Über Pfingsten war ich wieder meine Family besuchen und habe die Gelegenheit genutzt, Fotos von den Rennmäusen und dem Mischlingsmädchen Cola zu machen.
Tierfotos zu machen ist ja eine besondere Herausforderung. Da braucht man oft Geduld. Bei den Rennmäusen hätt ich nicht mehr gedacht, dass ein halbwegs scharfes Bild zustande kommt, so wie die beiden im Käfig rumspringen, aber siehe da:
Kurt hat irgendwann kapiert, dass das schwarze runde Ding dazu da ist, sich 2 Sekunden still davor zu platzieren:)


Mit diesem Foto möchte ich bei der Fotoaktion auf "the Moon" teilnehmen. Ich will darüber garnicht weiter Worte verlieren; schaut einfach mal bei diesem schönen Blog vorbei;)


"Wir fahren nach Tschechien und nicht nach Tschetschenien" so mein ehemaliger Klassenlehrer, als bei einer Elternversammlung vor Klassenfahrt gewisse Bedenken geäußert wurden. Ich war also nicht das erste mal in dieser schönen Stadt, doch die Erinnerungen sind nach ca. 8 Jahren doch sehr verblasst; mein Freund war noch garnicht dort, also warum nicht nochmal hin?
Hier also ein paar Eindrücke und Infos von unserem Tag in Prag.

 

Schlafen & Frühstücken: Als wir durch die Straßen geschlendert sind, konnten wir an vielen Ecken den Schriftzug "Hotel" sehen. Es sollte also reichlich Möglichkeiten in allen Preisklassen geben, doch wir entschieden uns für ein günstiges, schnuckeliges Motel außerhalb des Zentrums. Da wir den ganzen Tag unterwegs waren, hat es alle mal gereicht.


Von A nach B und C: Von der Metro war ich durchaus angetan. Man kommt bestens an alle sehenswerten Plätzen, trotzdem ist alles sehr übersichtlich gehalten. Zum einen, weil es nur 3 Linien gibt (A,B und C) zum anderen weil diese in den Farben rot, gelb und grün sind und diese Farben an den Wänden der Gänge sind, sodass man intuitiv richtig läuft. Außerdem kommen die Bahnen in sehr kurzen Intervallen. Am längsten haben wir nur etwa 3 Minuten auf die Metro warten müssen. Lustig fanden wir die elendig langen Rolltreppen. Ob das die Prager auch so lustig finden bezweifle ich allerdings, da es keine Treppen als Alternative gibt. So ist es immer etwas beengt, wenn viel los ist.
Das Tagesticket gilt übrigens auch für die Straßenbahn. Ein 3-Tage-Ticket bietet sich für den ein oder anderen auch an, jedoch kann man diese nicht am Ticketautomaten ziehen, sondern nur in speziellen Kiosks.

Sehenswertes: Da wir uns nicht brennend für Museen interessieren und auch nicht jede bedeutende Synagoge sehen mussten, sind wir durch die Straßen geschlendert, haben uns die "Klassiker" angesehen und uns in Parks vom Großstadtrummel erholt.



  
Charakteristisch sind die vielen schönen Altbaufassaden, die das Stadtbild prägen, doch zwischendurch findet man auch moderne Architektur. Dass man beide Stilrichtungen mitunter nebeneinander sieht, finde ich etwas gwöhnungsbedürftig. Beim Tančící Dům (Tanzendes Haus) ist das beispielsweise der Fall. Die - ich nenne es mal ausgefallene Konstruktion - füllt die Lücke, welche eine Fliegerbombe im 2. Weltkrieg in die Häuserreihe riss. Es liegt direkt am Moldauufer, unweit der Metrostation "Karlovo náměstí" (Karlsplatz).




Die Prager Burg (Pražský hrad) ist neben der Karlsbrücke (Karlův Most) der Ort, wo sich die meisten Touristenströme tummeln. Oben seht ihr den St.-Veits-Dom, unten diesen von innen. Ein weiterer Touristenmagnet ist das Goldene Gässchen (Zlatá Ulička), welches sich an der Innenmauer der Prager Burg befinden soll. Wir hatten ursprünglich geplant am Abend durchzugehen, da es dann laut Internet eintrittsfrei ist und auch nicht so überlaufen, doch am Ende kam es doch wieder ganz anders^^  Das verlockende Grün hat uns direkt in den Königsgarten (Královská Zahrada), der hinter dem Veits-Dom liegt, gezogen. Von dort hat man zum Teil sehr schöne Aussichten über Prag.
Noch schöner wird die Aussicht im weiter östlich angrenzenden Letna Park (Letenské sady). Das Bild mit den Moldaubrücken ist dort entstanden. Außerdem befindet sich dort das Prager Metronom. Weiß jemand von euch eigentlich, was es mit diesen Schuhen auf sich hat, die zusammengebunden über Kabel, Ästen und ähnliches geworfen werden? Ich hab das schon im Film "Wag the dog" gesehen, unterschwellig auch im Fernsehen und nun in Prag...




Hängende Schuhpaare am Prager Metronom...

  
Das Prager Metronom sieht man auch von der Karlsbrücke, doch überquert man diese, hat man nur Augen für die zahlreichen Verkäufer mit ihren kleinen Aufstellern, die Statuen und andere Touristen, denen man ausweicht. Möchte man ein Foto machen, wie man es auf Postkarten sieht, muss man wohl sehr früh morgens oder spät abends sein Glück versuchen.

Habt ihr genug von Menschenmassen und Polizei-Sirenengeheule? Hier eine Empfehlung für alle die Erholung bei schönem Wetter suchen: Auf zur Vyšehrad, der Prager Hochburg! Mittels roter Metro an gleichnamiger Station aussteigen, ein paar Meter durch ein Wohngebiet und schon könnt ihr Aussichten genießen, euch mit Decke auf die Wiesen legen oder in einem der kleinen Restaurants und Würstchenständen euren Hunger stillen. Dieses Foto ist dort oben entstanden. Vielleicht kann man diesen schönen Ort sogar als Geheimtip für Pragbesucher bezeichnen.


Speisen: Im Letna Park direkt dort, von wo aus man diesen tollen Ausblick auf die Moldaubrücken hat, sahen wir einen Pavillon in dem man Essen konnte. Die Speisen klangen sehr lecker, lagen aber in der oberen Preisklasse und man konnte nicht mit Karte bezahlen, was uns ins U Sadlu führte - ein uriges Kellerrestaurant im mittelalterlichen Ambiente. An der Stelle Danke an meine Freundin für den Tip;) Gute Böhmische Küche zu sehr humanen Preisen. Um die Mittagszeit sollten unter der Woche Plätze frei sein (als wir dort waren, war recht wenig los). Abends und am Wochenende ist man mit Reservierung wohl auf der sicheren Seite.

Habt ihr schonmal was von Kofola gehört? Als ich mir im U Sadlu unsicher mit dem Getränk war, hat es mir die Kellnerin empfohlen und ich war wirklich angetan; auch wenn ich überhaupt nicht wusste, wo ich es geschmacklich einordnen sollte. Mein Freund hat sich geärgert, dass er Bier bestellt hat. Auf Vyšehrad haben wir uns beide noch mal einen Humpen gegönnt. Es ist ein Softdrink mit Kohlensäure, der in Tschechien und Slowakei der Hauptkonkurrent von Coca-Cola und Pepsi ist. Wieder was gelernt:)




PS: Nach etwas Recherche hab ich nun herausgefunden was es mit diesen Schuhen auf sich hat. Es gibt mehrere Theorien: Das Ganze nennt sich Shoe tossing oder Shoefiti und ist ein "Trend" in der Straßenkunst. Dabei markieren die Schuhe zum Beispiel Orte an denen mit Drogen gedealt wird. In Gangvierteln kennzeichnen die Schuhe den Ort an dem ein Gangmitglied getötet wurde. Es soll wohl auch weniger negativ anmutende Erklärungen geben; so sind sie Zeichen der Freude zum Ende eines Schuljahres oder kündigen eine anstehende Hochzeit an. Hoffen wir, dass es sich hier um eins der letzten Ansätze handelt, sonst wären die Bedenken bei der Elternversammlung damals nicht ganz unbegründet gewesen...

Nein, heute bekommt ihr keinen ultimativen Küchentip mit auf den Weg, sondern ich berichte über mein, sagen wir mal thematisch einschlägiges Wochenende.


Am Samstag hatte ich die ersten 2,5 h Grundkurs im XXL Dresden. Das ist die größte Kletterhalle Sachsens. Peggy, eine "Exkollegin", schrieb mich im Facebook an ob ich nicht Lust auf Klettern hätte. Sie suche eine Kletterpartnerin.
Im ersten Moment war ich wieder erstaunt, was das Leben für Wege geht, da wir nie darüber geredet haben und es ja schon ein Zufall ist, dass wir beide Bock darauf haben und sie mich fragt.
Seit Kindheit träume ich davon zu Klettern. Ich war mit meiner Family oft in der Sächsischen Schweiz wandern und freute mich wie Bolle wenn Bergsteiger neben uns einen Felsen erklommen und ich zuschauen konnte. Vor reichlich einem Jahr war ich zwei mal an der Wand im Vital Senftenberg klettern. Gesichert wurde ich von den Mitgliedern des "Sedlitzer Bergfreunde e.V." und war auch kurz davor dem Verein beizutreten. Doch deren Trainingszeiten, die Kurse, die ich im Vital besuchte und meine Ausbildung passten schlecht überein und dann hatte ich ja eh vor nach der Ausbildung nach Sachsen zu ziehen... also Traum fallen gelassen und in die Abschlussprüfungen gestürzt. Als ich nach Gauernitz zog, wusste ich zwar von der Halle; hätte mir aber nen Kletterpartner suchen müssen, zudem ist die Halle weit entfernt. Also hab ich mir mit innerer Gelassenheit gesagt: wenn es sein soll, dann komm ich irgendwann im Leben zum Klettern. Und siehe da:)
Vielleicht ist es manchmal wirklich am "Wirksamsten" wenn man Wünschen und Zielen nicht zu verkrampft hinterher rennt. Ich bin zwar noch weit entfernt Felsen zu bezwingen, aber der Anfang ist getan.

Wir begaben uns also in die Welt von Halbmastwurf-Sicherung, Achterknoten und Sackstich, lernten die Grundausrüstung kennen, kletterten und sicherten einander. Erstmal alles im Toprope (das heißt,  das Seil hängt schon von oben und man bindet sich nur ein). Unser Lehrer ist sehr nett und erklärt gut.

Mit Maggi meinen Klettersportler übrigens Magnesia für besseren Halt, um Fragen über den Posttitel gleich vorzubeugen;)

Und dann Sonntag schönes Wetter (nicht zu warm, nicht zu kalt), Gedanken noch beim Vortag; was bietet sich an? Wandern in der Sächsischen Schweiz. Außerdem warte ich schon lange darauf, meinen Freund den Pfaffenstein hochzujagen:-P
Er wollte natürlich den bequemen Aufstieg, aber ich trieb ihn das Nadelöhr hoch.
Hier die Bilder von unserem Tag.

Ca. 160° Panorama. Vor uns das Pfaffendorf, dahinter geradezu der Lilienstein und links die Festung Königstein.


Wenn man die Berge liebt, akzeptiert man auch, dass sie die Bedingungen stellen.
(Jean-Christophe Lafaille)


Die Barbarine
Der Sage nach ist die Barbarine eine versteinerte Jungfrau, das immerwährende Mahnmal eines Strafgerichts, nach welchem es geschehen seyn soll, daß eine Mutter ihre Tochter Sonntags habe heißen in die Kirche gehen, die Tochter aber sey währender Kirche auf den Pfaffstein in die Heydelbeere gegangen, und als sie die Mutter daselbst angetroffen, habe sie die Tochter im Zorn verwünschet, daß sie müsse auf der Stelle zum Stein werden; worauf solches augenblicklich also geschehen, und daher diese zum Stein gewordene Jungfer auf immer allhier stehe, und mit ihrem Steinbilde alle ungehorsame Kinder warne. Der Name Barbarine wurde vom Vornamen des Mädchens abgeleitet. (aus Wikipedia)



Hallo ihr Lieben,
heute möchte ich euch ein paar musikalische Happen präsentieren.
Seit Tagen schwirrt mir dieses eine Lied im Kopf rum. Eigentlich viel zu melancholisch für den Frühling, aber was soll man machen, wenn man in einem Song verfallen ist... es geht um Sóley's "I'll drown".


Am Anfang, wie sie den Song mit der Loop Maschine aufbaut - man weiß noch nicht so recht wo die musikalische Reise hingeht - und sich dann mit düsterer Verträumtheit bis zum Ende fortsetzt. Ich finds toll.
Aufmerksam geworden auf diese Künstlerin bin ich auf diesem Blog. Dort hat Sóley Sóley ^^ einen extra Post gewidmet. Schaut mal vorbei. Ihr Blog gefällt mir sehr; nicht zuletzt weil sie über andere Länder schreibt, speziell über Neuseeland und Island.
Wenn ich an Island denke assoziiere ich damit immer Geysire und Björk. Björk ist so eine Künstlerin, die ich irgendwie bewundere, obwohl ich ihre Musik recht selten höre, da sie selbst für mich oft zu strange ist^^
Hier mal ein Musik-Video, ganz typisch Björk: surreal und extravagant. Ein Meisterwerk wie ich finde. Video Direktor ist Chris Cunningham, der auch das schöne Video "Frozen" von Madonna gedreht hat.



Schade, dass ich solche kreativen Videos früher auf MTV & Co immer nur spät abends gesehen habe...
Und hier mal ein sehr sympatisches Interview, wie ich finde. Ihren isländischen Akzent find ich lustig.


Und wenn ich so beim Video posten bin, zeig ich euch noch zwei Konzert-Mitschnitte von Livingston, bei denen ich am 15. April mit meiner Schwester war. Wir haben ganz vorne links gestanden und die Wohnzimmeratmosphäre war super. Ich liebe Akustik- Konzerte!


Vielleicht noch wichtig zu nennen, dass ich die Videos nicht gemacht habe;)

Zwischen zwei Regenfällen konnte ich nun meine Makro-Linse testen. Musste fix gehen, da es schneller wieder zu tropfen anfing als mir lieb war, aber seht selbst.



Ich habe bewusst Linse geschrieben, da es halt kein Objektiv ist. Dieses war mir für den Anfang einfach zu teuer. 
Wenn ihr auch schon länger überlegt, euch ein Makroobjektiv zu gönnen, der Preis euch aber zu hoch ist, kann ich den Raynox Makro-Objektivvorsatz empfehlen. Er besteht aus einer Linse und einem Adapter (Schnappfassung). Beides zusammen klemmt ihr einfach vorn aufs Objektiv und los gehts.
Zu beachten ist dabei, dass sich die Linse für Objektive mit einem Filtergewinde von 52-67 mm eignet und dass je nach Brennweite eine Vignette zu sehen sein kann. Bei meinen Fotos ist das zum Teil auch zu sehen. Notfalls kann man das Foto aber nachträglich beschneiden;)
Über Ostern war ich wieder mal in meiner Heimat: Familie und Freunde wiedersehen. Auch wenn das Wetter nicht zum raus gehen einlud...wir gingen raus - Gassi mit Cola






Ich komme immer wieder gern in meine Heimat. Auch weil sich viel verändert. Das sogenannte Lausitzer Seenland entwickelt sich immer weiter. Im Sommer werde ich eine große Radtour machen wie in alten Zeiten, Fotos machen und mit früheren gegenüber stellen.
Hier ein paar Bilder die schon älter sind:
 
Blick von Sedlitz über den Großräschener See (2009)
"Überbleibsel" der Kohleförderung
Flugplatz Kleinkoschen
"Rostiger Nagel" mitten im Seenland
RIP Freddy

Liebe Grüße
Melly
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