Taste the Waste

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6 Kommentare
Wenn ich durch die Gänge von Konsumpalästen schlendere, überkommt mich oft ein eigenartiges Gefühl, besonders wenn man sich setzt und das Treiben beobachtet...Menschen hetzen von einem Shop in den anderen und die Taschen und Beutel in den Händen mehren sich munter. Die Blicke der meisten, irgendwie leer... Klar gehe ich ab und zu auch gern shoppen, aber bin doch wieder froh an der frischen Luft durchatmen zu können. Wir leben in einer Konsumgesellschaft und in solchen Shopping-Centern, Galerien, Arkaden wird mir das immer besonders bewusst.
Ein Thema welches mich zur Zeit besonders beschäftigt ist die enorme Lebensmittelverschwendung. Dass es diese gibt, war mir schon länger bewusst, aber als ich diesen Trailer sah, wurde mir doch nochmal ganz anders. Aber schaut selbst:



Wer sich die komplette Dokumentation anschauen möchte, kann das hier tun. 

Die gute Nachricht: Wir als Konsumenten können durch verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln schon einen wichtigen Beitrag dazu beisteuern.


Ein einzelner kann nicht sehr viel erreichen, aber wenn jeder von uns sein Verhalten im Supermarkt und der eigenen Küche mal überdenkt, ist das schon ein Schritt in die richtige Richtung.
Ich habe in den letzten Tagen etwas recherchiert und ein paar Punkte zusammengetragen wie man Lebensmittel mehr wertschätzt und bewusster damit umgeht. Einige Punkte sind euch sicherlich schon bekannt, aber bei manchen musste ich auch schlucken und feststellen, dass ich das aus dem Blickwinkel noch garnicht betrachtet habe.


Tipps zum nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln

° planen, gezielt einkaufen, Notizen machen.
  Lieber mehrere kleine Einkäufe, als den Kühlschrank vollstopfen und die Übersicht verlieren.

° Nicht hungrig einkaufen gehen;)

° Falls ihr doch zu viel gekauft habt, könnt ihr manche Dinge einfrieren. Tipps dazu gibt es hier.

° Kauft ihr für das Wochenend-Menü ein oder habt vor einen Joghurt zeitnah zu essen? Greift zu den Produkten deren Haltbarkeit näher am Ablaufdatum ist. Vielleicht wird es schon am nächsten Tag aus den Regalen genommen und entsorgt...
Gerade an diesem Punkt habe ich mich selbst ertappt gefühlt...

° Regionale und saisonale Produkte kaufen

° Wenn Lebensmittel richtig gelagert wurden, sind sie meist wesentlich länger haltbar als das Mindesthaltbarkeitsdatum vorgibt. Anschauen, dran riechen, etwas kosten; wenn alles unverändert ist, könnt ihr es bedenkenlos essen.

° Lebensmittel richtig lagern. Besonders im Sommer darauf achten, dass zu kühlende Lebensmittel schnell in den Kühlschrank kommen, damit sie länger haltbar bleiben.

° Manches Obst und Gemüse (wie Birnen, Kiwi, Tomate, Gurke) ist empfindlich gegenüber dem "Reifungsgas" Ethen. Sollen diese nicht nachreifen, legt es nicht neben Äpfel oder Pfirsiche, da diese das Gas verbreiten.

° kreativ sein und Reste verwerten.
Obst, was Druckstellen hat, könnt ihr zu Kompott verarbeiten oder in den Mixer packen und einen Smoothie zaubern.

° Schraubt eure Erwartungen an die Angebotsvielfalt etwas zurück. Hat ein Bäcker beispielsweise kurz vor Ladenschluss nur noch wenig Auswahl, zeigt es, dass er gut kalkuliert hat und wenig wegschmeißen muss.

° Für ganz Engagierte: Unterstützt Organisationen und Vereine, die der Verschwendung entgegensteuern. Schaut zum Beispiel mal bei www.foodsharing.de vorbei.



Hier geht es zu Teil II



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Kommentare:

  1. Wahnsinns toller Post!!!

    Davon müsste es echt mehr geben, damit es jeder begeifen kann...

    Liebe Grüße
    strawberryred

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  2. Hey! Da hatten wir ja fast zur selben Zeit ähnliche Gedanken, habe ja auch letzte Woche über Lebensmittelverschwendung bzw. Containern geschrieben. Sehr wichtiges Thema, toll, dass du darauf aufmerksam machst! :)

    Und danke für deinen Kommentar! Das Brandenburg-Lied finde ich persönlich das beste bzw. lustigste von Rainald Grebe, auch wenn es doch ziemlich fies ist ;) "Nimm dir Essen mit, wir fahrn nach Brandenburg..."

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  3. ich bin ja viel bei meinen grosseltern gewesen als kind - die konnten sich noch an die mageren zeiten mitte des 20.jh. erinnern - und zumal im osten ja auch das wirtschaftswunder weggefallen war wurde sehr sorgsam mit lebensmitteln umgegangen in deren haushalten. essen wegschmeissen gab es nicht! punkt.
    wie du schreibst - bevor etwas schlecht wurde wurde es verarbeitet/konserviert falls es nicht gleich gebraucht wurde. einfrieren kam erst in den 80ern auf. wobei ich nichts tiefgefrorenes mehr esse. warum steht in meinem blog - link bei traude.....
    xxxx

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  4. schon als Kind bekam ich den sparsamen Umgang mit Lebensmitteln mit..
    es wurde so gut wie nie etwas weggeworfen
    und so handhabe ich es heute noch
    mein Kühlschrank ist (fast) leer
    da ich alleine bin und nur wenig brauche
    auch habe ich überhaupt keine "Scheu" auch abgelaufene Produkte noch zu essen.
    Liebe Grüße

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  5. Eine traurige Wahrheit, dass so viel weggeworfen wird. Bei uns war früher auch aufwärmen am nächsten Tag noch Mode oder daraus etwas Neues zaubern. Absolut genial, dass du darauf aufmerksam machst mit deinem Post.
    Herzliche Grüsse in die neue Woche, Sichtwiese

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  6. Das sind wirklich erschütternde Bilder... Die Meere sind überfischt und die im Laden übriggeblieben Fische werden weggeschmissen. Dabei gibt es auch in unseren Ländern hier Hungernde oder jedenfalls Mittellose, die sich über den Fisch, die Wurst, das Gemüse freuen würden, wenn es die Supermärkte zeitgerecht weitergeben. Bei uns gibt es oft diese Aufkleber, wo ein Artikelpreis 25 oder gar 50 % reduziert ist, kurz bevor er das Ablaufdatum erreicht. Wenn wir wissen, dass wir dieses Lebensmittel rechtzeitig verbrauchen können, dann greifen wir da oft und gern zu. Uns hilft es zu sparen - und der Welt hilft es auch! Bei uns gibt es eigentlich fast jeden zweiten Tag "Reste von gestern" in irgendeiner interessant abgewandelten Form, und wir liiiieben diese Restl-Gröstln oder Resteaufläufe sehr!
    Danke für deine Verlinkung!
    Schönen Abend noch und alles Liebe,
    Traude
    (⁀‵⁀,) ✿
    .`⋎´✿✿¸.•°
    ✿¸.
    PS: Ja bei den Konsumpalästen und den Kaufrauschigen dort bin ich auch schon ins Grübeln gekommen ;o)) Allein schon die Autoschlange zu unserer Shopping-City kurz nach Jahreswechsel, als alle entweder ihre Gutscheine einlösen oder ihre Weihnachtsgeschenke umtauschen wollten. Katastrophe! Da bringt mich keiner hin zu dieser Zeit!

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