*bella italia* Pompei Viva

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3 Kommentare



Pompeji - ein faszinierendes Relikt aus alter Zeit. Da lag eine ganze Stadt Jahrhunderte lang unter mehreren Meter Asche, bevor sie 1748 wiederentdeckt wurde... Ich nehme euch mit auf einen kleinen Spaziergang durch die pompejianischen Gassen.


Die Hauptstraßen sind mit großen Basaltsteinen gepflastert. Im Eingangsbereich sind kleine "Katzenaugen" zwischen den Steinen zu sehen. Sie sollen wohl im Dunkel das Mondlicht reflektiert haben.


Charakteristisch sind die plastischen Zebrastreifen. Durch die Steinquader konnten die Bewohner auch bei nasser Straße trockenen Fußes die andere Seite erreichen. Die Abstände sind so bemessen, dass die Karren ungehindert durchfahren konnten.


Ein Tunnel im Bordstein diente der Befestigung der Karren, während die Pompejianer shoppen waren.


Gestaunt habe ich über die tiefen Rillen, welche die Wagenräder im Stein hinterließen...


Der Apollotempel

Im Hintergrund seht ihr den wolkenverhangenen Vesuv, der 79 n. Chr. das Unheil über die Stadt brachte.


Und endlich bleibt das damals im Kunstunterricht gelernte nicht nur totes Wissen:
Der Säulenkopf, auch Kapitell genannt, ist hier im jüngsten Baustil gehalten - der korinthischen Ordnung mit dem aufwendig gearbeiteten Akanthusblatt. Die senkrechten Rillen am Schaft nennen sich Kanneluren.



Immer wieder macht uns Beate auf Ergänzungen aufmerksam. Nicht alles war nach der Ausgrabung so schön erhalten und um den Besuchern ein etwas vollständigeres Bild zu vermitteln, wurden Balken, Säulenköpfe, oder wie oben zu sehen ganze Säulen dazugebaut. Oft hat man Ergänzungen an der "frischeren" Steinfarbe erkannt. Im oberen Bild ist das ganz gut zu sehen, denke ich.

Die Therme
Die Badehäuser waren wichtiger Bestandteil in der römischen Antike. Neben Tempel und Theater
gehörten sie zu den Kultbauten.



Auch damals gab es schon Fußbodenheizung! Durch doppelte Wände verteilte sich die Wärme in den Thermen.




Das Lupanar
Das lateinische Wort steht für Bordell. Das bekannteste, bisher ergrabene steht in Pomeji. Man ging damals recht offen mit Prostitution um. So zeigt ein Phallussymbol auf dem Basaltstein den Weg.

Großer Andrang am Freudenhaus - damals wie heute...


Auch wenn es sehr interessant ist, wie die Menschen früher so lebten, ich ab und zu auch mal schmunzeln musste, ist manches doch eher bedrückend . Ein unschönes Kapitel ist natürlich die Sklaverei. Und was mich ebenfalls sehr ergriffen hat, sind die Leichen von Pompeji. Sie zeigen die Menschen im Moment ihres Todes. Unten seht ihr einen Pompejianer, der sich vor den giftigen Gasen schützen wollte, die der Vesuvausbruch mit sich brachte.



Zum Ende hin, gingen wir noch am kleinen Theater vorbei. Ich war etwas traurig, dass wir nicht im großen Theater waren, aber Beate meinte, dass man in zwei Stunden nur einen  recht kleinen Teil der Stadt sehen kann.

Schon auf dem Rückweg nach Hause bestellten wir uns Pizza, ließen die Koffer erstmal Koffer sein und schauten uns den Dokumentarfilm "Pompeji - Der letzte Tag" an. Ich bekam fast Gänsehaut. Wenn man ein paar Tage vorher durch die Gassen ging und dann sieht, wie die Katastrophe ablief...
Ebenfalls sehenswert ist die Dokumentation "Das Geheimnis von Pompeji". Dort wird auf wissenschaftliche Weise beleuchtet, wie die Abdrücke der Leichen von Pompeji entstehen konnten.




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Kommentare:

  1. Ganz klasse, super interessant, schöne Fotos und ich habe wieder einiges gelernt! Toll, bin echt begeistert! :)
    LG /inka

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  2. Liebe Melly,

    aufregend wenn man sich vorstellt das die Dinge die gefunden werden mal jemanden gehört haben, das sie verwendet wurden.
    Ich finde da entsteht so ein merkwürdiges Gefühl...was findet man von uns vielleicht mal? Festplatten :-)
    Liebe Grüße Jenni

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    1. :D Ja, von uns findet man wohl viel Technikgedöns

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