Kennt ihr noch das Fotoprojekt *Beauty is where you find it*? Nach einer Pause auf unbestimmte Zeit wurde es von Nic wiederbelebt. Da mache ich doch gerne wieder mit.
Das Thema im Januar war *Cocooning*. Wer kennt das nicht - dieses Bedürfnis, sich bei diesen Temperaturen zu Hause in eine Decke zu hüllen oder sich ins weiche, gemütliche Bett zu kuscheln, am besten noch mit einem Heißgetränk.
Mit Mütze, Schal und Handschuhen kann man sich aber auch wie in einem Kokon fühlen. Dick eingepackt, während der Schnee rieselt...


Vor ein paar Tagen war ich mit dem Liebsten 3 Tage im Erzgebirge. Nach dem kleinen Winterspaziergang gab es im Hotel eine Rückenmassage und ein warmes Molke-Öl-Bad, welches ich leider vorzeitig abbrechen musste, weil ich kreilaufmäßig mal wieder mächtig angeschlagen war. Schön war's trotzdem. Nur Sauna ließ ich dann lieber sein...

Es ist schon erstaunlich: Während im Dresdner Umland kein Schnee lag, sah die Landschaft im Erzgebirge wie mit Zuckerguss bestreut aus. Nach diesem Kurzurlaub kann der Frühling kommen:)





Vielleicht hat es der ein oder andere von euch schon gesehen: Mein Blog hat ein neues Outfit bekommen. Ich war mit dem Alten zwar recht zufrieden, aber mich hat's dann doch gerappelt.

Zur Zeit sehe ich, dass viele zu Wordpress wechseln. Aber das kam für mich nicht in Frage. "Never change a running system" oder so. Ich habe schlichtweg keine Lust mich damit zu beschäftigen, was man bei solch einem Wechsel beachten muss.
Was mir aber auf anderen Blogs auffällt ist, dass das Design mit dem Wechsel "aufgeräumter" aussieht. Und das gefällt mir meist ganz gut.

Ok, also ein kostenloses Blogger-Template runtergeladen und erstmal tief durchgeatmet, weil so garnichts gepasst hat. Auf meinem Testblog erstmal stundenlang Anpassungen gemacht. Und das, obwohl ich doch keine Ahnung von HTML und CSS habe. Aber irgendwie packt es mich doch, weil ich immer wieder kehrende, klare Muster erkenne. Finde den "Fehler" in diesem Wust von Buchstaben und Zeichen. In dieser für mich eigentlich fürchterlichen Aufgabe vereinen sich ein paar Eigenschaften von mir: Ehrgeiz, Perfektionismus und Geduld. Und jede gelungene Designanpassung wird innerlich tierisch gefeiert:D

Seit gestern habe ich die Vorlage hier übertragen und ja, es ist noch nicht perfekt. Hier und da sind kleiner und gößere Baustellen, die nach und nach ausgebessert werden. Ich bitte um Nachsicht.

Ansonsten zum Design an sich: Mein Headerbild mit meinen Fußspuren im irischen Sand musste leider weichen. Das schmerzte mir etwas, weil es bis jetzt jeder Designveränderung standgehalten hat und für mich persönlich eine tiefere Bedeutung hatte. Aber ich finde es sonst zu überladen. Stattdessen seht ihr drei meiner liebsten Urlaubsbilder. So liegt der Fokus mehr auf der Reisefotografie und  der Fotografie im Allgemeinen. Das war auch der Grund, warum ich anfing zu Bloggen und auch, wenn ich immer wieder gern andere Themen anschneide, soll das auch weiterhin so bleiben.

So genug davon. Ich hoffe ihr könnt euch mit der neuen Optik anfreunden.
Für ehrliche Meinungen, bin ich offen und dankbar,
Melly
Und auch das zweite Thema brachte mir Kopfzerbrechen ein. Ich fotografiere gern... ich fotografiere gern draußen... aber draußen ist es zur Zeit so garnicht bunt... ich fotografiere gern Natur... moment, da lässt sich doch was drauß machen... ich habe doch diese tolle Pfauenfeder... und nun gibt es Teil II Pfauenfederimpressionen. Teil I seht ihr hier.

Pfauenfeder Kunstlicht

Pfauenfeder Kunstlicht

Manch einer mag vielleicht nicht glauben, dass es die gleiche Feder ist. Wer sich solch eine Feder aber schon mal genauer angeschaut hat, weiß, dass sie je nach Lichteinfall unterschiedlich schimmert.

Das "Setting" war diesmal auch ein vollkommen anderes.

Teil I ist auf der Fensterbank bei Tageslicht entstanden. Der Kiel wurde mit einer Bierflasche fixiert, damit sich die Feder wie gewünscht dem Licht zuwendet.
Teil II ist auf meinem aufgeklappten Laptop mit Kunstlicht entstanden. Die LED-Leuchte habe ich in eine Stiftbox geklemmt, damit sie von schräg oben Licht gibt. Auf die Tastatur habe ich ein schwarzes, dünnes Papierstück gelegt. Warum auf den Laptop? - Hm, mein Schreibtisch ist sehr klein;)

Das klingt zwar eigenartig, aber ich beweise mir gern selber, dass man für schöne Fotos weder professionelles Equipment wie ein Tischstudio, noch viel Zeit braucht. Man muss nur etwas improvisieren. Die Bilder sind nicht perfekt, aber mir gefallen sie. Ausreden ala "Mir fehlen hier die Möglichkeiten" oder "Ich habe keine Zeit mir ein Tablestudio aus dem Baumarkt zusammen zustellen" zählen also nicht;)

Hallo ihr Lieben,
schön, dass ihr hier seid. Ich will garnicht viele Worte verlieren, sondern euch gleich die Fotos zeigen, die auf dem verlassenen Gelände des alten Postbahnhofs Leipzig entstanden sind. Da wir den zeitigen Sonnenuntergang völlig unterschätzt hatten, kamen wir schon bei tiefstehender Sonne dort an - goldene Stunde, yeah! - was den Nachteil hatte, dass wir nur einen kleinen Teil des Geländes gesehen haben. Im Halbdunkel die Räumlichkeiten zu erkunden, war uns nicht geheuer und macht fototechnisch auch wenig Sinn. Während meine Freundin ein zweites Mal dort war, kann ich nur ein paar wenige Fotos vom ersten kurzen Besuch zeigen, aber vielleicht komme ich auch noch ein zweites Mal dorthin...



Hinterlassenschaften


Hallo ihr Lieben,

Ich hoffe eure ersten Tage im neuen Jahr liefen gut.
Als ich diesen Blogpost schrieb, war noch alles in Ordnung bei mir und dann ging es bergab. Keine Ahnung, was genau passiert ist, aber ich wurde regelrecht lethargisch. Am Silvesterabend waren wir im Kino zu "Honig im Kopf" - toller Film - und haben das Feuerwerk auf einer Elbbrücke angesehen. Bis zum 5. 1. hatte ich danach frei und dachte mir, einfach mal alle Vier gerade sein zu lassen.

Vielleicht war das der Fehler. Eigentlich kenne ich keine Langeweile, weil in meinem Kopf immer irgendwas los ist, aber das war wohl eindeutig zu viel des unproduktiven Nichtstuens.
Nun ist meine erste Arbeitswoche vorbei und es geht mir wieder besser. Ich fühle mich motivierter und mein Hirn hat wieder Futter:)


Inzwischen hat das Fotoprojekt "Magic Letters" begonnen, welches ihr als wunderbares Bokeh in meiner Sidebar verlinkt seht und passenderweise soll das Wort Anfang bildlich umgesetzt werden. Garnicht so einfach, zumal ich ja erst im Faulenzermodus war und danach durch Arbeit wenig Zeit fand. Desswegen habe ich ein Foto aus dem Archiv gekramt.


Ich werde jetzt das Bad putzen gehen und den Badschrank mal genauer inspizieren. Ausmisten befreit ja bekanntlich ein Stück weit. Danach ein schönes Bad einlassen und der Abend ist gerettet.

Macht's euch auch schön,
Melly

Eigentlich wollte ich hier bildertechnisch dem Winter Einzug gewähren, doch der Schnee war schneller weg, als ich meine Kamera zücken konnte. Also kommt heute der (fast) letzte Post zu unserem Roadtrip durch Südfrankreich.


Von der Verdonschlucht ging es schnurstracks zu den nächsten beiden Schluchten - wir hatten ja noch nicht genug^^. Das französische Departement Alpes-de-Haute-Provence ließen wir hinter uns und waren nun in den südlichen Seealpen (Alpes-Maritimes).

Vom Örtchen Daluis ging es durch die gleichnamige Schlucht bis Guillaumes oder wie R. zu sagen pflegte: Gullivers Reisen. Dort machten wir eine Pause, aßen eine Kleinigkeit und ich stieg noch hoch zu einer Burgruine. Derweil vertrieb sich der Beste die Zeit unten mit Ansichtskarte schreiben und warten.



Als ich wieder unten war, schaute ich mir ein paar Tafeln mit Bildern von früher an. Da die Straßen damals noch nicht so gut ausgebaut waren, war es schwer diese kleinen Orte durch die engen Schluchten zu erreichen.
Und während wir uns die Tafeln so ansahen, schwirrte plötzlich ein flinkes Tierchen vor unseren Augen umher. So schnell, dass wir nicht wussten, was es ist. R. sagte freudig, dass es ein Kolibri sei. Ich war verwundert, aber der enorme Flügelschlag und das Summen ließen mich das auch vermuten. So schnell wie es da war, war es auch schon wieder weg und wir ließen das so stehen: Kolibri. Jetzt beim Schreiben wollte ich der Sache nochmal nachgehen, denn Kolibris in Europa??? Ich will euch ja keinen Scheiß erzählen. Und tatsächlich: Kolibris gibt es nur in Amerika. Wir haben ein Taubenschwänzchen gesehen - ein Schmetterling, der in der Luft stehend mit seinem Rüssel Nektar aus Blüten saugt und daher bisweilen für einen Kolibri gehalten wird:D


Weiter ging es auf der D28 Richtung Beuil. Vor uns türmten sich die Seealpen auf - wunderschön!
Außerdem durchfährt man den Skiort Valberg. Im Internet habe ich an mehrern Stellen von einem der hässlichsten Wintersportorte der Alpen gelesen. Nun kann ich das als Nichtwintersportler schlecht beurteilen, aber hübsch fand ich ihn auch nicht.

Blick auf die Alpen. Rechts der Skiort Valberg.

Von Beuil ging es dann wieder abwärts durch die Ciansschlucht.
Auch wenn es von der Reihenfolge unpassend ist, möchte ich jetzt ein paar Worte zu beiden Schluchten verlieren.

Gorges de Daluis

Erstmal soviel: Wenn man von der Verdonschlucht Richtung Nizza möchte, sollte man in Betracht ziehen, diesen etwa 80km langen Rundkurs zu fahren. Er ist wirklich spektakulär. Allerdings lohnt ein längerer Aufenthalt wie in der Verdon oder Ardècheschlucht nicht. Es ist reiner Fahrspaß - oder eben auch nicht. Rückblickend muss ich sagen, dass ich froh war, diese Tour gemacht zu haben, auch wenn es mit Wohnmobil eher Stress als Vergnügen ist. Die Höhen und Breitenangaben für passierbare Gefährte sind recht eng gehalten. Mit unserem kleinen Wohnmobil sind wir durch gekommen, aber es war an manchen Stellen schon grenzwertig. Genaue Maßangaben möchte ich hier nicht machen, da ich leider nicht mehr sicher bin. Für Biker und Capriofahrer sollte es aber ein reines Vergnügen sein;)

Auffallend ist der abrupte Gesteinswechsel. Auf einmal rötlich wie an manchen Stellen an der Westküste Amerikas. Ich war noch nicht da, aber das war meine erste Assoziation.


Eine weitere Besonderheit ist der wilde Straßenverlauf. Immer wieder trennen sich die Fahrspuren um sich nach einem Tunnel in der einen Fahrtrichtung und einer Kurve außen an der Schlucht entlang auf der anderen Fahrspur, wieder zu vereinen.




Die Marienbrücke markiert das nördliche Ende der Daluisschlucht. Am Straßenrand sind kleine Nischen, an denen man das Gefährt abstellen kann. Wir gingen auf die Brücke und konnten einen Bungeespringer fallen sehen. Von dort hatten wir nochmal einen schönen Blick in die Schlucht.




Gorges du Cians

Auch die Ciansschlucht ist durch rötliches Gestein geprägt. Die Straße war an manchen Stellen noch enger als die Daluisschlucht.

Wenn ihr über die Google Bildersuche geht, werden ein paar extrem tolle Bilder angezeigt. Ganz oben auf dem rechten Bild der Tafel könnt ihr es auch erahnen. Sie zeigen die ursprüngliche Strecke, durch die kein Wohnmobil gepasst hätte. Um die Zufahrt in den Wintersportort zu gewährleisten, hat man die Straße ausgebaut. Man fährt also zum Teil durch hässlich unnatürliche Tunnel, an denen außen lang noch die alte Strecke führt. Es gibt wohl einen kleinen Parkplatz, von dem aus man die alte Strecke fußläufig bestaunen kann. An diesem sind wir leider vorbeigefahren und Wenden war furchtbar schlecht in der trotzdem noch engen Schlucht. An einer Stelle konnten wir allerdings Halten und uns ein Bild von der einstigen Strecke machen, die schon am Zerfallen ist. Leider ist nur ein liebloses Foto entstanden. Also auch hier ist man mit einem kleineren Fahrzeug sicherlich gelassener und verpasst nicht besagten Parkplatz.


In welche Richtung der Rundkurs schöner zu fahren ist, kann ich nicht beurteilen, da wir logischerweise nur wie oben beschrieben unsere Route gefahren sind. Von der Verdonschlucht kommend hat es sich für uns einfach so angeboten.

Damit bin ich mit meinen Eindrücken aus Südfrankreich am Ende. In ein paar Tagen möchte ich abschließend noch berichten, wie wir es insgesamt fanden, mit Wohnmobil auf Reisen zu sein.

Bis dahin macht's gut
Melly
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