maps gibt es noch einen weiteren größeren Campingplatz.




Hallo ihr Lieben,
nachdem ich Samstag das herrliche Wetter nutzte und mits Radl in die Desdner Innenstadt fuhr um der GlobeWelt 2014 einen Besuch abzustatten, mich mit einer Freundin zu treffen und Karten für die diesjährige E.O.F.T. zu besorgen, zog es mich gestern noch einmal mit Kamera nach draußen.
Bei den Temperaturen will man einfach nicht wahrhaben, dass es schon Mitte Oktober ist und das Wochenende wettertechnisch wohl das letzte Aufbäumen war. So habe ich auch völlig unterschätzt, wie zeitig die Sonne untergeht. Als ich rausging stand sie schon recht tief und ich versuchte, die letzten goldenen Farben einzufangen, die die Sonnenstrahlen auf den Blättern hinterließen.



Herbst - es geht dem Jahresende zu, Blätter werden krumpelig braun und es geht mit schnellem Schritt auf den Winter zu. Doch im Herbst kann man auch junges Wachstum beobachten.
Ich habe nicht viel Ahnung von Landwirtschaft, bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und habe als Kind die Natur nicht so bewusst wahrgenommen. Umso mehr erfreue ich mich jetzt daran das Geschehen auf den Feldern mitzubekommen. Als das Elbtal im Schatten lag, konnte ich mich noch aufraffen aus dem Tal hinauszusteigen. Oben erhellte die Sonne noch die Felder und ich sah die neue Saat schon zart wachsen. Vielleicht Winterweizen...? Interesse wegen habe ich das gegooglet, weil ich davon ausging, dass im Frühjahr ausgesät wird. Naja, wie gesagt - Stadtkind :D

Mehr Herbstimpressionen gibt es hier.
Macht's euch schön:)
Melly




Auf dem Weg zur Côte d’Azur machten wir Halt am Fluss Gardon um uns die höchste Aquäduktbrücke der Welt anzusehen. Sie wurde von den Römern in nur 5 Jahren errichtet und ist bis heute erstaunlich gut erhalten. Vor etwa 2000 Jahren versorgte sie die Bewohner von Nimes über 500 Jahre mit fließendem Wasser.




Was wir im Vorfeld nicht wussten ist, dass das Gelände für den Tourismus hergerichtet ist. Auf diesem Gelände befindet sich ein interaktives Museum, Restaurants und es wird ein Film gezeigt, der die Brücke im Verlauf der Zeitalter zeigt. Sowas soll Geld einbringen... Ab zwei Personen zählt man als Gruppe und muss 15 € löhnen. Wir fanden das ziemlich happig, zumal wir kein Interesse an dem Museum hatten sondern nur etwas am Fluss entspannen wollten. Zufällig stand eine ebenfalls verärgerte Kleinfamilie am Zahlhäuschen. Wir schlossen uns zusammen und zu fünft sieht der Eintrittpreis für jeden einzelnen gleich ganz anders aus... Gruppe inklusive Parken kostet 18 €. Das Wohnmobil parkten wir in der Stadt und liefen zur Brücke. Wenn man mit Boot auf dem Fluss fährt oder zu Fuß einen längeren Weg am Fluss lang geht und einen anderen Zugang findet, müsste man um die Gebühr theoretischerweise herumkommen...

Am Fluss mit Blick zur Brücke ist es wirklich schön. Man kann im Gardon baden oder am Ufer picknicken. Ich fand es sehenswert. Ob es den Preis rechtfertigt, kann ich nicht gut beurteilen, da ich das Museum und den Film nicht gesehen habe. Wie ihr an den Bildern sehen könnt, war uns das Wetter auch sehr zugetan. Und so genossen wir etwas die Idylle, bis wir wieder zum Wohnmobil gingen, Saint Tropez ins Navi eingaben und in die Nacht hineinfuhren...







Ich bin immer wieder fasziniert von der Schönheit einer Pfauenfeder. Mehr Detailliebe gibt es hier.

Angenehme Woche euch
Melly
Heute nehme ich euch mit in die beeindruckende Höhle von Saint-Marcel-d'Ardèche. Also zieht euch ein imaginäres Jäckchen über und steigt mit mir den langen Tunnel hinab.



Galerie der Maler
Kurz nachdem wir die zahlreichen Stufen hinter uns gelassen haben, läuft man direkt auf eine der Galerien zu. Was mich an dieser Galerie besonders beeindruckte ist die wellenartige Wandstruktur. Tatsächlich sind das die Spuren des Flusses, der diese unterirdische Welt aushöhlte. Der Fluss sank ab, bildete dabei bizarre Steinformationen und liegt heute etwa 4 m unter der Ardèche. Sein Wellenschlag ist bis heute in Stein erhalten. Die rotbraune Farbe ist Eisen, Mangan zeigt sich schwarz.



Ebenfalls in diesem Teil der Grotte zu sehen; eine Reproduktion einer Höhlenmalerei. Sie soll eine Kuh mit zwei Ziegen darstellen. So steht es zumindest im Beiheftchen. Ich sehe da eher ein Stier, und ihr? :D
Das Original befindet sich nicht in der Schauhöhle, sondern in einer nicht freigegebenen Galerie. Bis jetzt sind übrigens 57 km Galerien erfoscht! Wie gern würde ich mir eine Stirnlampe aufsetzen und ein paar Kilometer selbst erkunden. Das muss spannend sein...


und weiter geht's durch Säle, an stimmungsvoll beleuchteten Wasserbecken und Steinformationen vorbei...


  






Von der Decke hängend sieht man dünne und zerbrechlich anmutende Stalaktiten. Sie sind hohl und werden daher auch Maccaroni genannt. Diese gehören zu den sogenannten Sinterformationen, die sich lange nach der eigentlichen Höhlenentstehung bilden. Wer mehr darüber lesen möchte, kann das hier tun.

Leider habe ich den Tropfen nicht beim Herunterfallen "erwischt".

Während der Führung werden zwei Ton- und Lichtspiele gezeigt. Von dem Zweiten möchte ich euch zum Schluss noch etwas zeigen. Stellt euch atmosphärische Musik und weich ineinander übergehende Farben vor oder schaut euch die Grotte selbst vor Ort an;) Hier kommt ihr zur Homepage. Das Fotografieren ist übrigens ohne Aufpreis gestattet, was mich natürlich sehr freute.





Heute nehme ich euch mit in eine schöne Gegend Südfrankreichs - ins Gebiet der Ardèche, oder genauer gesagt in den Canyon, den dieser Fluß geformt hat.



Die Ardèche ist ein Département Frankreichs und gleichzeitig ein Fluß, der in die Rhône mündet und davor die beeindruckende Schlucht "Gorges de l’Ardèche" durchfließt. Es geht dort sehr touristisch zu, aber ich empfand es an einigen Stellen trotzdem wildromantisch und schön - zumindest Anfang September, wenn der Sommerschwung durch ist.

Was kann man dort machen?
  • Kanu und Kajak fahren - dort der Sport schlechthin
  • Besichtigung von beeindruckenden Grotten
  • Baden in der Ardèche, Chillen am Flussufer
  • Durchwandern der Schlucht
  • ...


Campingplätze gibt es reichlich. Hier auf der Karte sind sie mit lila Dreiecken markiert. Die zwei roten Dreiecken markieren die einzigen Plätze an denen das Wildcampen gestattet ist. Sie sind speziell für Wassersportler und Wanderer gedacht, die die Schlucht in mehreren Etappen durchqueren möchten. Die Sterne sind Aussichtspunkte an der Straße, die oberhalb der Schlucht entlang führt. Die grünen Quadrate markieren die größeren Höhlen.

Wie haben wir unsere Zeit verbracht?
Als wir Vallon-Pont-d' Arc erreichten, fuhren wir erstmal ein Stückchen weiter nach Salavas und hinter dem Ort auf der Straße Richtung Barjac bogen wir links zum Camping Les Blachas ab. Nicht etwa um dort zu Campen, sondern um auf Höhlenerkundung zu gehen. Durch Geocaching habe ich erfahren, dass es ein frei begehbares Höhlensystem gibt. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Der Liebste wusste noch nichts von seinem Glück und vertraute blind meiner Reiseplanung.
Den Cache - also den "Schatz" - haben wir nicht finden können, da zu viel Wasser in der Höhle war, aber inzwischen ist mir das auch nicht mehr primär wichtig. Viel mehr geht es mir darum, durch das GPS-Spiel an Orte zu kommen, die ich sonst wohl nie gesehen hätte.

eine etwas kleinere Höhle...
...bevor wir den Eingang des Foussoubiesystems erreichten.
Mit einer kleinen Funzel gingen wir einige Meter in die Höhle hinein,
konnten tolle Steinformationen bewundern
und uns etwas erfrischen - zumindest Füße ins Wasser halten war drin.
Am Wasserbecken war Schluss, weiter ging es nicht. Zumindest für uns. Es soll wohl eine Durchgangshöhle sein, aber dieses eisige Wasser durchqueren? Nee^^
Um überhaupt an diese Felsenwand zu kommen, sind wir durch die Campingsiedlung gegangen. Ein bisschen blöd fühlte sich das schon an, aber einen anderen Weg fanden wir nicht. Wenn man mit dem Boot vom Wasser kommt, dann man am Ufer anlegen und direkt vom Fluss zur Höhle gelangen. 
Hinweis: Wenn ihr mit Wohnmobil oder Wohnwagen dort seid, fahrt nicht bis zum Ende der Straße. Die einzige Möglichkeit dort zu wenden ist der Parkplatz der Campinganlage und dieser ist mit einer Schranke verschlossen. Wir hatten mit unserm kleinen Mobil gerade noch Glück und konnten wenden. Aber als wir zurück kamen versperrte ein Wohnwagengepann den Eingang und wir ernteten böse Blicke, weil sie dachten, es sei unser Wohnwagen...

Der berühmte Natursteinbogen Pont d'Arc von der Straße gesehen.

Danach machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Campingplatz. Unsere Wahl fiel auf "Camping Sud Ardeche le Midi". Den Nachmittag vebrachten wir sonnend am Flussufer. Nur der Fluss lag zwischen uns und der sich steil vor uns auftürmenden Felswand. Mal was anders, als am Meer oder See zu sein.

Am nächsten Morgen war ich zeitig wach. R. schlief noch und es war still auf dem Platz. Ich schnappte meine Kamera, kroch aus unserem Wohnmobil und wanderte los Richtung Pont d'Arc ins
Morgengrauen hinein. Ich wollte schauen, wie weit ich komme. Leider war der Weg am Fluss vorbei, bevor ich den Steinbogen erreichte. Zufälligerweise lag vor mir eine Furt, doch mein Magen schrie schon nach dem Croissant, welches wir uns am Vortag an der Rezeption bestellt hatten. So ließ ich meine Füße trocken und ging wieder zurück.

noch bevor die Sonne die Schlucht erhellt

Die ersten morgendlichen Sonnenstrahlen...:)

Nachdem wir gefrühstückt hatten, verließen wir den Campingplatz, fuhren die Straße oberhalb der Schlucht entlang und genossen die Ausblicke.


Auf einmal waren Ziegen auf der Straße...

Eine der hier ausgeschilderten Grotten wollten wir uns ansehen. Die Wahl fiel auf die Grotte de St Marcel, von der bald ein extra Post folgt. Ihr dürft gespannt bleiben...


 
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