Schwenken wir mal kurz von Italien in die heimischen Gefilde. Gestern bekam ich nämlich Besuch von Mama, Schwester und tierischer Gefährtin und wir gingen ne schöne Runde Gassi an der "Wilden Sau".
Und so sieht der Herbst aus?? Eine grüne Farbexplosion im Vergleich zu den grauen Neapel-Bildern erwartet euch. Klar, an der Temperatur und besonders den letzten trüben Tagen besteht kein Zweifel, dass der Herbst begonnen hat, aber man könnte meinen, die Fotos sind im Sommer entstanden, oder?:)

Die Sonnenanbeterin:)

Zur frühen Mittagszeit landete unser Flieger in Neapel. Antonio, unser örtlicher Reiseleiter für diesen Tag, wartete schon auf uns. Koffer in den Bus und los ging die Stadtrundfahrt.
In Neapel leben knapp eine Million Einwohner und sie ist ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Süditaliens. Zunächst fuhren wir auf der Stadtautobahn. Schön ist was anderes. Wir sahen vor allem große Wohnkomplexe. Doch dann ging es Richtung Meer und das erste Panorama-Motiv bot sich uns.


Neapel und das Umland liegen förmlich auf einem Pulverfass - rechts im Bild, also westlich anschließend, liegt eine 13 km lange Caldera, die Campi Flegrei (brennende Felder). Sie werden von ca. 40 kleinen und größeren Vulkankratern geformt, unter anderem dem Solfatara. Auf unserer Reise stand kein Besuch auf dem Plan, jedoch war ich vor einigen Jahren auf der Lateinkursfahrt dort und war sehr beeindruckt. Mal sehen, ob ich die Motivation aufbringe, die schon eingeklebten Analogfotografien einzuscannen. Ansonsten kann ich euch nur empfehlen, den Phlegräischen Feldern einen Besuch abzustatten, solltet ihr mal dort sein.
Auf der anderen Seite Neapels (auf diesem Bild nicht zu sehen) thront der Vesuv bedrohlich über dem Golf. Links am Horizont könnt ihr die Silhouette von der Insel Ischia sehen, ebenfalls vulkanischen Usprungs.
Durch engere Straßen ging es runter ans Meer, wo wir Mittagspause machten.


Ein seltenes Bild in Neapel: eine sehr breite Fußgängerzone, die Via Partenope. Das war nicht immer so, aber die Neapolitaner sind sichtlich froh über die Änderung. Große und kleine Seifenblasen fliegen durch die Luft, Inline-Skater ziehen vorbei, eigenartige Tretfahrzeuge rollen auf der Straße, Restaurants, in denen sich Einheimische und Touris was gönnen oder einfach Menschen die die Straße anscheinend mehrmals auf und ab gehen. Wir begegneten manchen Menschen nämlich mehrmals. Oder lag es an uns? Wir gingen auch zweimal die Flaniermeile auf und ab...egal^^
Danach begaben wir uns ein Stück ins Stadtinnere. Die Gassen wurden wieder enger. Man kann einige historische Bauten und Kulturdenkmäler sehen. So wurde die Altstadt 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Die Italiener sind ein sehr geselliges Volk und auch Antonio ist ein bunter Hund. Er kennt viele Leute, viele kennen ihn. Er zeigt uns den neapolitanischen Glücksbringer, das Corno, welches vor dem Bösen Blick bewahren soll und eine dortige Gebäck-Spezialität: Sfogliatelle. Diese Blätterteig-Muschel mit Ricottafüllung solltet ihr bei Gelegenheit kosten - hmm. Außerdem gingen wir an der Pizzeria Brandi vorbei - eine der Besten der Stadt. Hier hat die Pizza Margherita ihren Ursprung.

Die Antike Pizzeria Brandi bewahrt noch immer ein Dokument des Junis 1889 auf, unterschrieben "Ihr Ergebener Galli Camillo, Hauptküchenchef des Königlichen Hauses", in dem Ihre Gnaden Raffaele Esposito, der Pizzeria "Pietro e Basta Così", für die Arten von Pizza, darunter die berühmteste "Tomate und Mozzarella", gedankt wird, die für Ihre Majestät die Königin Margherita bereitet und von Ihr, wie der Text unterstreicht, ausgezeichnet gefunden wurde.
Die Pizza mit Tomate und Mozzarella wurde also von dem Pizzabäcker Raffaele Esposito "Pizza Margherita" genannt, der Name unter dem sie bis zum heutigen Tag weltbekannt ist.


Was ich  noch von der damaligen Lateinfahrt gut in Erinnerung habe, ist die Jesuitenkirche Gesù Nuovo. Nie hätte ich erwartet, dass hinter solch einer unspektakulären Fassade, solch prunkvolle Innenausstattung stecken könnte!
Wie gesagt gibt es viel Kultur zu erleben wenn man mag, aber die Plätze, welche Antonio uns zeigte, langten für den Tag. Ich sehnte schon der Fahrt zum Hotel entgegen, die auch nochmal eine gute Stunde dauerte und uns an der Steilküste der Sorrentinischen Halbinseln entlang führte.

 Hier kommen noch ein paar Impressionen von Neapel in schwarz- weiß.
 
Auf der Stadtautobahn. Die Vesuv-Spitze in Wolken gehüllt.
Auf besagter Flaniermeile mit Blick zum Castel dell’Ovo und dem Vesuv.


Palazzo Reggia di Capodimonte. Der ehemals königliche Palast beherbergt heute ein Museum.
Piazza del Plebiscito
Galleria Umberto I.
Arrivederci Napoli, buona sera Massa Lubrense und Hotel.
Mehrmals besucht Goethe Sorrent. In seiner "Italienischen Reise" schrieb er:

Rom sei der Platz zum Studieren, Sorrent aber sei der Ort zum Vergnügen. Hier vergesse man sich und die Welt.
Weiter schreibt er:
"Wenn ich Worte schreiben will, so stehen mir immer Bilder vor Augen des fruchtbaren Landes, des freien Meeres, der duftigen Inseln, des rauchenden Berges, und mir fehlen die Organe, das alles darzustellen."

Kampanien 2013


Ich bin kein Mensch der geflügelten Worte, doch kann Goethes poetisch schwärmerischen Ausführungen gut nachvollziehen. Besonders die Sorrentinische Halbinsel ist sehr malerisch und Capri ist nicht nur topografisch das i-Tüpfelchen, wie ich finde. Ich war nun zwei Mal dort und konnte verschiedene Eindrücke mitnehmen.


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  • Wasserbüffelfarm
  • Gastbeitrag: Pauschalreise Kampanien


  • Und hier ein paar zusammen gewürfelte Impressionen unserer Reise.

    Das erste Mal Fliegen - wie aufregend!
    Motorroller - die bevorzugten Verkehrsmittel. Es gibt sogar spezielle Parkbegrenzungen.
    Überall zu sehen: flatternde Wäsche an den Balkonen.
    Ständige Begleiter: Geckos. Als morgentlicher Besuch am Balkon...
    ... oder zumeist scheue Wegbegleiter.
    Steilküsten
    ...und ebenfalls gern gesehen: Schirmpinien (hier am Piazza von Ravello vor dem Drachental)
    ...wenn sie nicht ihre fetten Kaventsmänner auf ahnungslose Touristen loslassen... :-0
    Außerdem prägen weite Olivenhainen die Gegend.
    Zur Ernte werden die Netze gespannt und die Bäume ordentlich gerüttelt.
    Und immer wieder den Blick zum Vesuv...
    ...oder der vielbesungenen Insel Capri.
    Zur richtigen Zeit am richtigen Ort - Abendstimmung am Hafen von Massa Lubrense.
Oder auch nicht. Diese Blumen waren kurz vorm Welken und hatten wohl keine Lust mehr ihr Köpfchen zu drehen.

Folgendes Szenario: 
Du schlenderst nichts ahnend durch die Straßen deiner Stadt. Plötzlich kommt ein Fernsehteam auf dich zu und schenkt dir eine Reise.
Der Flieger geht in zwei Stunden...

So hat es sich vor ein paar Jahren mehrmals in Brandenburgs Städtchen abgespielt und heute frage ich mich, wie ich wohl reagiert hätte.


Wie komme ich gerade darauf? In letzter Zeit hab ich es mir vor der Spätschicht zum Ritual gemacht, meine selbst zusammengestellte Swing-Jazz-Soul-CD einzulegen - ganz nach dem Motto: beswingt in den Tag: The Pink Panther Theme, Frank Sinatra, Aretha Franklin (ich sage nur R.E.S.P.E.C.T.) usw. Die Musik klingt so leicht, echt und unverkennbar. Dagegen ist das, was man heut im Radio zu hören bekommt, so austauschbar und auf Verkaufszahlen ausgerichtet - Mainstream halt. Aber das ist ein anderes Thema...

Jedenfalls ist auch dieses Lied darunter, welches die Titelmusik der rbb-Sendung "Der Sonne entgegen" war. Ich hab das früher sehr gern mit meiner Mutti zusammen geschaut (ja, auch Regionalsender bringen mitunter interessante Sachen). Das Spiel ist oben eigentlich schon erklärt. Spontanität war gefragt. Andreas Hahn hatte um die 90 Minuten Zeit, in einem meist kleinen Sädtchen Brandenburgs einen Reiselustigen zu finden. Der Gewinn: eine Flugreise & 200 Euro Reise-Taschengeld. Der Einsatz: Je nachdem wie viel Zeit noch geblieben ist, Chef um Urlaub bitten, Koffer packen, Verwandten Bescheid geben oder was sonst noch erledigt werden konnte; alles mit Kamera im Nacken. Es stellte sich auch schon kurz vor Abfahrt raus, dass der Reisepass nicht mehr gültig war - sehr bitter. Wenn das Team es nicht rechtzeitig zum Flughafen schaffte (weil Stau war oder das Packen doch eine Minute zu lange dauerte), durfte der Jokerkandidat, der am Flughafen hoffte, dass Andreas Hahn niemanden findet, in den Flieger steigen. Schade, dass die Sendung vor ein paar Jahren abgesetzt wurde. Ich fand das unterhaltsam.

Wie würdet ihr reagieren? Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nach etwas zögern wohl abgelehnt hätte. Ich bin zwar noch recht ungebunden, mit etwas Glück und Überredenskunst würde ich ev. spontan Urlaub bekommen und fix Packen wäre zur Not auch noch drin, aber so ganz allein in ein fremdes Land? Es ist sicherlich eine bereichernde Erfahrung, aber ich ziehe es dann doch vor, solche Erlebnisse mit lieben Menschen zu teilen.
Und so fliege ich  Sonntag mit meinem Liebsten nach Italien. Für uns beide das erste Mal fliegen!
Ich hoffe es geht für uns wirklich der Sonne entgegen und meine Speicherkarte wird vollgepackt mit Impressionen vom Golf von Neapel & der Amalfiküste.

In diesem Sinne, bis bald.

Heute möchte ich euch mein erstes Gericht aus der Fernweh-Küche präsentieren. Inspiriert wurde ich von einem Afrika Kochbuch, welches ihr euch hier kostenlos als PDF runterladen könnt (ihr müsst dort nur ein bisschen runterscrollen).
Dort wird das Essen "Kidneybohnen mit frittierten Kochbananen" betitelt. Doch die trockene Bemerkung von meinem Freund: "Schmeckt gut, aber das ist ganz banale, vegetarische Chili con Carne mit Reis und Matschbananen" (ist er nicht charmant...^^)  ließ mich dem Essen obigen Titel geben.

Hier also das Rezept, welches ich auf 2-3 Personen bemessen habe.


2 Dosen Kidneybohnen (je 400g)
1 Dose geschälte Tomaten
2 frische Rispentomaten
2 kleine Zwiebeln
Öl nach Geschmack
2 Knoblauchzehen
Gewürzmischung für Chili con Carne
Salz, Pfeffer, ev. Chili und Ingwer
4 Kochbananen (oder alternativ die hier üblichen Obstbananen)
Reis als Beilage je nach Personenzahl.


Los geht´s

1. Die frischen Tomaten schneiden und mit den Dosentomaten, einer geschnittenen Zwiebel, dem gehackten Knoblauch und ev. etwas geschnittenem Ingwer pürieren. 

2. Öl in einem Topf erhitzen und die zweite geschnittene Zwiebel andünsten. 
3. Tomatenpüree dazugeben und 5-10 Minuten kochen lassen.
4. Reis kochen  
5. Tomatenpüree mit Chili con Carne - Gewürzmischung oder Chili abschmecken.
6. Bohnen dazugeben, Soße unter mehrmaligem Umrühren 5-10 Minuten köchen lassen und mit Salz & Peffer nach Belieben abschmecken. 
7. In der Zwischenzeit die Bananen schälen und in Stücke schneiden. Öl in einer Pfanne oder Fritteuse erhitzen und anschließend frittieren. Wenn ihr wie ich Obstbananen verwendet, wird es vermutlich eine etwas matschige Angelegenheit. 
8. Servieren je nach Geschmack. Ich fand die Kombi Chili mit Banane sehr lecker. R. hat den Bananenmuß extra gegessen.


Wenn ihr für 2 kocht, wird einiges von der Soße übrig bleiben. Ich habe den Rest eingefroren und freue mich, dass ich davon noch was habe und je nach Appetit auftauen kann.
Hiermit ist die Fernweh-Küche auch für Gastbeiträge "eröffnet" Mehr Infos findet ihr hier.
Ich freue mich sehr auf eure Rezeptideen!

PS: Da ich selbst noch nicht in Afrika war, ist lediglich das Essen aus meiner Kamera entstanden. Das Hintergrundbild ist von Michael Kaben, "Abendsonne über Amboseli" Some rights reserved
Quelle: www.piqs.de

Diesen Sommer waren wir wieder mal zur Bladenight auf dem EuroSpeedway Lausitz, ein paar sportliche Runden in mitten von Rennsport-Kulisse drehen.
Und zum Ende hin gab es noch den erhofften Sonnenuntergang:)



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