Neben der Ruinenstätte Paestum stand der Besuch einer Büffelfarm auf dem Plan. Dort wird der gute, "echte" Büffelmozzarella hergestellt, wogegen hierzulande Mozza-Kugeln aus Kuhmilch "fior di latte" angeboten werden.
Die Herstellung haben wir leider verpasst, da wir recht spät dran waren. Die Räumlichkeiten konnten wir trotzdem besichtigen und uns wurde die Herstellung erklärt.
Die Italiener scheinen ihren Mozzarella zu lieben: Es gibt die Kugeln in verschiedenen Größen, geflochten als Zopf  - wie edel -  und am Flughafen Neapels sahen wir eine große Mozzarella-Bar.

Den Mozzarella di Bufala Campana habe ich auch schon hier im Rewe entdeckt. Der Preisunterschied zum Kuhmilchmozzarella ist stattlich. Aber es lohnt sich, ihn mal zu kosten. Sehr viel aromatischer.




Bufala Provola bezeichnet die geräucherte Variation. Oben seht ihr das furchtbar qualmende Stroh in dem sich die weißen Kugeln bräunen. Danach gab es noch eine kleine Verkostung.





Hm, wie soll ich diesen Gesichtsausdruck interpretieren?

Mit diesem tierischen Einblick bin ich am Ende meiner Kampanien-Reihe. Am letzten Tag hatten wir nochmal die Möglichkeit auf die Insel Capri zu fahren, hatten aber keine Lust, den Weg auf uns zu nehmen. So gingen wir runter an den Hafen von Massa Lubrense, um uns an diesem furchtbar warmen Tag im Meer etwas abzukühlen.

Mittwoch war ich bei einer Schulung, nichts Großes, nur 4 Stunden, aber es war eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag.
Als ich mit Schule und Ausbildung durch war, fiel mir ein riesen Stein vom Herzen - nie wieder Leistungdruck, zumindest in Form von Zensuren und dieses ewige Lernen. Endlich arbeiten und Geld verdienen! Während der Schulung fühlte ich mich wieder zurückversetzt, wir frischten die Theorie etwas auf und gingen auf Fragen in der Praxis ein. Es war schön, sich einfach zu setzen und zuzuhören. Das My einer Sekunde, habe ich sogar daran gedacht, doch noch ein Studium zu beginnen; diesen Gedanken aber schnell wieder verworfen, da mich ein Studium nicht da hin führen würde, wo ich im Leben hin möchte.
Die Schulung und auch die aktuelle Situation auf Arbeit gaben mir Anlass verstärkt über meine berufliche Zukunft nachzudenken. Auf jeden Fall weitere Weiterbildungschancen wahrnehmen und nicht jahrelang auf der Stelle treten. Mal die Fühler nach links und rechts ausstrecken. Allgemein wird ja der Begriff Karriere genutzt, aber ich kann mit diesem Wort nichts anfangen. Es klingt in meinen Augen so nach tougher Businesswoman und damit kann ich mich so garnicht identifizieren. Zu viele Möglichkeiten die Freizeit zu gestalten und zu genießen, als dass man sich hauptsächlich mit dem Job beschäftigt.
Mal sehen, was ich aus dem Impuls mache, den die Schulung in mir ausgelöst hat. Auf jeden Fall habe ich wieder gemerkt, das MTLA der (oder zumindest ein) richtige(r) Beruf für mich ist und das ist eine schöne Erkenntnis.
So, es wird langsam Zeit, dass ich mit meiner Italien-Reihe zum Ende kommen. Schließlich waren wir nur eine Woche dort. Was soll werden, wenn ich mal zwei Wochen auf Reise bin? Die Reise war aber ausflugstechnisch sehr abwechslungsreich, gut organisiert und die Region gibt einfach viel her.

Am vorletzten Tag, dem letzten Tag mit unserer tollen Reiseleiterin Beate, ging es nach Paestum. Vorne weg kann ich sagen, dass es sehenswert war, aber weit ab vom Schuss liegt. So saßen wir für einen Weg fast 2 Stunden im Bus! Aber wie die anderen Ausflüge, war dieser pauschal mit inbegriffen. So sahen wir neben Pompeji eine weitere Ruinenstätte, in der sich griechische und römische Antike bewundern lässt und nebenbei noch Büffel (dazu ein andermal mehr)


Die Stadt wurde um 600 v. Chr. von den Griechen unter dem Namen Poseidonia gegründet. In dieser Zeit entstanden die drei mächtigen Tempelanlagen, die der Götterverehrung dienten.
Diese Tempel sind hauptsächlich im dorischen Baustil gehalten.



Auf den Säulen ist das Gebälk. Auf dem oberen Bild kann man noch recht gut das Triglyphenfries erkennen. Einige Metope (dekorative Reliefs zwischen der Dreierteilung) kann man sich im Museum von Paestum ansehen, wo sie sicher bewahrt sind.


Es folgte die recht kurze Besiedlung eines italienischen Volksstammes (Lukaner), bevor sie 273 v. Chr. von den Römern erobert und Paestum genannt wurde. Die Überbleibsel der römischen Zeit zeigen sich nur noch als halbhohe Mauern.
Ich muss zugeben, dass ich nicht mehr 100%ig weiß, was auf den Fotos zu sehen ist. Das erste untere Bild sieht zumindest stark nach einem kleinen Amphietheater aus; darunter das Schwimmbad.


Hier hat wohl ein Wohnhaus gestanden. Charakteristisch im Boden zu sehen ist das Impluvium - ein Wasserbecken, das sich im Atrium (zentraler Raum des Hauses) befand.
Paestum ging unter anderem wegen Versumpfung des Umlandes und der Malariagefahr unter.

Nach dem Rundgang draußen, waren wir noch im Museum, in dem sich Vasen, Fresken und vieles mehr befindet.

In Stein gemeißelte Sisyphusarbeit als Metope (dekoratives Relief) vom Gebälk eines Tempels.

Die sprichwörtliche Sisyphusarbeit stammt aus einer Sage der griechischen Mythologie. Sisyphus verärgerte die Götter. Als Strafe bekam er die Aufgabe einen großen, schweren Stein einen Berg hinauf zu rollen. Dieser entglitt ihm und rollte den Berg wieder runter. So musste er immer wieder von vorn anfangen...

Honig als Grabbeigabe; inzwischen ca. 2500 Jahre alt!
Grabdeckel des "Tauchers"

oder: Wie wir einen Insider Tip zu spät bekamen...

Tag 5: Während für einige der fakultative Ausflug auf die Insel Ischia anstand, wäre für uns die Möglichkeit gewesen auf Capri zu fahren. Doch im Eingangsbereich des Hotels: fragende Gesichter und ein unruhig wirkender Antonio. Die Wellen waren so stark, dass die Fähren früh nicht regulär fuhren. Der Himmel sah auch recht grau aus.
Auch wenn sich das Problem im Laufe des frühen Vormittages geklärt hat, haben wir Capri sein lassen. R. war es nicht so wichtig auf der Insel zu sein und ich wollte sie mir weiterhin so in Erinnerung behalten, wie ich sie damals erlebt habe - als wunderschöne Sonnenscheininsel.
Nach einigem Hin und Her und Unentschlossenheit, konnten wir uns für eine Wanderung an die äußerste Spitze der sorrentinischen Halbinsel aufraffen. Zuerst ging es die endlos wirkende Serpentinenstraße von Massa Lubrense nach Termini entlang.
 

Eine auf uns zukommende Regenfront, wie ich es in der Form noch nicht gesehen habe. Auf dem Meer konnte man deutlich sehen, wie sie Sekunde für Sekunde weiterzog - genau auf uns zu... Zum Glück hatten wir 'nen Regenschirm dabei. Die Sonne zeigte sich aber schon bald und blieb dann auch.
In Termini fragten wir nach dem weiteren Weg und kauften Bustickets für die Rückfahrt; wohlwissend, dass nachmittags Siesta ist und kein Shop mehr auf hat.
Auf einem immer steiniger werdenden Weg gingen wir bis zum Punta Campanella. Wir wurden von hunderten Geckos begleitet. Diesen konnte ich für ein kleines Shooting vor die Linse bekommen:)


Am Ziel angekommen:



Nicht wissend, dass wir gerade recht nah an einer der schönsten Badebuchten der Halbinsel sind - ich habe sie sogar fotografiert (siehe oben), machten wir ein Päuschen und lauschten dem Meer. Wie soll man ahnen, dass es bei lauter Steilküste auch eine Stelle gibt, wo man reingehen kann...


Silhouette von Capri

Zurück im Hotel, kam R. mit einem Mitarbeiter an der Hotelrezeption ins Gespräch und erzählte mir etwas verärgert, dass wir eine tolle Badebucht verpasst haben.

Zu Hause konnte ich es nicht lassen, nach dieser Bucht zu suchen und wurde auf Vimeo fündig.
Wer gedanklich dem trüben Herbst fliehen will, der schaue sich dieses Video an;)
Hier noch eine Seite mit Insider Tips, wo auch der Weg zur Bucht beschrieben wird.



Was so friedlich klingt, war für uns der Aufstieg zum gefährlichsten Vulkan des europäischen Festlandes.
Während wir in Pompeji zum Teil nach Schatten spendenden Gemäuern Ausschau hielten, wehte auf dem Vesuv ein frischer Wind und wir waren eingepackt in dicke Wolkenschwaden. Lustig zu sehen, wie luftig gekleidet und mit dünnen Schlappen an den Füßen manche Touristen sich die letzten Meter bis zum Krater hoch bewegten. Man sollte sich schon auf eine kurze, steinige Wanderung einstellen.

Entweder man hat Glück und kann von oben eine wunderbare Aussicht auf den gesamten Golf genießen, oder man ist in Wolken eingehüllt. Dass man Pech hat, würde ich nicht zwingend sagen, denn irgendwie zaubert das eine ganz eigene Atmosphäre...


Der aktive Schichtvulkan ist heute 1281m hoch und wurde geformt von vielen Ausbrüchen. Während er vor dem heftigen Ausbruch, der Pompeji zerstörte, wesentlich höher und kegelartig in die Höhe ragte, zeigt er sich heute als eine Art Doppelvulkan.
Unten seht ihr den erstarrten Lavastrom vom letzten Ausbruch 1944. Die Felswand, die sich dahinter erhebt ist der Monte Somma. Es sind die Übereste des früheren Vulkans. Durch die heftige Eruption 79 n. Chr. wurde die Spitze des Vulkans förmlich weggesprengt. Die Magmakammer stürzte ein. Zurück blieb ein Einbruchkessel (Caldera) in dem sich ein neuer Vulkankegel - der eigentliche Vesuv, Monte Vesuvio genannt - bildete.


Seit 1944 befindet sich der Vesuv in einer Ruhephase, doch je länger diese andauert, umso größer wird die Magmakammer, die sich darunter bildet. Irgendwann hält das Gestein dem Druck nicht mehr stand und es kommt zu einem unschönen Erwachen... Es gibt seit einigen Jahren einen Evakuierungsplan, doch ob dieser sich bei einer drohenden Katastrophe als gut erweist? Eine Anwohnerin erzählte, dass sie laut Plan nach Sizilien müssen. Wie sie dort hin kommen, wissen sie allerdings nicht!...

Schon fast makaber finde ich auch die Arbeit der Touristenführer. Ich sah dort oben bekannte Gesichter; Bewohner, die Tag für Tag, vermutlich Jahrzehnte lang Touris an der Quelle dessen langführen, was schon bald ihre Existenz zerstören könnte.


Wenn man diese Gedanken mal außer acht lässt, ist es schon aufregend, auf einem Vulkan zu stehen. Auch wenn der Krater an sich recht unspektakulär daher kommt. Ab und zu gaben die Wolken einen Blick nach unten frei. Die Küste und das Meer konnten wir an diesem Tag aber nicht wirklich sehen.

Für meine Geburtstagsrunde gab es diesmal Krümelmonstermuffins. Steht man ganz schön lange in der Küche wenn es zwei Muffinbleche werden müssen. Aber das Ergebnis kann sich doch sehen lassen, oder?  Spätestens als ich die Pupillen draufgesetzt und die Monster "zum Leben erweckt habe" hat sich die Mühe für mich gelohnt :D



Ich muss zugeben, dass ich wesentlich weniger kreativ war, als man vermuten könnte. Die Deko habe ich nämlich 1 zu 1 von Nicolas schönem Blog. Die Zutaten haben mich überzeugt und farblich... das Krümelmonster ist nunmal blau;)
Als Muffin-Teig habe ich mir etwas anderes überlegt. Da im Topping Frischkäse ist, habe ich mir gedacht, dass ein recht geschmacksneutraler Muffinteig mit Frischkäsefüllung gut passt.

Und voilà!
Hier erstmal die Zutaten für etwa 12 Muffins:


für den Teig:
   275g Mehl (Type 405)
   2 TL Backpulver
   ½ TL Natron (ich hatte keins da, ging auch ohne)
   2 Essl. Kakaopulver
   1 Ei
   130g Zucker
   80ml neutrales Öl
   300g Buttermilch
für die Füllung:
   100g Frischkäse
   2 Essl. Puderzucker
   1 Päckchen Vanillezucker
für das Topping:
   100g weiße Kuvertüre
   135g Frischkäse (Raumtemperatur)
   35g Butter (weich)
   Lebensmittelfarbe

für die Monster-Deko:
   Kokosraspeln
   dünne, kleine Kekse
   dunkle Kuvertüre
   Marzipan-Rohmasse
   Puderzucker
   Lebensmittelfarbe

 

  • Frischkäse mit Puderzucker u. Vanillezucker in einer kleinen Schüssel schaumig schlagen.
  • In einer weiteren Schüssel das gesiebte Mehl, Backpulver, Natron und Kakaopulver vermischen.
  • Das Ei in einer großen Schüssel leicht verquirlen. Zucker, Öl und Buttermilch hinzufügen und gut vermischen. Mehlmischung vorsichtig unterheben.
  • Die Hälfte des Teiges in den Blech-Vertiefungen verteilen. Dann jeweils 1 TL Füllung draufgeben und mit Teig auffüllen.
  • Im Backofen (Mitte, Umluft 160°C) 20-25 min backen.


Für die Dekoration schaut einfach bei Nicola vorbei.

Die Augen sind etwas klein geraten, aber da nicht alle ein Freund von Marzipan sind, habe ich die Kullern etwas kleiner gemacht.

Guten Appetit wünscht Melly




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