Ein Höhepunkt unserer Azoren-Reise war die Schlauchbootüberfahrt von Flores auf die kleine Insel Corvo.
Bevor es raus auf das offene Meer ging, fuhr uns Carlos an der Küste von Flores entlang...






Die pfeifenartige Felsstruktur ist auf vulkanische Aktivität in der Vergangenheit zurückzuführen. Hier zeigen sich die Basaltsäulen recht zart. Wesentlich deutlicher kann man diese zum Beispiel auf Island oder in Irland am Giant´s Causeway bewundern.
Die Bilder sind bearbeitet hinsichtlich Kontrast und Belichtung. An den Farben habe ich nicht gebastelt.



eingefangen auf Corvo
Morgens kurz nach 6 Uhr.
Der Hotelbetrieb hat noch nicht begonnen. Stille im Eingangsbereich.
So langsam finden sich alle sportlich motivierten zur Besteigung des Picos ein. Fernanda hat ein vorgezogenes Minibuffet für uns paar Hanseln organisiert.
Der Blick aus dem Hotel zum Pico verheißt nichts Gutes - dicke Wolken hingen an seinem Bauch, es nieselte, die Stimmung etwas gedrückt.

Noch etwas verschlafen stiegen wir in den Transporter, der uns über die Hochebene bis zum Startpunkt auf etwa 1200m Höhe fuhr. Dort befindet sich ein Gebäude in dem auch die Bergwacht sitzt. Wir holten die Regenjacken raus und schützten unsere Rucksäcke. Unser Bergführer war optimistisch, dass wir auf dem Gipfel trotzdem eine tolle Sicht haben werden. Wir hofften, er behält Recht und gingen los...


Als wir die Wolkendecke durchstiegen haben, hörte es auf zu nieseln und es wurde mit jedem Höhenmeter schöner.

Ich am Pflock der die 2000m-Marke kennzeichnet.

Nach reichlich 3 Stunden haben wir den Kraterrand erreicht. Nun ging es wieder ein Stück in den Krater hinunter, bevor es den kleinen Hügel, der dem Krater aufgesetzt ist, hoch ging. Das dauerte ca. eine halbe Stunde. Das letzte Stück war schon recht anspruchsvoll - die Hände mussten mit zur Hilfe genommen werden.

Blick zum Kraterrand vom Gipfel (2351m)

Spätestens oben wurde auch deutlich, dass es sich um einen Vulkan handelt. Aus einer Felsspalte strömte heiße, schwefelige Luft - der typische Odem eines Vulkans. Wir genossen die tolle Aussicht. Viel von den Azoreninseln sahen wir zwar nicht, aber das Gefühl über den Wolken zu sein ist einfach grandios! Unser Führer machte noch Gruppengipfelfotos und wir stiegen den Hügel wieder hinab, um Mittagspause im Krater zu machen.

An den Abstieg denke ich nicht gern zurück. Noch nie empfand ich einen Abstieg um so vieles schwerer als den Aufstieg. Meine Oberschenkelmuskeln waren komplett im Eimer und zitterten regelrecht. Der Muskelkater am nächsten Morgen war demnach auch jenseits von gut und böse... Ich habe es aber in keinster Weise bereut, den Pico zu besteigen. Es war die Strapaze wert;)

Noch ein paar Infos:
  • *Der Weg ist schmal und zum Teil nur zu erahnen. Man läuft quasi quer über den Fels- und Geröllhang hinauf. Die Pflöcke dienen der Orientierung. Wenn Nebel sie verschwinden lässt, ist es fast unmöglich, auf dem richtigen Weg zu bleiben.
  • *Demnach ist die Besteigung mit einem Führer zu empfehlen. Er kennt den Berg in und auswendig, gibt interessante Infos und mit ihm ist es auch möglich bei etwas widrigeren Bedingungen (leichter Nebel und Nieselregen) die Wanderung zu starten (wenn er/sie es denn für sicher hält)
  • *Trittsicherheit ist wichtig, sowie gute Wanderschuhe (am besten knöchelhoch). Gerade beim Abstieg rutscht man leicht über losem Geröll aus. Ein Teilabschnitt wird unter den Führern "path of the fallen people" genannt, weil sich da viele auf den Hintern setzen.
  • *Genug Wasser, Proviant, Regenjacke und Sonnencreme (!) mitnehmen (sollte man auf den Azoren sowieso immer). Wanderstöcke können das Wegrutschen etwas mindern und sind beim Abstieg eine gute Hilfe.
  • *Es wird die Besteigung auch am Abend angeboten, mit Übernachtung im Krater und Miterleben des Sonnenaufganges, was wunderschön sein soll. Allerdings muss man Zelt/Isomatte selbst hochtragen und es kann oben ungemütlich kalt werden...
  • *Als Mutmacher: konditionstechnisch ist der Berg gut machbar. Man muss ja nicht hochrasen. Es gibt keine steilen Abhänge. Einzig auf dem Gipfel geht es etwas "enger" zu. Den Abstieg empfinden einige sicher nicht ganz so fürchterlich wie ich. Auf den Muskelkater kann man sich trotzdem schonmal einstellen:P

Wäre das was für den ein oder anderen von euch oder seit ihr eher der Wandermuffel?
Heute löste ich meinen Gutschein für einen Fotokurs meiner Wahl ein. Da ich zwar theoretisch schon einiges über Fotografie weiß, mich praktisch aber lieber mit Bildgestaltung und Bildinhalt auseinandersetze und die technische Komponente gern unter dem Tisch fallen lassen (sprich: ich fotografiere zumeist mit der Programmautomatik), habe ich mich für den Einsteigerkurs entschieden.

Da wir doch weniger praktisch gemacht haben als erhofft (das ist dann Teil des Aufbaukurses), war es streckenweise inhaltlich nicht so interessant für mich. Nichtsdestotrotz war es natürlich toll mit einem sympathischen Profifotografen und ein paar anderen Teilnehmern in dessen Studio zu sitzen:)


Und ein paar für mich interessante Infos konnte ich natürlich trotzdem aus dem Workshop mitnehmen:

*Gegenlichtblende drauf! - Ich habe es "befürchtet". Das Ding ist wirklich sinnvoll, aber bisher habe ich ignorant drauf verzichtet, weil es die Kamera wieder vergrößert und es dann sehr eng in meiner Kameratasche wird...werde ich ändern.

*UV-Filter rauf. - Das wird meine nächste Anschaffung für meine beiden Objektive. Diese Filter dienen dem Schutz und da ich schon Bedenken habe, dass ich beim Säubern mit dem Brillenputztuch kleinste Krümel in die Linse einarbeite (ich weiß, ich bin da irgendwie neurotisch^^) werde ich mir bald so ein Teil draufschrauben. Man sollte nicht zum billigsten Modell greifen, da dieses ev. Licht schluckt.

*Monitor kalibrieren. - wichtig, wenn man Bilder bearbeitet. Der Bildschirm verändert über Monate und Jahre seine Darstellung (z.B. entstehen Grünstiche). Ist das der Fall "verschlimmverbessert" man seine Fotos beim Bearbeiten und wundert sich dann, dass das Bild ausgedruckt ganz anders wirkt. Dafür gibt es Geräte, die wie eine Spinne auf den Monitor gebracht werden. Da diese Geräte nicht ganz billig sind, kann es lohnenswert sein, zu versuchen an ein Leihgerät zu kommen (beim Fotografen z.B.)

*in RAW fotografieren! - Da ich noch kein schönes Programm habe, welches RAW verarbeiten kann, habe ich meine Kamera nun so eingestellt, dass sie in RAW und jpeg abspeichert. So habe ich später (wenn ich mich für ein gutes Bearbeitungsprogramm entschieden habe) noch die Freiheit, aus einem Bild wesentlich mehr rauszuholen, als das mit einem jpeg möglich ist. Speicherplatz ist heute nicht mehr teuer...

*Fotorecht und Persönlichkeitsrecht. - Dass es in der Hinsicht einiges zu beachten gibt, war mir bewusst, aber das Thema ist noch komplizierter als ich dachte. So ist beispielsweise die nächtliche Illumination des Eiffelturms geschützt, darf also streng genommen nicht fotografiert und veröffentlicht werden. In Frankreich gibt es noch einige solcher Beispiele. Woher zum Teufel soll man so etwas wissen???

Natürlich gab es noch weitere Tipps, aber die werde ich vielleicht mal erwähnen, wenn ich entsprechende Fotos dazu gemacht habe.

Wart ihr schonmal bei einem Fotoworkshop? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?
Schönen Sonntag euch!
Nur die Tiefe nebelt, nicht der Berg.
(Jean Paul) 


aufgenommen am Fuße des Picos
Zappt man zur Prime Time durchs Fernsehprogramm stehen die Chancen gut, dass man irgendwo auf einer Castingshow hängen bleiben kann - wenn man es denn will...
Ich halte nichts von solchen Shows. Generell habe ich meinen Fernsehkonsum in den letzten Monaten sehr eingeschränkt und mir fehlt nichts. Ich kann es nur jedem empfehlen!
Und doch gibt es Abende, an denen ich einfach Lust habe, mich der völligen Passivität hinzugeben undich mir das wilde Treiben auf der Flimmerkiste gebe.
Letztens bin ich auf "Got to Dance" hängen geblieben. Es ist schon ein tolles Bild, wenn eine Gruppe absolut synchron zur Musik tanzt. Oder wie es bei manchen Tänzern aussieht, als würde die Musik deren ganzen Körper durchdringen, bis in die Fingerspitzen.
Besonders gefielen mir die Contemporary Darbietungen - eine Mischung aus Modern Dance, Ballett und Ausdruckstanz. Es wird barfuß getanzt, leicht bekleidet oder ein weit fließenden Stoffen, was natürlich und - wie ich finde - auch verletzlich wirkt. Ich erinnerte mich an ein tolles Video, was ich vor langer Zeit mal im Netz sah und durchforstete gestern sämtliche Contemporary Tänze auf YouTube bis ich schließlich fündig wurde.

Voilà:



Ich wollte das einfach mit euch teilen. Vielleicht schaut der ein oder andere von euch sich sowas auch gern an.
Habt einen schönen Sonntag,
Melly
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