Wenn ich durch die Gänge von Konsumpalästen schlendere, überkommt mich oft ein eigenartiges Gefühl, besonders wenn man sich setzt und das Treiben beobachtet...Menschen hetzen von einem Shop in den anderen und die Taschen und Beutel in den Händen mehren sich munter. Die Blicke der meisten, irgendwie leer... Klar gehe ich ab und zu auch gern shoppen, aber bin doch wieder froh an der frischen Luft durchatmen zu können. Wir leben in einer Konsumgesellschaft und in solchen Shopping-Centern, Galerien, Arkaden wird mir das immer besonders bewusst.
Ein Thema welches mich zur Zeit besonders beschäftigt ist die enorme Lebensmittelverschwendung. Dass es diese gibt, war mir schon länger bewusst, aber als ich diesen Trailer sah, wurde mir doch nochmal ganz anders. Aber schaut selbst:



Wer sich die komplette Dokumentation anschauen möchte, kann das hier tun. 

Die gute Nachricht: Wir als Konsumenten können durch verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln schon einen wichtigen Beitrag dazu beisteuern.
Erst einmal möchte ich mich bei der Fahrradfrau bedanken, dass ich auf ihrem Blog an dem Projekt Stadt-Land-Rad teilnehmen durfte. Dort habe ich meine Heimat vorgestellt, die doch eine recht interessante Vergangenheit hat.

Wieder ein Heimat-Post auf einem Blog der sich Itchy Feet nennt? Zunächst scheint das nicht ganz passend, aber warum nicht? Bin ich zu Hause sehne ich mich oft nach der Fremde; will andere Länder bereisen, Natur genießen, unbekannte Kulturen kennenlernen, Eindrücke aufsaugen. Auf dass sie für immer in meinem Gedächtnis hängen bleiben und ich mich in gewissen Momenten gern daran zurück erinnere.
Hab ich viel Neues gesehen, freue ich mich auch wieder sehr auf zu Hause, auf mein Bett und meine gewohnte Umgebung.

Was ist für euch Heimat, wo fühlt ihr euch zu Hause? Der Ort wo ihr aufgewachsen seid, der Ort wo eure Familie wohnt, der Ort wo ihr derzeit wohnt? Es gibt auch Menschen die sagen, sie fühlen sich nahezu überall zu Hause... Wie ist das bei euch?

>Heimat = Da, wo man sich nicht erklären muss.<
(Johann Gottfried von Herder)

>Heimat ist kein geographischer Begriff. Man trägt sie in sich selbst.<
(Andrej Sinjawski)

 Heimat
> Der Ort, wo sie einen hereinlassen müssen, wenn man wiederkommt.<
(Robert Lee Fros)

Um diesen Post nicht ganz bilderlos zu lassen, möchte ich euch noch einen schönen Ort in Deutschland zeigen - manchmal liegt das Gute näher als man denkt...Meine Mutti hatte heut eine Reportage im Fernsehen zu laufen, die mich an diesen schönen Ort zurück erinnern ließ - den Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel. Ich war vor ein paar Jahren auf der Durchreise per Bahn, wollte das schöne Wetter nutzen um diesen Park zu sehen. Also Gepäck in ein Schließfach verstaut und los ging die kleine Erkundungs-Tour, allein. Es war wirklich herrlich und ich war in dem Moment froh, dass ich voll und ganz bei mir war und das Gesehene einfach auf mich wirken lassen konnte.


Teufelsbrücke

Märchenhaft, oder?:) Da ich diesen Park gern nochmal besuchen möchte wenn die Wasserspiele statt finden, bleibt es erstmal bei diesem Foto. Vielleicht kommt irgendwann nochmal ein extra Post über diesen tollen Park.

Macht's euch schön.
Melly

Hafen Bagenkop
StepMap Hafen Bagenkop


Im Frühling letzten Jahres unternahmen wir vom Ferienhaus auf Fünen eine Fahrt ins Blaue. Es verschlug uns auf die Insel Langeland, an deren südlichen Zipfel der Hafen von Bagenkop liegt. Es war einer der Momente im Leben, die nicht sonderlich spektakulär waren, sich aber dennoch eingebrannt haben. Hier ein paar Impressionen von diesem Abend.





 Wir erreichten den Hafen bei beginnender Dämmerung. Die Sonne schien herrlich auf die roten Häuschen, trotzdem wehte eine leichte, sehr frische Briese.
Vor uns tapsten einige Männer in Badehose und nassen Oberkörpern in Richtung dieser Häuschen.
Es war still. Wir liefen die Stege entlang. Die Sonne sank weiter. 
Hier und da sahen wir ein paar Fischer. Auf der Jule wurde vor unseren Augen fangfrischer Fisch bearbeitet.
Wir genossen noch etwas den Augenblick...


In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein
über die Dinge, die du nicht getan hast,
als über die Dinge, die du getan hast.
Also löse die Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen
aus und erfasse mit deinen Segeln die Passatwinde.
(Mark Twain)



Da es mir Spaß gemacht hat an der Fotoaktion teilzunehmen, wollte ich das nun öfter machen. Aber das Thema "Schminke/ geschminkt" ist nun nicht meins, so wollte ich auf die nächste Aktion warten... wäre da nicht meine Schwester die mich damit aufgezogen hat. Jetzt erst recht, dachte ich mir und suchte im Bad nach Schminkutensilien (bissl was hab ich ja doch da), die ein interessantes Foto geben könnten. Ich wurde auch fündig - ein Mascara^^

So Schwesterherz, hier das Foto zum Thema Schminke:-P


Hier kommt ihr zur Aktion, falls ihr auch noch teilnehmen möchtet.
Das Bild wurde übrigens farblich nicht weiter bearbeitet. Ich habe den Raum abgedunkelt und mit kleinen LED-Leuchten rumexperimentiert.
Weil es grad so schön war, habe ich mir noch zwei weitere Gegenstände geschnappt, die ich letztes Wochenende voller Freude gekauft habe.



Vielleicht erkennt es der ein oder andere von euch: Es sind Dinge, die man zum Klettern benutzt. Einmal mein zotteliger Kalksack und unten Kletterschuhe.
Wenn man diese kauft, muss man alles vergessen was uns Mutti früher beim Schuhekauf beigebracht hat. Die Zehen müssen so vorn "anstoßen" dass sie sich leicht biegen. Kann man mit ihnen einigermaßen bequem laufen, sind sie zu groß. Das ist am Anfang echt ungewohnt und unangenehm.

Ich wurde übrigens auf einen Outdoor-Onlineshop aufmerksam, der auf mich einen guten Eindruck macht: www.bergzeit.de. Nützlich finde ich die Outdoor Kaufberatung (unter dem Punkt Outdoor Outlet), die mir beim anstehenden Rucksack-Kauf hilfreich war.

Eigentlich wollten wir heute unsere Klettersachen einweihen, doch durch das Hochwasser haben wir das erstmal vertagt. Es ist schon Wahnsinn, wenn man die Bilder sieht, im Fernsehen und vor der eigenen Haustür. Wir haben zwar kein warmes Wasser und müssen auf Dixi-Klo im Hof gehen, aber können wirklich froh sein, dass es uns nicht schlimmmer getroffen hat. Kann man nur hoffen, dass das Wasser schnell zurück geht und nicht allzu viel Schlamm hinterlässt!
 

Über Pfingsten war ich wieder meine Family besuchen und habe die Gelegenheit genutzt, Fotos von den Rennmäusen und dem Mischlingsmädchen Cola zu machen.
Tierfotos zu machen ist ja eine besondere Herausforderung. Da braucht man oft Geduld. Bei den Rennmäusen hätt ich nicht mehr gedacht, dass ein halbwegs scharfes Bild zustande kommt, so wie die beiden im Käfig rumspringen, aber siehe da:
Kurt hat irgendwann kapiert, dass das schwarze runde Ding dazu da ist, sich 2 Sekunden still davor zu platzieren:)


Mit diesem Foto möchte ich bei der Fotoaktion auf "the Moon" teilnehmen. Ich will darüber garnicht weiter Worte verlieren; schaut einfach mal bei diesem schönen Blog vorbei;)


"Wir fahren nach Tschechien und nicht nach Tschetschenien" so mein ehemaliger Klassenlehrer, als bei einer Elternversammlung vor Klassenfahrt gewisse Bedenken geäußert wurden. Ich war also nicht das erste mal in dieser schönen Stadt, doch die Erinnerungen sind nach ca. 8 Jahren doch sehr verblasst; mein Freund war noch garnicht dort, also warum nicht nochmal hin?
Hier also ein paar Eindrücke und Infos von unserem Tag in Prag.

 

Schlafen & Frühstücken: Als wir durch die Straßen geschlendert sind, konnten wir an vielen Ecken den Schriftzug "Hotel" sehen. Es sollte also reichlich Möglichkeiten in allen Preisklassen geben, doch wir entschieden uns für ein günstiges, schnuckeliges Motel außerhalb des Zentrums. Da wir den ganzen Tag unterwegs waren, hat es alle mal gereicht.


Von A nach B und C: Von der Metro war ich durchaus angetan. Man kommt bestens an alle sehenswerten Plätzen, trotzdem ist alles sehr übersichtlich gehalten. Zum einen, weil es nur 3 Linien gibt (A,B und C) zum anderen weil diese in den Farben rot, gelb und grün sind und diese Farben an den Wänden der Gänge sind, sodass man intuitiv richtig läuft. Außerdem kommen die Bahnen in sehr kurzen Intervallen. Am längsten haben wir nur etwa 3 Minuten auf die Metro warten müssen. Lustig fanden wir die elendig langen Rolltreppen. Ob das die Prager auch so lustig finden bezweifle ich allerdings, da es keine Treppen als Alternative gibt. So ist es immer etwas beengt, wenn viel los ist.
Das Tagesticket gilt übrigens auch für die Straßenbahn. Ein 3-Tage-Ticket bietet sich für den ein oder anderen auch an, jedoch kann man diese nicht am Ticketautomaten ziehen, sondern nur in speziellen Kiosks.

Sehenswertes: Da wir uns nicht brennend für Museen interessieren und auch nicht jede bedeutende Synagoge sehen mussten, sind wir durch die Straßen geschlendert, haben uns die "Klassiker" angesehen und uns in Parks vom Großstadtrummel erholt.



  
Charakteristisch sind die vielen schönen Altbaufassaden, die das Stadtbild prägen, doch zwischendurch findet man auch moderne Architektur. Dass man beide Stilrichtungen mitunter nebeneinander sieht, finde ich etwas gwöhnungsbedürftig. Beim Tančící Dům (Tanzendes Haus) ist das beispielsweise der Fall. Die - ich nenne es mal ausgefallene Konstruktion - füllt die Lücke, welche eine Fliegerbombe im 2. Weltkrieg in die Häuserreihe riss. Es liegt direkt am Moldauufer, unweit der Metrostation "Karlovo náměstí" (Karlsplatz).




Die Prager Burg (Pražský hrad) ist neben der Karlsbrücke (Karlův Most) der Ort, wo sich die meisten Touristenströme tummeln. Oben seht ihr den St.-Veits-Dom, unten diesen von innen. Ein weiterer Touristenmagnet ist das Goldene Gässchen (Zlatá Ulička), welches sich an der Innenmauer der Prager Burg befinden soll. Wir hatten ursprünglich geplant am Abend durchzugehen, da es dann laut Internet eintrittsfrei ist und auch nicht so überlaufen, doch am Ende kam es doch wieder ganz anders^^  Das verlockende Grün hat uns direkt in den Königsgarten (Královská Zahrada), der hinter dem Veits-Dom liegt, gezogen. Von dort hat man zum Teil sehr schöne Aussichten über Prag.
Noch schöner wird die Aussicht im weiter östlich angrenzenden Letna Park (Letenské sady). Das Bild mit den Moldaubrücken ist dort entstanden. Außerdem befindet sich dort das Prager Metronom. Weiß jemand von euch eigentlich, was es mit diesen Schuhen auf sich hat, die zusammengebunden über Kabel, Ästen und ähnliches geworfen werden? Ich hab das schon im Film "Wag the dog" gesehen, unterschwellig auch im Fernsehen und nun in Prag...




Hängende Schuhpaare am Prager Metronom...

  
Das Prager Metronom sieht man auch von der Karlsbrücke, doch überquert man diese, hat man nur Augen für die zahlreichen Verkäufer mit ihren kleinen Aufstellern, die Statuen und andere Touristen, denen man ausweicht. Möchte man ein Foto machen, wie man es auf Postkarten sieht, muss man wohl sehr früh morgens oder spät abends sein Glück versuchen.

Habt ihr genug von Menschenmassen und Polizei-Sirenengeheule? Hier eine Empfehlung für alle die Erholung bei schönem Wetter suchen: Auf zur Vyšehrad, der Prager Hochburg! Mittels roter Metro an gleichnamiger Station aussteigen, ein paar Meter durch ein Wohngebiet und schon könnt ihr Aussichten genießen, euch mit Decke auf die Wiesen legen oder in einem der kleinen Restaurants und Würstchenständen euren Hunger stillen. Dieses Foto ist dort oben entstanden. Vielleicht kann man diesen schönen Ort sogar als Geheimtip für Pragbesucher bezeichnen.


Speisen: Im Letna Park direkt dort, von wo aus man diesen tollen Ausblick auf die Moldaubrücken hat, sahen wir einen Pavillon in dem man Essen konnte. Die Speisen klangen sehr lecker, lagen aber in der oberen Preisklasse und man konnte nicht mit Karte bezahlen, was uns ins U Sadlu führte - ein uriges Kellerrestaurant im mittelalterlichen Ambiente. An der Stelle Danke an meine Freundin für den Tip;) Gute Böhmische Küche zu sehr humanen Preisen. Um die Mittagszeit sollten unter der Woche Plätze frei sein (als wir dort waren, war recht wenig los). Abends und am Wochenende ist man mit Reservierung wohl auf der sicheren Seite.

Habt ihr schonmal was von Kofola gehört? Als ich mir im U Sadlu unsicher mit dem Getränk war, hat es mir die Kellnerin empfohlen und ich war wirklich angetan; auch wenn ich überhaupt nicht wusste, wo ich es geschmacklich einordnen sollte. Mein Freund hat sich geärgert, dass er Bier bestellt hat. Auf Vyšehrad haben wir uns beide noch mal einen Humpen gegönnt. Es ist ein Softdrink mit Kohlensäure, der in Tschechien und Slowakei der Hauptkonkurrent von Coca-Cola und Pepsi ist. Wieder was gelernt:)




PS: Nach etwas Recherche hab ich nun herausgefunden was es mit diesen Schuhen auf sich hat. Es gibt mehrere Theorien: Das Ganze nennt sich Shoe tossing oder Shoefiti und ist ein "Trend" in der Straßenkunst. Dabei markieren die Schuhe zum Beispiel Orte an denen mit Drogen gedealt wird. In Gangvierteln kennzeichnen die Schuhe den Ort an dem ein Gangmitglied getötet wurde. Es soll wohl auch weniger negativ anmutende Erklärungen geben; so sind sie Zeichen der Freude zum Ende eines Schuljahres oder kündigen eine anstehende Hochzeit an. Hoffen wir, dass es sich hier um eins der letzten Ansätze handelt, sonst wären die Bedenken bei der Elternversammlung damals nicht ganz unbegründet gewesen...

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